MX5 ND RF, 184 PS, Sports-Line -> Fragen über Fragen

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    • Kann ich so bestätigen, in meinen Sturm und Drang Jahren genauso mit einem Ford Escort weggedreht, feuchte Strasse, zu schnell, ruckartig Gas weg, Lastwechsel, 360 Grad Drehung, mit brauner Unterhose weitergefahren wie wenn ich der coolste Hund wäre, einfach Schwein gehabt.

      Bei meiner 4 Tage Testfahrt habe ich den ND provoziert ziemlich einfach weggedreht ohne Chance zum Gegenlenken und ESP war nicht, 0 obwohl an. Daher passen Eure Aussage schon, das Auto hat einen gewissen Anspruch und ein Fahrertraining schadet eh nie, aber Gefährlich ist er auch nicht, ich hatte es gezielt übertrieben.

    • thommy7 schrieb:

      Birdie schrieb:

      wie meinst Du das?
      Bei einer binären Fahrweise (z.B. einem plötzlichem Gaswegnehmen in der Kurve) kann man auch beim Fronttriebler einen bösen Lastwechsel erzeugen, der einen von der Straße trägt.
      Bei uns gibt es eine Auffahrt, die sich in einem 270°-Winkel unter der Bundesstraße hindurchwindet, um schließlich auf genau diese Bundesstraße zu münden. Die Kurve wird gemeinerweise zum Ende hin immer enger und da habe ich allein im letzten Jahr schon zwei Fahrzeuge (mit Frontantrieb) aus genau diesem Grund im "Infield" liegen sehen (ohne Verletzte). Einer Dame habe ich dann noch geholfen, wieder aus der Vertiefung herauszukommen, die war mit den Nerven völlig fertig.
      Die Kurve verleitet, wenn man sie nicht kennt, dazu, zunächst einmal zügig reinzufahren, um dann recht fies zuzumachen. Der Fahrer merkt dies recht spät und geht plötzlich und ruckartig vom Gas. Dadurch entsteht beim Fronttriebler ein Bremsmoment an der Vorderachse und daraus resultierend ein Lastwechsel, der die Hinterachse entlastet und so, bei entsprechender Geschwindigkeit, zum Ausbrechen des Hecks führen kann. Und genau dann überrascht einen auch ein Fronttriebler mit einer, aus Sicht vieler Autofahrer, unerwarteten Situation. Man fährt ja schließlich einen sicheren Fronttriebler.

      Die gleiche Situation habe ich auch als Kind auf dem Rücksitz einmal erlebt, als mein Stiefvater in der Kurve plötzlich rief "Vorsicht, es ist glatt!", meine Mutter daraufhin ruckartig vom Gas ging und der Wagen anschließend hinten ausbrach und auf der Innenseite der Kurve erst im Graben zum Stehen kam. Auch da ist glücklicherweise nichts passiert und vermutlich wäre gar nichts passiert, hätte mein Stiefvater nicht panisch gerufen.
      Der Grund, warum wir ins Kurveninnere geschleudert sind, war mir damals natürlich noch nicht klar.
      ok, stimmt natürlich. Ich persönlich fand solche Situationen aber beim Frontler immer sehr viel einfacher und man müsste mMn schon mehr tun um das zu provozieren. Darauf wollte ich hinaus. Und unangepasste Fahrweisen wie in deinem Beispiel sind immer ein Problem. ;)

      TSchau

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      ______________) t e f a n

    • Birdie schrieb:

      Und unangepasste Fahrweisen wie in deinem Beispiel sind immer ein Problem. ;)
      Der Punkt ist ja, dass die Fahrweise in beiden konkreten Beispielen gar nicht so unangepasst war. Es war die falsche und zu heftige Reaktion, die die Situation außer Kontrolle geraten ließ. Wäre man einfach weiter gefahren, wäre vermutlich nichts passiert.
      Das Problem ist aber, dass die meisten Autofahrer es nicht gewohnt sind, auch nur etwas Querbeschleunigung zu spüren und auch gar kein Gefühl dafür haben und der erste Reflex ist dann, Fuß vom Gas und rauf auf die Bremse. Dass man durch Auskuppeln auch noch die Last von der Antriebsachse nehmen könnte, auf die Idee kommen die meisten Autofahrer nicht und sind sich auch nicht der Konsequenzen ihres Handelns bewusst.
    • nervtoeter schrieb:



      ...Bei meiner 4 Tage Testfahrt habe ich den ND provoziert ziemlich einfach weggedreht ohne Chance zum Gegenlenken und ESP war nicht, 0 obwohl an...
      Hättest du vielleicht einfach probieren sollen gegenzulenken, zu viel, zu wenig ist erst mal nicht so wichtig, tust du nichts passiert nichts, genau so soll es sein!

      Die Meinungen zum ESP am ND gegen ähnlich weit auseinander wie die zum Bridgestone, Tieferlegung und Spurverbreiterungen.
      Ich persönlich finde es am ND schon gut gemacht, lässt ein bisschen was zu aber greift dann sauber ein, für Jedermann sicher eine gute Lösung.
      Für meinen Geschmack hätte es eine zweite Stufe vor der Komplettabschaltung geben dürfen die etwas mehr Spielraum gibt, wenn ich gewollt etwas mit dem Heck spielen will und der Lenkwinkel mal etwas mehr Abweichung hat greift es doch recht schnell und scharf ein, für den Alltag gut, zum bewusst gewollt Spielen dürfte da ein Tick mehr gehen.
    • MaxEmil schrieb:

      Die Meinungen zum ESP am ND gegen ähnlich weit auseinander wie die zum Bridgestone, Tieferlegung und Spurverbreiterungen.
      Ist das so, oder liegt das einfach daran, dass es stark geschwindigkeitsabhängig appliziert ist? Bei 80 km/h fühlt es sich anders an, als bei 50 km/h und alle die hier ein wenig was probieren, machen das wahrscheinlich bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

      Viele Grüße Sven
      MX-5 G184 30th Anniversary, Oehlins Road&Track (70/40), I.L. Streben (Domstreben und Unterbodenstreben), Fahrwerkseinstellung (nur Werte)

      „The speed was okay, but the corner was too tight.“ (Juha Kankkunen)

    • Naja wie langsam muss Mann denn auf normaler Fahrbahn unter sein das man genug Energie aufbringt um sich zu drehen und überhaupt gar kein Regeleingriff erfolgt?

      Sicher ist die Geschwindigkeit ein Faktor, ich denke aber eher es liegt an den verschiedenen Erwartungen was das System denn wann tut und und warum.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MaxEmil ()

    • 30 km/h, nass, Kurve, Vollgas, führt zu einem so heftigen Dreher, dass es schief gehen kann, obwohl ESP an ist. Ein Regeleingriff erfolgt nahezu immer. Die Frage ist, wann und wie stark. Die erlaubte Gierrate und der dazugehörige maximale Gierwinkel, der zugelassen wird, sind stark geschwindigkeitsabhängig.

      Wenn ich ehrlich sein darf, liegt es aus meiner Sicht einfach an der mangelnden Erfahrung ein Auto überhaupt im Grenzbereich zu bewegen und es dann auch noch zu beurteilen (was war ich, was war das Auto, der Reifen, der Schlupfregler, ...). Meistens ist es eher "huch, was war das" und dann ging es so schnell, dass man hinterher kaum weiß, was überhaupt passiert ist.

      Viele Grüße Sven
      MX-5 G184 30th Anniversary, Oehlins Road&Track (70/40), I.L. Streben (Domstreben und Unterbodenstreben), Fahrwerkseinstellung (nur Werte)

      „The speed was okay, but the corner was too tight.“ (Juha Kankkunen)

    • Ich habe nichts gegenteiliges geschrieben, bin da ganz bei dir.

      Kann mir nur nicht vorstellen wie, wenn ich es auch noch selbst provoziere, ein Regeleingriff unbemerkt bleiben kann, ob er wenn er denn stattfindet die Situation rettet oder nicht ist dabei ja mal egal.
      Da nehme ich an hat das System keine Veranlassung zum Handeln gesehen oder der Eingriff blieb eben unbemerkt.

    • Also bei geringen Geschwindigkeiten in Verbindung mit Regen kann man schon viel Spielen mit dem Auto. Höhere Geschwindigkeiten, je nach dem, geht auch noch.
      Bin jetzt aber auch kein Profi und stelle mich mit dem Video unten einfach mal wieder bloß. Musste bei der ganzen Thematik irgendwie an so ein paar Szenen denken, die ich mal schnell zusammengeklickt habe. Ich für meinen Teil finde das Auto ist gut beherrschbar und ich fahre eher noch ne tendenziell zickige Kombination mit einer an sich sehr stabilen Hinterachse, die bei Regen in Verbindung mit den Federals aber schnell mal andere Wege gehen will. Muss man sich einfach drauf einstellen, dann ist das kein Problem. Ich hatte in den nun fast 22.000km (wovon ich rund 12.000km (Winter so grob rausgerechnet) die aktuelle Kombination fahre) keine Situation wo ich mir dachte "aiaiaiai".

      Also ich würde mich auch auf die Seite stellen, dass man vor dem Auto keine Angst haben muss. Man muss sich halt rantasten oder den Grenzen ganz bewusst fern bleiben. Geht natürlich nur in "selbstbestimmten" Situationen, daher bin ich schon ein Fan davon das Auto (auf sicherem Gelände) auch mal an etwaige Grenzen zu bringen. Aber dann machts einfach nur Spaß!


      Vorweg: Vieles ist halt auch provoziert, was man auch hört (Gasgeben in der Kurve und so)
      youtube.com/watch?v=duqRRrP0lFY

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      Fahrzeugthread: Joshudes Mondgestein
    • Ich habe meinen jetzt mehrere Winter im Sauerland durchgefahren. Nie gedreht, auch nicht auf Schnee. Man muss es ja nicht herausfordern und mit Verstand fahren. Was neben Heckantrieb und Sperrdifferential auch ein Problem auf Schnee ist, ist das geringe Gewicht des MX5. Steil bergab rutscht er schneller als ein CX5 an gleicher Stelle. Der hat zwar mehr Hangabtriebskraft aber auch mehr Druck auf die Reifen und daher mehr Grip. Bergauf hilft ein 20kg-Sack Auftausalz im Kofferraum... nicht zum streuen, sondern als Gewicht für die Hinterachse. :) . An den TO: Kaufen und Spaß haben, sich nicht überschätzen.

      Seit 30.03.2016 ND 2.0 SL in rubinrot :thumbsup:

    • Svanniversary schrieb:

      30 km/h, nass, Kurve, Vollgas, führt zu einem so heftigen Dreher, dass es schief gehen kann, obwohl ESP an ist. Ein Regeleingriff erfolgt nahezu immer. Die Frage ist, wann und wie stark. Die erlaubte Gierrate und der dazugehörige maximale Gierwinkel, der zugelassen wird, sind stark geschwindigkeitsabhängig.
      Sorry für OT, aber weil es gerade passt: Sven, Ist das tatsächlich alles Applikation oder schlicht der Physik geschuldet? Bei der von dir geschilderten Situation passiert doch (so verstehe ich das) Folgendes: (Sagen wir mal bei einem stark nach links eingeschlagenen Vorderrädern und kleinen Geschwindigkeiten, so eine "Abbiegesituation")

      1. Anforderung "Vollgas" wird durch Motorsteuergerät verstanden, akzeptiert und umgesetzt
      2. Durch LSD drehen beide Hinterräder abrupt durch
      3. Massiver und plötzlicher Haftungsabriss an der HA erfolgt (ohne, dass das Fahrzeug in die geplante Richtung wirklich Geschwindigkeit aufgebaut hätte)
      4. Erst jetzt: Eingreifen Regelsystem (reaktiv) wird gestartet
      5. (vermutlich gleichzeitig) Wegregeln Motormoment und Bremseingriff vorn rechts um das "Gegenmoment" zum Dreher aufzubauen

      Und hier liegt nach meinem Verständnis der Hund begraben: Das (rechte) Vorderrad, über das du das "Gegenmoment" zum Rutscher aufbauen müsstest, bewegt sich in der Situation ja kaum (relativ zur Fahrzeugbewegung) und hat dementsprechend weniger Einfluss auf die Gierrate des Fahrzeugs, oder? Egal wie massiv du hier einbremst, du wirst die Hinterachse nicht mehr "einfangen" können. Der kurze Radstand verstärkt den Effekt. So kann ich mir zumindest erklären, warum die Regeleingriffe bei höheren Geschwindigkeiten gefühlt "schneller" und "Strenger" zu sein scheinen - vielleicht sind hier einfach die Möglichkeiten größer, weil die schneller in "Zielrichtung" drehende VA mehr Gegenmoment übertragen kann?

      Auch kann ich mir durchaus vorstellen (aber das ist Glaskugelgucken, ich bin ja kein Applikateur), dass die "großen" Hersteller die Regelsysteme tiefer integrieren und das ESP z.B. bei voll eingeschlagenen Vorderrädern überhaupt kein "Vollgas" zulässt um solche Situationen "im Keim" zu ersticken. Weiß ich aber nicht. Wäre mit all den CAN-Bus-Daten natürlich umsetzbar (laufen die Scheibenwischer? Lenkwinkel? Waren ABS- oder ESP-Eingriffe auf den letzten 100m nötig?)

      Bin gespannt auf eure Meinungen!
      Christoph
    • Das ist Applikation. Du kannst ein Auto auch problemlos bei 30 km/h so einschnüren, dass gar nichts mehr geht. Das geht aufgrund der geringeren Geschwindigkeit und Dynamik sogar besser, als bei höheren Geschwindigkeiten.

      Das ASR/ESC arbeitet auch nicht nur reaktiv, sondern auch proaktiv, in dem abhängig vom Fahrzustand Grenzen für das Motormoment, etc. gesetzt werden.
      Zusätzlich läuft ein Reibwertschätzer mit, so dass die Systeme sogar wissen, wieviel Moment aktuell übertragen werden kann (solange keine Reibwertsprünge auftreten).

      Die Antriebsschlupfregelung nehme ich z.B. beim MX-5 nur sehr schwach war. Bei anderen Herstellern ist das Einbremsen bzw. die Momentenbegrenzung für die Hinterachse das Hauptinstrument, um übersteuern zu verhindern. Das führt dann aber auch zu einem trägen und zähen Verhalten, dass man beim MX (zum Glück) wohl nicht haben wollte.

      Viele Grüße Sven
      MX-5 G184 30th Anniversary, Oehlins Road&Track (70/40), I.L. Streben (Domstreben und Unterbodenstreben), Fahrwerkseinstellung (nur Werte)

      „The speed was okay, but the corner was too tight.“ (Juha Kankkunen)

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