Neuer Bußgeldkatalog

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    • Neuer Bußgeldkatalog

      Ab dem 28.04.2020 wird unter anderem der Bußgeldkatalog mal wieder verschärft. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen findet ihr hier.

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    • dave_man schrieb:

      Der Link funzt bei mir nicht...
      Seltsam. Der AvD scheint die Seite geändert zu haben. Hier ist dann direkt der Text aus der Pressemitteilung:



      Novellierte Straßenverkehrsordnung ab 28. April in Kraft



      • Massive Verschärfung von Tempobußen
      • Fahrverbote und zwei Punkte bereits ab 21 km/h Überschreitung
      • Lkw: Rechtsabbiegen innerorts nur mit Schrittgeschwindigkeit

      Der Automobilclub von Deutschland (AvD) macht darauf aufmerksam, dass ab Dienstag, 28. April 2020 die überarbeitete Straßenverkehrsordnung (StVO) gilt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer kündigte jetzt in Berlin das Inkrafttreten der bereits im Februar beschlossenen Änderungen an. Unter den Neuregelungen finden sich eine Reihe deutlich verschärfter Strafen, auch für geringfügige Übertretungen.

      Bereits ab 21 km/h gibt es Punkte

      Überschreitet der Fahrer eines Pkw, Lkw oder Motorrades ein innerorts geltendes Limit um 16 km/h, wird das bereits mit einem Punkt geahndet. Ein Fahrverbot droht nun schon ab 21 km/h zu viel, hinzukommen zwei Punkte. Auch außerorts sinkt der Grenzwert: Ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte setzt es nun bereits ab einer Übertretung um 26 km/h.

      Die mit einer Geschwindigkeitsübertretung verbundenen Bußgelder sind in der Novelle ebenfalls kräftig erhöht worden. 30 Euro sind bei Überschreitung bis 10 km/h angesetzt, ab 16 km/h sind innerorts 70 Euro und außerorts 60 Euro zu zahlen. Die Sätze ab 21 km/h steigen auf 80 Euro bzw. 70 Euro, ab 26 km/h werden innerorts 100 Euro und außerorts 80 Euro verlangt. Begründet werden die Erhöhungen mit der Hoffnung, die Autofahrer zu „mehr regelkonformem Verhalten“ anzuhalten und die Zahl der „Unfälle mit Verletzten und Toten“ zu reduzieren. Die bisher vorgenommene Differenzierung innerhalb der Sanktionen zwischen Pkw, Lkw und Motorrad wurde ersatzlos gestrichen.

      AvD: Höhere Kontrolldichte wirksamer als höhere Bußgelder

      Der AvD macht darauf aufmerksam, dass die Bußgelder erst vor wenigen Jahren angehoben wurden, ohne dass eine nennenswerte Änderung bei der Zahl der geahndeten Übertretungen zu registrieren war. 2019 war zudem ein historischer Tiefststand bei den Verkehrsopferzahlen zu verzeichnen.

      Der AvD spricht der erneuten Verschärfung der Sanktionen die Eignung einer zusätzlichen Abschreckungswirkung ab. Es mangelt vielmehr an Kontrollen, die bestehenden Verkehrsregeln gegenüber Kraftfahrern, aber auch gegenüber Radfahrern und Fußgängern, durchzusetzen. Die Sparpolitik der Bundesländer bei den Polizeibehörden wirkt sich jedoch auf die notwendige personelle Ausstattung aus. Der AvD kritisiert in diesem Zusammenhang auch, dass die Verschärfungen der Sanktionen für Tempoverstöße erst durch eine Empfehlungsvorlage der Bundesrats-Ausschüsse Anfang Februar 2020 in die StVO-Novelle aufgenommen wurden, ohne dass diese zuvor in den Fachgremien erörtert werden konnten.

      Falschparken deutlich teurer – Blitzerapps werden verboten

      Mit der StVO-Novelle gehen auch ein restriktiveres Vorgehen gegen Falschparker und ein verbesserter Schutz für Radfahrer einher. So wird das unberechtigte Parken auf einem Behindertenparkplatz um 20 Euro teurer und kostet nun 55 Euro. Dieser Satz gilt ebenso bei Parken in zweiter Reihe oder auf Geh- und Radwegen. Kommt eine Verkehrsbehinderung hinzu, werden 70 Euro und ein Punkt fällig, bei Gefährdung sogar 80 Euro und ein Punkt. Die Verwendung sogenannter Blitzerapps auf Smartphones wird verboten.

      Mindestabstand beim Überholen von Radfahrern und Einrichtung einer Fahrradzone

      Ein vorrangiges Ziel der StVO-Änderungen ist der Schutz von Radfahrern. Fahrzeuge vor Kreuzungen müssen bei einem angelegten Radweg jetzt einen größeren Abstand beim Parken einhalten. Bei Überholvorgängen von einspurigen Fahrzeugen (Radler und E-Tretroller) ist innerorts ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, außerorts sogar von 2 Metern. An Engstellen an denen dieser Mindestabstand mutmaßlich nicht eingehalten werden kann, kann per Schild das Überholen einspuriger Fahrzeuge untersagt werden. Kommunen dürfen jetzt auch Fahrradzonen ausschildern, in denen andere Verkehre durch Zusatzbeschilderung freigegeben werden können. Auch ist jetzt eine Grünpfeilregelung ausschließlich für Fahrradfahrer ausweisbar.

      Lkw: Rechtsabbiegen innerorts nur noch in Schrittgeschwindigkeit

      Für Lkw ab 3,5 t ist beim Rechtsabbiegen innerorts verpflichtend Schritttempo festgeschrieben, wenn mit Rad- und Fußverkehr zu rechnen ist. Der AvD begrüßt diese Neuerung, da sie die Sicherheit von Radfahrern und anderen motorisierten Zweiradfahrern an Kreuzungen erhöht. Alle Kraftfahrer bleiben aufgefordert, den Abbiegevorgang immer rechtzeitig durch Blinkzeichen anzukündigen. Die Zweiradfahrer sollten sich ebenfalls vorsichtig verhalten und z. B. an Ampeln keinesfalls rechts neben Lastkraftwagen anhalten.
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    • Das wird Wirkung haben, dies jedenfalls bei mir. Auf den FS kann und möchte ich vier Wochen nicht verzichten. Jeweils bei 66 km/h einen Punkt zu kassieren auch nicht.
      Bis jetzt habe ich in 20 Jahren einen Punkt eingefahren (böser ND). Vorher war mal irgendwas, glaube ich jedenfalls. Ab dem 28. kann man sich jetzt schnell einen nicht so schönen Punktestand aufbauen!
      Bin gespannt, ob es auch bei anderen Wirkung zeigt! Wenn die Leutchen beim Überholen wenigstens beim Einscheren genug Abstand lassen würden. Meistens wird haarscharf überholt und die Steinchen finden sich dann auf der Motorhaube wieder.
      Aus der 70er-Zone Landstraße einen Ortseingang übersehen und mit 75 km/h geblitzt werden, da hilft dann auch nicht die Toleranz von 3 km/h.

      Wird ein völlig entspanntes Fahren. Den MX5 kann man bereits jetzt unter Einhaltung der StVO kaum an seine Grenzen bringen. Hat man seinen FS lieb, dann ist es jetzt ganz vorbei.

      Der Abstand zu Fahrrädern ist auch sehr großzügig. Seit Corona haben wir ja alle ein gutes Augenmaß für Abstände von 1,5 bis 2 Metern entwickelt. Die Fahrradfahrer sind damit wie andere Pkw beim Überholen. Unser MX5 ist 1.735 mm breit.
      Im größeren Konvoi feiertags und bei gutem Wetter, na dann viel Spaß!
      Das Nebeneinander von zwei Fahrrädern + 2 Meter Abstand ist cool! Behinderung des Verkehrs auf Nebenstrecken wohl kaum gegeben.

      Mich freut es aber für die Justiz und die Rechtsanwälte. Hier werden auf jeden Fall Arbeitsplätze gesichert!

      ND 2,0 Sports-Line, ST mit SP, Magmarot, BBS, SPS Street, I.L. Spurplatten, Lenkrad Zymexx ZStyle#1 Performance, Fox ESD re. mit Zymexx Diffusor, Mesh Grill „s“ , sequentielle Blinker h. u. The Cone
    • Ich würde mal sagen, hier in der Umgebung fährt man dann nicht mehr 20 sondern nur noch 15 km/h laut Tacho drüber und um den Abstand zu Fahrradfahrern kümmern sich eh die wenigsten. Bleibt also alles beim Alten.
      Mir tun eher die Leute in den dicht bebauten Stadtteilen leid. Dort herrscht eh schon Parkplatzmangel und bisher war es zum Abend oder Nachts normal, dass Leute an einem Baum zwischen zwei Parkbuchten in zweiter Reihe geparkt haben. Bei den neuen Preisen kommen da bestimmt einige ins Rotieren und fahren dann Stundenlang im Kreis, ob das nun soviel besser ist ?(

    • Naja, für mich liest sich das alles so das neben Corona bald noch weniger Leute auf den Straßen unterwegs sein werden. So viele Führerscheine die eingezogen werden. Ein Schild übersehen, Zack, Lappen weg.

      Gruß, Waldi

      G160 Roadster + SL in schwarz, im Sommer JapanRacing JR18 8Jx17 ET35 in Gold mit 215/40 MPS4, 205/45 auf Sparco Trofeo 4 7Jx17 ET37 in Gloss Bronze im Winter. Eibach Federn, Insta Waldi_2_4
    • Wie in der Vergangenheit ggf. auch. Im europäischen Kontext stehen wir immer noch ziemlich gut da.

      Als jemand, der in seinem ganzen Leben noch keine Punkte hatte, sehe ich das eher gelassen.

      Viele Grüße Sven
      MX-5 G184 30th Anniversary, Oehlins Road&Track (70/40), I.L. Streben (Domstreben und Unterbodenstreben), Fahrwerkseinstellung (nur Werte)

      „The speed was okay, but the corner was too tight.“ (Juha Kankkunen)

    • Wird von vielen Menschen eben nicht so gesehen, wie von Vielfahreren. Kommt man nachts auf einer dreispurigen Autobahn an, so muss man beim Einfahren in eine Tempobegrenzung (die dort tagsüber eine Bedeutung hat), jetzt richtig auf die Bremse treten. Viele glauben ja, dass es dort sowas wie eine Schamgrenze gibt und erst X Meter hinter dem Schild geblitzt werden darf. Da dem so nicht ist, kann man dann schön von 150 auf auf 100 runterbremsen, auch wenn man komplett alleine unterwegs ist. Bisher reichte Fuß vom Gas, dann war man am Schild schon ein gutes Stück langsamer.... und jetzt hat man schnell noch eine Punkt an der Backe.
      Die richtig harten Unfälle (Missachtung der Vorfahrt, wegen Unachtsamkeit gegen den Baum, mit 150+x über die Landstraße....) die wird man damit nicht verhindern.

      Grüße

      Andreas

      MX-5 G184 Signature in schwarz, Öhlins Road & Track (70/40), I.L. Motorsport Domstrebe (Front + Heck), Zymexx Blinker

    • Anditburns schrieb:

      Viele glauben ja, dass es dort sowas wie eine Schamgrenze gibt und erst X Meter hinter dem Schild geblitzt werden darf. Da dem so nicht ist,
      Jein. In den Ländern (ausser NRW!) gibt es unterschiedliche Erlasse der zuständigen Ministerien, wlecher Abstand eingehalten werden soll bzw. muss. Dies wird in der Regel auch beachtet. Krux ist allerdings, dass ein Verstoß nicht zwingend zu einer Unverwertbarkeit der Messung führt. Die Gericht gehen damit sehr unterschiedlich um.
      matzkeit.de
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    • Und da machen jetzt 15 km/h den Unterschied? Sicher nicht.
      Auch bisher gab es ggf. bei 2 Mal 25 km/h zu schnell innerhalb von einem Jahr ein Fahrverbot.
      Die Grenze habe ich bisher erfolgreich vermieden und bin ganz positiv, dass mir das weiterhin gelingt.

      Gerade als Vielfahrer kennt man ja auch seine Strecken irgendwann.

      Die grösste Gefahr sehe ich aber auch auf der Autobahn, wenn man sehr schnell fährt und ein Schild übersehen wird, oder sehr überraschend kommt.

      Auf der Landstraße bin ich absolut nicht der Typ, der sich immer ans mögliche Limit heran tasten muss. Da wird mit leicht höherer Geschwindigkeit vorschriftsmäßig gefahren und gut.
      Mag komisch klingen, entspannt aber sehr und vermeidet zuverlässig unnötige Ausgaben.

      Viele Grüße Sven
      MX-5 G184 30th Anniversary, Oehlins Road&Track (70/40), I.L. Streben (Domstreben und Unterbodenstreben), Fahrwerkseinstellung (nur Werte)

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