Präzise und verlässlich schon, trotzdem ist das als Messinstrument falsch kalibriert. Das Ding liefert zwar immer annähernd dieselben Falschwerte, aber eben Falschwerte. Als den Naturwissenschaften nahestehendem Menschen stört mich sowas einfach.
Die Tankuhr ist ja noch schlimmer: Wenn die auf 0 steht, hat der Tank (evtl. bis auf eine Reserve über die offizielle Füllmenge hinaus) leer zu sein, nicht noch 7 bis 8 Liter zu beinhalten.
Eine Anzeige, die die Realität abbildet, wäre sehr viel beruhigender als dieses Schätzeisen, wo man bei 0 wahrscheinlich noch irgendwas zwischen 70 und 100 km weiterfahren kann, aber eben nicht annähernd weiß, wann der Tank denn nun wirklich leer ist. Denn die Durchschnittsverbrauchsanzeige ist ja zu allem Überfluss auch noch vollkommen überzogen optimistisch (bei mir ca. 0,5 l/100 km zu niedrig), was wiederum zum Gesamtbild überhaupt nicht passt.
Vielleicht stört mich das so sehr, weil ich als erstes Auto einen ganz altmodischen Passat hatte, der zwar nichts als eine analoge Tankanzeige hatte, die ging dafür gerade im unteren Bereich aber extrem genau. Es war auch ohne Restreichweitenanzeige überhaupt kein Problem, den Tank bis auf 2 Liter oder so leerzufahren. Ich sehe einfach nicht ein, dass in 25 Jahren Autoentwicklung ein derartiger Rückschritt gemacht worden sein soll.
Aber noch eine Frage: Sind die 45 Liter eigentlich der wirkliche Tankinhalt oder kommt da noch eine Reserve hinzu? In den Passat hab ich irgendwann mal 3 Liter mehr reingepumpt als als Tankgröße angegeben waren, daher frag ich, ob das so üblich ist...