Beiträge von FROSTBOX

    Wir sind OT, aber ich stimme gänzlich zu: die Charakteristik eines Reifens und das Fahrverhalten sind definitiv unterschiedliche Paar Schuhe, auch unabhängig davon, dass es das beeinflussbare "grundsätzliche" Fahrverhalten gibt und darüber hinaus das Verhalten in Ausnahmesituationen, das nur begrenzt beeinflussbar ist, bzw. einen Trainingsstand voraussetzt, den eher die Wenigsten haben.


    Ich habe mit den Potenzas 2 Fahrertrainings absolviert (die bekanntlich i.d.R. auf unterschiedlichen, aber meist feuchten Belägen stattfinden), ADAC Intensiv- und Perfektionstraining. Da lernt man diese geringe Übergangsphase des Reifens gut kennen. Ich sprach die Trainer darauf an und sie beobachteten darauf meinen MX-5 gezielt und sagten: der Punkt, an dem der Haftungsverlust beginnt ist grundsätzlich okay, aber der Grad des Verlusts sei schon heftig. Mich haben die Trainings ansonsten viel Demut gelehrt... den o.g. Trainingsstand würde ich mir selbst nur sehr eingeschränkt unterstellen.


    Abgesehen davon ist es alleine konstruktionsbedingt schon schwierig, den MX-5 mit seinem geringen Achsenabstand nach Haftungsverlust abzufangen (gutes Beispiel sind die Dynamikplatten, bei denen eine verschiebbare Platte beim Überfahren gezielt die Hinterachse "wegkickt"). Man kann den MX-5 schon abfangen, aber es ist ungleich schwieriger, als dies z.B. bei einem viel größeren und schwereren 5er BMW oder einem Passat der Fall ist, ich habe beides ausprobiert, der Unterschied ist immens. Der MX-5 gerät einfach viel schneller und heftiger in Bewegung, die Reaktionszeit ist einfach sehr viel kürzer.


    Daher ist - unabhängig von der grundsätzlichen Vorsicht - der "Normalfahrer" in einem Auto wie dem MX-5 also eigentlich besonders stark abhängig von Reifen mit spätem Haftungsverlust und möglichst "smoother" Übergangsphase. Meine Meinung.

    Bezüglich des S001, der Reifen ist für meine Begriffe absolut fahrbar. Bei trockenem Wetter hatte ich noch nie Probleme, selbst bei zügiger Fahrt in der Eifel, Vogesen, Harz nicht.
    Im Nassen zeigt er einige Schwächen aber auch noch im normalen Rahmen.


    LG Olli

    Ich hatte einen ab Serie montierten Potenza auf meinem damals neuen NC (vor genau 3 Jahren) und fand ihn im Trockenen sehr "grippig", im Nassen aber fast schon gefährlich, weil wirklich schon eine kleine Unachtsamkeit beim Gasgeben das Heck kommen ließ. Man kann das durch ausgeprägte Vorsicht weitgehend komplensieren, aber im Nassen fand ich den Potenza wirklich sehr schwierig, da ich i.d.R. mit der Front voraus durch die Kurven fahren möchte...


    Das war allerdings vor 3 Jahren und ein NC (dessen Verkauf vor einer Woche mir angesichts des Wetters in den letzten Wochen wirklich arge Schmerzen verursacht).

    Moin moin,


    habe dazu hier noch nichts gefunden, könnte aber eventuell auch für andere interessant sein: ich werde meinen graphitgrauen G160 SL standardmäßig mit den brilliant-silbernen 17"-Felgen ausgeliefert bekommen. Mir gefallen aber die Design 66 besser (Satz aus England geliefert insg. 780 EUR) und ich möchte sie gerne im Sommer fahren, nicht im Winter.


    Ich würde gerne direkt nach Erhalt die Reifen (vermutlich werden Bridgestone Potenza montiert sein) von den Standard-Felgen abziehen und auf die D66 aufziehen. Die Standard-Felgen würde ich dann im Oktober mit Winterreifen beziehen und durch den Winter fahren.


    Da dieser Wechsel mit komplett neuen Reifen passieren würde, lohnt sich der Kostenaufwand auf jeden Fall. Auch wenn die Potenza hier offenbar keinen guten Ruf genießen, sind sie denooch mir zum Wegschmeißen zu schade.


    Ich weiß, dass das Demontieren und Remontieren von Reifen - zumal auf unterschiedlichen Felgen - eher unüblich ist.
    Was genau spricht dagegen oder haltet Ihr dieses Vorgehen für praktikabel?