Nach meiner Meinung ist der MX5 das perfekte Auto um das Thema Rev-Match zu lernen: Relativ teigige Bremsen, gute Positionierung der Pedale und fixes Ansprechverhalten - die optimale Kombination. Beim Motorrad ist das Thema ja noch komplexer, weil gleichzeitig der rechte Fuß bremsen, der linke Fuß schalten, die rechte Hand Bremsen und den Gasstoß dosieren und die linke Hand kuppeln muss - eigentlich ein koordinatorischer Overkill.
Die Einsteigerübung sah beim Motorrad aus wie folgt: Konstant 50-60 km/h fahren und dabei (ohne die Geschwindigkeit zu ändern) zwischen dem zweiten und dem sechsten Gang hin- und herschalten. Das geht auch mit dem MX5 und lässt sich wunderbar üben, um ein Gefühl für die richtigen Drehzahlanschlüsse zu bekommen. (Der Limiter ist ein gutes Hilfsmittel um dabei nicht auf den Tacho gucken zu müssen!)
Erst wenn das klappt, würde ich die Bremse dazunehmen. Und auch das kann man dann ganz entspannt im Alltag (beim Zurollen auf eine Ampel etc.) üben; zu Beginn dann halt beim sehr sanften Anbremsen (dann kann man noch immer korrigieren und merkt am besten, ob man nicht versehentlich beim Gasstoß den Bremsdruck erhöht). Wenn der Gasstoß nicht passt, bleibt man halt auf der Kupplung und versucht es noch mal.
Am Anfang kommt da nur Mist bei raus: Bei jedem Gasstoß tritt man versehentlich fester auf die Bremse und produziert ein unschönes "Nicken", verfehlt das Gaspedal oder dreht die Karre ohne es zu wollen in den Begrenzer, weil man schon beim Bremsen beide Pedale nutzt - da hilft dann nur Üben.
Irgendwann geht das dann in Fleisch und Blut über. Ich bremse inzwischen selbst unsere Familien-Ranzbimmel (Dacia Lodgy) mit Rev-Match zusammen, das macht Spaß, schont die Kupplung und sorgt für verdutzte Gesichter bei Mitfahrern... 