Leider gehöre ich mittlerweile auch dazu. Mein Getriebe hatte bedauerlicherweise keine Lust mehr, mit mir zu spielen. Letzten Sommer (07.2025) hat der zweite Gang sich entschieden, nicht mehr dabei zu sein. Es hatte mich 54500 km begleitet und hat einiges mitgemacht. Vom Motorschaden während des Einbaus und der Abstimmung des Kompressors ganz am Anfang, mehrfache Leistungssteigerungen und weitere Umbauten bis zu einigen falschen Schaltvorgängen von meiner Seite aus.
Es war Gott sei Dank nicht bei Vollgas auf der Autobahn, sondern innerhalb einer Ortschaft, bei zirka 20 km/h. Ich fuhr hinter zwei Fahrradfahrern und konnte sehr lange nicht überholen. Als dann die Gelegenheit zum Überholen bestand, bin ich im zweiten Gang an den zwei vorbei. Allerdings, in dem Moment, als ich zum Überholen ansetzte, knallte es so sehr, dass ich dachte, der ganze Wagen würde sich in zwei Hälften teilen. Einer der zwei Radfahrer ist erschrocken und ist im Graben gelandet, kein Witz. Danach klapperte und rappelte es nur noch sehr laut unter dem Wagen. Ich dachte zuerst an die Kardanwelle oder die Antriebswellen, aber beim Versuch, zu schalten, kam die Ernüchterung. Getriebe. Es hörte sich an, als wären Metallstäbe in einem Mixer. Ich rollte dann ein paar Meter und stand dann am Hafen in Traben-Trarbach. Dank AVD und einigen Telefonaten konnte ich vereinbaren, dass der Wagen nach Hause zu mir in die Garage transportiert wird. Da stand er nun. Ich hatte zwar irgendwann damit gerechnet, aber wenn es dann so weit ist, das ist schon hart. Das war an einem Sonntag. Also fing ich montags an, mich um Ersatzteile zu kümmern. Und ich habe wirklich innerhalb einer Woche alle neuen Ersatzteile zusammen gehabt. Das hat mich selber überrascht. Neues „Jungfräuliches“ Getriebe. ZMS aus Schweden, die Preise für ein ZMS waren eine Sauerei und schwankten fast um das Doppelte extrem stark. In Schweden habe ich gerade mal 460€ inkl. dem Versand bezahlt. Die anderen Kleinteile und auch das Öl waren kein Problem. Kupplung wurde nicht gewechselt. Ich habe ja den Getriebeausbau (2021 Kupplungswechsel) schon mal durchgemacht. Aus dieser Erfahrung heraus habe ich mir noch einen Getriebeheber und einen Motorheber besorgt. Und wie schon erwähnt: Innerhalb einer Woche waren alle Teile bei mir zu Hause. Am darauf folgenden Wochenende konnte ich dann mit dem Getriebewechsel anfangen. Ich wusste ja aus der Vergangenheit, wie der Ablauf war, somit war es sehr entspannt. Beim ersten Mal war der Kompressor demontiert (Revision) und ich hatte sehr viel Platz zum Arbeiten. Dieses Mal wollte ich versuchen, den Kompressor montiert zu lassen, und es hat geklappt.
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Gruß
schlapper