Sauger Tuning

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    • Hallo, sehr interessantes Thema hier, wir gerade an einer Sauger Lösung intressiert! Und auch bereits an Lösungen, desweiteren werden wir eine Einzeldrossel Anlage verbauen, und diese auch tüven, das Geräusch wird sich aber nicht so krass ändern!

      Eine zylinderkopfbearbeitng mit Nocken bringt richtig was, und dazu die ITB, dann sehe ich 230 PS.

      Beim Sauger kommst du an keine loadlimits dran.

    • Ich denke der Thread ist noch gut.
      Was ich mich als Laie frage, ist wie es z.B. Ingenieure im Motorradbau schaffen, Motoren mit Literleistungen bis fast 200 PS und Drehzahlen bis 12.000 Touren zu konstruieren. Das würde hochgerechnet für den Motor des nd locker über 300 Ps bedeuten. Ist dabei auch eine Einzeldrosselanlage, scharfe Nockenwellen, Leichtbauweise etc. im Spiel?
      Kennt sich da jemand aus?

      Grüße aus Neuss 8)

    • Leistung ist Drehmoment mal Drehzahl.
      Das ist ein Teil der Antwort. Kleine Motoren mit leichtem Laufzeug lassen sich gut auf hohe Drehzahlen trimmen.
      Der Nachteil bei so einer Auslegung ist, dass bei niedrigen Drehzahlen wenig Drehmoment zur Verfügung steht, was bei einem Pkw eine schlechte Fahrbarkeit ergibt.
      Bei leichten Motorrädern mit kleinen Motoren funktioniert das.

      Bei PKW Saugmotoren sind um die 100 PS/Liter oder ein wenig mehr noch relativ konventionell durch klassisches Tuning zu erreichen.

      Viele Grüße
      Sven

      MX-5 G160 Sportsline mit Sportpaket, KW V3, Bastuck Abgasanlage
      Fahrwerkgeometrie: Fahrwerkseinstellung (nur Werte)

      „The speed was okay, but the corner was too tight.“ (Juha Kankkunen)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MX505 () aus folgendem Grund: Schrechtreibfehler.

    • MX505 schrieb:

      Der Nachteil bei so einer Auslegung ist, dass bei niedrigen Drehzahlen wenig Drehmoment zur Verfügung steht, was bei einem Pkw eine schlechte Fahrbarkeit ergibt.
      Bei leichten Motorrädern mit kleinen Motoren funktioniert das.
      Schlechte Fahrbarkeit: Video

      Ansonsten hast Du recht. Und über die Haltbarkeit muss man da auch reden. Bei Motorradmotoren sind die Wartungsintervalle deutlich kürzer...
    • Was willst Du denn mit dem Video sagen?

      Funktioniert bei leichten Fahrzeugen und hohen Drehzahlen? Stimmt, deswegen geht das im Motorad sehr gut.
      Aber mit einem normalen PKW im Stadtverkehr ist es definitiv vorbei mit der guten Fahrbahrkeit, es sei denn man hoppelt die ganze Zeit im ersten und zweiten Gang durch die Gegend.

      Die Hayabusa hat 138 Nm bei 7.000 1/min. Das sind also im Maximum gerade einmal ca. 70 % vom 2,0 Liter Motor. Ich habe leider keine Drehmomentkurve gefunden, aber ich nehme mal an das bei 2.000 - 3.000 1/min. deutlich unter 100 Nm anliegen, also ungefähr soviel wie beim VW Up! mit 60 PS. Da hätte ich im MX wenig Freude dran und das ist das was ich mit schlechter Fahrbahrkeit meine.

      Man muss dabei auch immer Bedenken, dass das Drehmoment die Zugkraft am Rad bestimmt. Die Leistung besagt wie lange bzw. bis zu welcher Drehzahl das Moment anliegt. D.h. hohe Leistung alleine bringt insbesondere in "schweren" PKWs nichts, wenn sie in Verbindung mit niedrigem Drehmoment und hohen Drehzahlen erreicht wird.

      Viele Grüße
      Sven

      MX-5 G160 Sportsline mit Sportpaket, KW V3, Bastuck Abgasanlage
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MX505 ()

    • Es ist nicht so wirklich fahrbar, wie man sieht. Genauso ist es nicht so schlau einen V8 mit x Litern in den MX-5 zubauen, da man ein riesen Drehmoment bekommt bei geringen Drehzahlen, das man aber nicht auf die Straße bringen kann.

      MX505 schrieb:

      Die Leistung besagt wie lange bzw. bis zu welcher Drehzahl das Moment anliegt.
      Das checke ich nicht wirklich. Durch Messungen werden die Kennlinien für Leistung und Drehmoment über die Drehzahl bestimmt. Man sieht immer, dass das max Drehmoment vor der max Leistung erreicht wird.
      Man hat beim Punkt der max Leistung weniger als max Drehmoment, aber das mit höherer Drehzahl -> Mehr Energie -> Energie pro Sekunde == Leistung

      Der Motor muss zum Fahrzeug passen. Eine HelikopterTurbine in ein Auto zu bauen macht wenig Sinn, Joe Leno macht es trotzdem.
    • Wenn man eine Idee davon haben will,was bei einem Sauger möglich ist, sucht man sich am besten Beispiele.
      Die Krone des straßenverkehrszugelassenen Saugmotors stellt meiner Meinung nach das Aggregat des Ferrari 458 Speciale dar, der dazu noch recht gut mit dem Mazda vergleichbar ist. Der Motor hat nur etwas mehr als doppelt soviel Hubraum wie der Mazda, dafür aber doppelt so viele Zylinder. Das bedeutet die Verhältnisse pro Zylinder sind vergleichbar.

      Der Ferrari hat 605PS, mittels Dreisatz auf die 2l des Mazda skalliert wären das 260PS.
      Der Ferrari hat 540Nm, mittels Dreisatz auf die 2l des Mazda skalliert wären das 240Nm.

      Die berechnete Leistung von 260PS kann der Mazda aber kaum erreichen, weil er im Gegensatz zum Ferrari ein Langhuber ist. die Kolbengeschwindigkeit ist bei einem Langhuber bei gleicher Drehzahl höher,daher kann der Mazda kaum die 9000 U/min des Ferrari erreichen, weiterhin steht bei einem Langhuber auf Grund des kleineren Kolbendurchmessers nicht soviel Ventilquerschnittsfläche zur Verfügung, was den maximalen Gasdurchsatzbegrenzt.
      Bei gleicher Kolbengeschwindigkeit des Ferrari (24,3m/s) erreicht der Mazda nur 8000U/min Wieder im Dreisatz ermittelt 8000*260/9000=231PS
      Fazit: 230PS / 240Nm sind maximal erreichbar, wobei die 8000U/min schon sehr mutig wären. Fraglich, ob der Mazda Kurbeltrieb das aushält.

      Rechnet man mit der Abregeldrehzahl des Mazda: 7100*260/9000=205PS

      Wie der Zufall (nein Zufall ist es nicht) das so will, kann man genau dieses Paket bereits fertig bei BBRGTI kaufen.
      Eine Einzeldrosselklappenanlage brauchen die nicht dafür, nichtmal einen anderen Auspuff, wenn man mal vom Krümmer absieht. Im übrigen bekommt man sowas nicht mit Einzelmaßnahmen hin, sondern es ist immer ein einaufeinander abgestimmtes Paket.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von t244 ()

    • Leto89 schrieb:

      MX505 schrieb:

      Die Leistung besagt wie lange bzw. bis zu welcher Drehzahl das Moment anliegt.
      Das checke ich nicht wirklich. Durch Messungen werden die Kennlinien für Leistung und Drehmoment über die Drehzahl bestimmt. Man sieht immer, dass das max Drehmoment vor der max Leistung erreicht wird.Man hat beim Punkt der max Leistung weniger als max Drehmoment, aber das mit höherer Drehzahl -> Mehr Energie -> Energie pro Sekunde == Leistung

      Der Motor muss zum Fahrzeug passen. Eine HelikopterTurbine in ein Auto zu bauen macht wenig Sinn, Joe Leno macht es trotzdem.
      Als erstes muss man sich klar machen, dass Leistung und Drehmoment nicht unabhängig voneinander sind, sondern dass sich die Leistung aus dem Drehmoment berechnet:
      Leistung = Drehmoment x Drehzahl

      Die Zugkraft am Rad ist vom Drehmoment und der Gesamtübersetzung abhängig, aber nicht von der Leistung. Um so etwas zu visualisieren benutzt man in der Fahrzeugtechnik Zugkraftdiagramme (images.google.de/imgres?imgurl…gdKAAwAA&bih=864&biw=1351, Quelle: kfz-tech.de).

      In diesen Diagrammen finde ich 1:1 die Drehmomentkurve wieder, skaliert mit der Gesamtübersetzung.

      Als praktisches Beispiel nehmen wir einmal an, wir haben zwei Fahrzeuge, die beide einen (angenähert) linearen Drehmomentverlauf haben, d.h. z.B. 200 Nm von der Leerlauf- bis zur Maximaldrehzahl.

      Das erste Auto dreht bis 5.000 1/min und das zweite Auto dreht bis 7.500 1/min.:
      Fzg. 1: 200 Nm x 5.000 1/min = 105 kW
      Fzg. 2: 200 Nm x 7.500 1/min = 157 kW

      Das zweite Auto hat also mehr Leistung als das Erste, aber beide haben das gleiche Drehmoment.
      Dazu ein paar praktische Beispiele.

      Fall 1, gleiche Übersetzung:
      Beide Autos würden gleich stark beschleunigen, weil das gleiche Drehmoment anliegt. Bei Fzg. 1 muss ich bei 5.000 1/min den nächsten Gang nehmen, während Fzg. 2 noch in dem selben Gang bis 7.500 1/min. weiter beschleunigt. D.h. bei Fahrzeug 2 liegt das Drehmoment bis zu einer höheren Drehzahl an, was eine höhere Leistung ergibt und bessere Fahrleistungen, weil ich später hochschalten muss. Die Zugkraft am Rad im selben Gang ist aber gleich.

      Fall 2, angepasste Übersetzung:
      In dem Fall würde ich das Getriebe z.B. so auslegen, dass beide Fahrzeuge bei Nenndrehzahl im zweiten Gang 100 km/h fahren. Dann wäre das Auto, dass bis 7.500 1/min. dreht kürzer übersetzt (Fzg. 1 dreht bei 100 km/h mit 5.000 1/min und Fzg. 2 mit 7.500 1/min.). Damit ergibt sich dann bei Fahrzeug 2 durch die kürzere Übersetzung auch eine höhere Zugkraft am Rad (hier 150% aus 7.500/5.000=1,5), was wiederum zu einer besseren Beschleunigung führt.

      Man sieht an diesen Beispielen, dass das Fahrzeug mit der höheren Leistung am Ende auch die besseren Fahrleistungen hat. Der Grund dafür liegt aber darin wie das Drehmoment verläuft und ausgenutzt werden kann, da dieses die Zugkraft am Rad bestimmt.

      Das ist das was ich oben meinte mit dem Satz, dass bei höherer Leistung das Moment bis zu höheren Drehzahlen anliegt bzw. bei gleicher Drehzahl mehr Moment vorhanden sein muss. Die Leistung ist hier nur eine abgeleitete Rechengröße und die eigentlich relevante Größe ist das Drehmoment.

      Ich hoffe das macht es etwas verständlicher. Ich habe mir mal erlaubt, dass hier etwas breiter zu treten, da das Verständnis dieser Zusammenhänge unheimlich hilfreich dabei ist, Drehmoment- und Leistungsdiagramme zu interpretieren und zu verstehen wie sich die Fahrleistungen ergeben.

      Viele Grüße
      Sven

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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von MX505 ()

    • Ist doch alles gut, oder?

      Ich habe die Frage nur als Beispiel genommen, um die Zusammenhänge einmal ausführlich zu erklären.

      Viele Grüße
      Sven

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