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  • In welches Format exportiere ich das am besten aus Kurviger um das hier reinzustellen?


    Als Standard-Format zum Austausch von GPS-, Routen- und Trackdaten hat sich das *.gpx-Format etabliert. Nahezu jede Navi-Softi oder jedes GPS-Gerät kann mit diesem Format arbeiten. Einzige Ausnahme bei den GPS-Geräten: Die fest verbauten GPS-Geräte in den Fahrzeugen lehnen einen Import "von außen" in aller Regel ab.


    Da *.gpx aber hier nicht direkt ins Forum hochgeladen werden kann/darf, musst du diese *.gpx ins zip-Format "packen".

  • Als Langzeitarchiv ist ein gezipptes GPX tatsächlich die beste Wahl. Kurzfristig kann man aber auch auf kurviger-Strecken verlinken, so wie MXdriver das oben getan hat. Beim Export nach GPX gibt es aber verschiedene Optionen: einmal kann man als Route (eine Abfolge von Wegpunkten) oder als Track (genauer Streckenverlauf) wählen. Um einer ungewollten "Optimierung" durch störrische Navigationssoftware entgegenzuwirken empfehle ich auf jeden fall den Export als Track, damit der exakte Streckenverlauf des Tippgebers erhalten bleibt.

    Export Kurviger1.jpg


    Export Kurviger2.jpg

  • In der "klassischen Navi-Welt" ist ein Track die Aufzeichnung einer tatsächlich gefahrenen Route.


    Dieser Track kann also immer in der Praxis abweichen, weil durch Baustellen, unterschiedlichen Berechnungen der Geräte oder Lust und Laune von der ursprünglich geplanten Route abgewichen wurde. Gibt man diese Tracks weiter, ist es zwingend, dass das jeweilige Endgerät mit Tracks navigieren kann. Das ist nicht selbstverständlich. Insbesondere wenn eine Neuberechnung der Route erfolgen muss (unterschiedliches Kartenmatrial, Straßensperrung, Sat-Verlust...) sind die Ergebnisse dann oftmals nahezu unbrauchbar. Das gilt vor allem, wenn auf unterschiedlichen Endgeräten unterschiedliches Kartenmaterial verwendet wird (wovon auszugehen ist). In dem Falle sind Neuberechnungen (und somit Abweichungen) völlig normal.


    Da der Umgang mit Tracks massiv von den Fähigkeiten der Endgeräte abhängig ist, sollte man auf größtmögliche Kompatibilität setzen. Und diese Kompatibilität ist bei Straßennavigation mit gpx-ROUTEN vorhanden. Anders sieht es natürlich bei Rad-, Wandertouren usw. aus, die ganz/teilweise durch Gebiete ohne Straßen und Wege führen. Hier sind Tracks die erste Wahl.


    Um die angesprochene Abweichung in den Berechnungen zu minimieren, können u. U. auch mehr "Routenpunkte" gesetzt werden, um in den Endgeräten den "Spielraum" einzugrenzen.


    Aber vorsicht: Viele Endgeräte können keine Routen berechnen, die mehr als 50 Routenpunkte beinhalten (die meisten Garmin-Geräte). Einige ältere Geräte können sogar nur 30 Punkte verwalten. Wobei 50 Routenpunkte sehr lange Strecken sein können. Ebenfalls geräteabhängig ist die Anzahl der maximalen Punkte in einem Track. So können z. B. einige Garmin-Geräte nicht mehr als 10.000 Punkte in einem Track verwalten. Hört sich viel an, kann aber trügerisch sein.


    Beispiel: Ich habe die Trackaufzeichnung so eingestellt, dass jede Sek. ein Punkt gesetzt wird. Daraus ergibt sich, dass pro Stunde 3600 Punkte gesetzt werden. Gebe ich diesen Track weiter, sind das noch nicht einmal drei Stunden, die im Endgerät angezeigt/verarbeitet werden können.


    Werden Tracks in der App/auf dem PC "gezeichnet" (oder vom Programm von Route in Tracks umgewandelt) habe ich kaum bis gar nicht einen EInfluss, wie dicht die Punkte im Track gesetzt werden.


    Die Auswirkung:

    In den Beispielen seht ihr als Track und als Route eine Fahrt von Hannover bis an die franz. Grenze.


    In der Route seht ihr in der Statistik die Anzahl der Punkte, die Länge und die Zeitangaben insgesamt und zw. den Punkten.

    beispiel1.jpg


    Im Track sehen wir den identischen Routenverlauf, aber die Anzahl der Punkte ist deutlich unterschiedlich. Die Länge der Tour ist identisch, aber es werden mir jetzt keine Zeiten mehr berechnet.beispiel2.jpg



    In der Praxis ergibt sich jetzt, dass ich unterwegs in der Route recht simpel einen Punkt wegnehmen/einfügen kann. Nehme ich im Track einen Punkt weg, passiert mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nix (sofern das Endgerät überhaupt mit Tracks rechnen kann).


    Um also eine möglichst hohe Kompatibilität mit anderen Geräten/Apps aus unterschiedlichsten Epochen zu bekommen, sollte wenn möglich für die Straßennavigation eine gpx-Route weitergeben werden.

  • Ich habe auch schon öfter bei Touren meine unliebsamen Überraschungen mit meinem Gamin Navi erlebt. Es entwickelt hin und wieder ein unerwünschtes Eigenleben, was die zu fahrende Strecke angeht.

    Und das, obwohl ich im Vorfeld alles mögliche unternehme, um dieses Verhalten zu vermeiden.

    Ich plane auch mit Kurviger, exportiere Routen und Tracks.

    Importiert wird über BaseCamp. Da schaue ich mir zum ersten Mal die Strecke im Vergleich mit der in Kurviger an. Hier können schon erst Abweichungen zu sehen sein.

    Wenn dann auf beiden Bildschirmen alles identisch ist, importiere ich ins Gerät.

    Dann öffne ich die Strecke auf dem Gerät und gehe sie nochmals am Gerät ab. Auch hier können Abweichungen auftreten.

    Sind alle Unklarheiten beseitigt, kann es losgehen.

    Und trotzdem kann es sein, daß das Garmin irgendwo unterwegs meint, mich anders lenken zu müssen, abweichend von der hinterlegten und daheim sauber angezeigten Strecke. Und nein, Stau gibt es in der Eifel nicht.

    Es liegt mitunter an zuwenigen Zwischenzielen, die ein Streckenabschnitt enthält. Füge ich jedoch viele Zwischenziele ein, wird der Import ins Gerät auf mehrere Teilstrecken aufgetrennt, die ich dann nacheinander unterwegs reinladen muß.


    Um Sperrungen und Baustellen zu vermeiden, schaue ich mir die Strecke zusätzlich auf der Karte von verkehr.nrw an, dort sind auch die Hindernisse und Sperrungen in RLP (bei Click mit Start und Ende-Datum) zu sehen:


    pasted-from-clipboard.png


    Trotzdem habe ich bei den Baustellen "auf dem Land" gelernt, daß meist nix so heiß gekocht wird, wie es gegessen wird. Will sagen, trotz Sperrbaken fahre ich so eine Baustelle rein, weil normalerweise auch die Anwohner ja nicht ausgesperrt werden. Oft sieht man auch an zahlreichen Spuren, daß da viele durchfahren. Irgendwie kommt man da schon durch, auch wenn es mal etwas kratzt unterm Hintern. Und am Wochenende wird eh nicht gearbeitet, da kommt auch keine Gelbweste und schickt einen zurück.

    seit 3/24 ein Kinenbi von 12/22 mit K-Tec Street, 30mm/40mm Spurplatten und Domstreben v+h - Getriebetod bei 4.500km :rolleyes: Tauschgetriebe bei 8.500km :)

  • Hallo Rausposaunen,


    ja, das stimmt mit Garmin. Allerdings gehe ich nicht über die Brücke, dass dieses Verhalten bei TomTom oder den vielen Apps nicht auftritt. Ich bin ja schon einige Jahrzehnte im Garmin-Lager unterwegs und IMMER gab es mehr oder weniger Abweichungen zwischen Gerät und Basecamp (bzw. früher MapSource). Die ganz genauen Ursachen sind kaum zu ergründen.


    Ich plane eine Radtour und spiele diese GPX-Route auf einen GPSMap 66s und auf den Montana 710. Beide haben die absolut identische OSM-Karte. Auch die Routeneinstellungen sind gleich. Angeblich sollen beide Geräte auch die identische Softi haben (mit dem Unterschied, dass der Montana über das Display, der 66s über "Knöpfe" bedient wird). Und trotzdem gibt es zwischen beiden Geräten Abweichungen in der Routenführung. Das sind natürlich nie Riesenunterschiede, aber trotzdem...


    Fährt man alleine, merkt man das meistens gar nicht. In der Gruppe kann man aber schön vergleichen. Wobei das auch ganz schön nervig werden kann, wenn immer jemand "rumnörgelt", warum man "anders" als geplant fuhr. Wir haben es dann bei Gruppenausfahrten so gemacht: Wer vorne fährt, bestimmt wo es langgeht, die anderen halten die Fre.... oder fahren ganz vorne. ;)


    Das Hauptproblem liegt aber m. E. oftmals ganz wo anders.


    Beispiel: Ich plane in Basecamp eine Route mit einem persönlich angepassten Fahrprofil (z. B. Pkw mit Anhänger). Diese Route geht ins GPS-Gerät und wird dort erst einmal 1:1 übernommen. Aus verschiedenen Gründen muss unterwegs eine Neuberechnung erfolgen. Dann wird das im Gerät eingestellte Streckenprofil für die Berechnung genommen. Das kann dann schon zu Überraschungsmomenten führen.


    Will/muss man unbedingt einen ganz bestimmten Streckenabschnitt in die Planung einbauen, ist der sicherste Weg, genau dort einen oder mehrere Routenpunkte zu legen.


    Auch hierzu mal ein kleines Beispiel:

    Ich will von Süden aus kommend nicht über die Brennerautobahn fahren, sondern über die Passstraße.

    beispiel3.jpg


    Wer genau hinsieht, erkennt kurz vor der Grenze und kurz vor Gries die kleinen Punkte auf meiner Route über die Landstraße. Das sind die "Routenpunkte". Da ich diese für's Beispiel sehr eng gesetzt habe, nehme ich dem Endgerät nahezu jede Option anders zu berechnen, selbst wenn unterschiedliche Fahrprofile genutzt werden. Supergau: Hinter der Grenze ist die Passstraße gesperrt, ich muss auf die Autobahn. Zumindest bei Garmin ist das kein Problem. Kurzfassung: Im "schlimmsten" Fall fragt mich das Gerät, was mit dem "ausgelassenen" Routenpunkt passieren soll. "Überspringen" und das Problem ist gelöst. Da gibt's aber verschiedene Optionen, die von den EInstellungen abhängig sind. Kann sogar sein, dass das Gerät ganz einfach wieder bei der nächsten Möglichkeit auf die Route lotst. Wie gesagt, hängt von den Einstellungen, aber auch von den Fähigkeiten des Gerätes ab.



    Was haben wir hier im Thema:

    Wahrscheinlich können die meisten Routen hier im Thema nicht 1:1 übernommen werden, weil z. B. der Start-/Endpunkt ganz woanders liegt. Dann ist es deutlich einfacher im Endgerät (oder Softi) in einer Liste mit vielleicht 25 Routenpunkten zu korrigieren, als bei mehreren hundert Trackpunkten.