Beiträge von hifi_nok

    Bei meinen hinteren Öhlins merkt man kaum bis gar nicht die Rasterung, wenn man "zu schnell" dreht.


    Wirlich mit "spitzen Fingern" und sehr langsam drehen.

    Dabei mit der freien Hand etwas die Ummantelung der Welle festhalten, auch wenn sie mit Kabelbindern angebracht ist.


    Ansonsten probiere es wie in meinem Beispiel mit der kleinen Farbmarkierung auf dem Stellrad: 2,5 Umdrehungen = 15 "Klicks" (unter der Voraussetzung, dass Öhlins daran nichts geändert hat).


    Vorne ist's etwas "einfacher", vorausgesetzt, du hast keine Hände in Baggerschaufelgröße. Problem hierbei: du siehst nix bei der Einstellarbeit - wegen der Halterung der Domstrebe.


    - Taste dich erst einmal so vor, dass du das kleine und deutlich geriffelte Einstellrädchen mit einem Finger erfühlst... oder

    du schaust dir die Sache erst einmal mit einem kleinen Spiegel an.

    - Dann versuchst du das kleine Rädchen "im Blindflug" zu drehen, auch hier gilt: langsam

    - Im Uhrzeigersinn drehst du den Dämper zu = hart

    - Ist das Rädchen am Anschlag, nicht mit Gewalt weiterdrehen (alte Schrauberweisheit: nach ganz fest kommt ganz ab).

    - Dann langsam gegen den Uhrzeigersinn drehen und die feinen "Klicks/Rastungen" bis 14 mitzählen.


    Zu den hinteren Streben und den Türdingern findest du im Forum jede Menge Infos und Erfahrungen.

    Zur Imprägnierung....


    Wie viele hier, nutze ich auch das Sonax aus der Profiline. Wer mit der Schaumstoffrolle arbeitet, sollte nicht die billigsten Rollen verwenden.


    Ich hatte bei der letzten Versiegelung so'n Billigkram: 10 Rollen = 1 Euro, nochwas


    Ich habe für das kleine Dach 7 Rollen verbraucht! Das Imprägniermittel löste wahrscheinlich die Verklebung zwischen Schaumstoff und Achse an. Dadurch rutschte der Schaumstoff immer von der Rolle.

    Kurz: Achtet beim Rollenkauf darauf, dass sie lösemittelbeständig sind.

    Wichtig ist immer, dass du Vogelsche..., und ähnlichen Dreck schnellstmöglich abwäschst. Zur Not einfach das billigste Mineralwasser aus dem Supermarkt holen. Ist der Vogeldreck angetrocknet, keine große "Rubbelaktionen", sondern ein nasses Tuch rauflegen und anweichen lassen.


    Kein Witz, ich habe sogar mal normales und preisgünstiges (silikonfreies) neutrales Haarschampoo genommen. Ging auch.


    Wie Hueni auch schon schrieb: Wichtig ist immer mit viel Wasser gut spülen.

    Abgesehen von persönlichen Feineinstellungen liegst du mit


    vorne 14 Klicks offen

    hinten 16 Klicks offen


    als Ausgangsbasis nicht komplett verkehrt.


    Das heißt also, das Wägelchen ist vorne ein klein wenig härter eingestellt als hinten, was insgesamt ein ausgewogenes Dämpferverhalten ergibt. Davon kannst du etwas abweichen (z. B. Urlaubsgepäck, Trackeinsatz, Straßenzustand, Regen...), allerdings sollte man das auch nicht zu wissenschaftlich mit Nachkommagenauigkeit sehen, insbesondere bei Urlaubsfahrten mit Gepäck.


    Generell ist aber deine Beobachtung völlig korrekt: Das Öhlins ist "härter" als das Serienfahrwerk. Es hält sich aber noch in Grenzen.


    Wie das mit dem Dämpferverhalten vorne/hinten zu verstehen ist:


    Im i-net findest du ein paar Filmchen, wie man ein Motorradfahrwerk gut einstellt. Klar, das Motorradfahrwerk ist nicht ganz so komplex wie das Fahrwerk im MX, aber es gibt bei der EInstellung der Dämpfer ein schönes Beispiel, was man sich auch als Gedankenmodell ganz gut vorstellen und auf's Auto übertragen kann.


    Beim Motorrad hält einer das Motorrad fest, der zweite drückt im Bereich des Tanks (Nähe Schwerpunkt) das Motorrad kurz aber sehr kräftig in die Federn. Dabei muss das Motorrad gleichmäßig vorne/hinten schnell einfedern und langsamer aber gleichmäßig vorne/hinten ausfedern ohne nachzuschwingen. Dann sind Federn und Dämpfer optimal aufeinander abgestimmt.


    Völlig klar, das ist ein Gedankenmodell, denn wir können ja unseren japanischen Kleinwagen nicht im Bereich des Schalthebels in die Federn drücken und das Ein-/Ausschwingen beobachten. Beim Auto muss man sich auf die erfahrenen Fahrer mit sensiblen Hintern verlassen, die diese Einstellungen erarbeiten. Aber das Motorrad-Beispiel zeigt, worauf es dabei ankommt. Daher auch die "Basis-Einstellung" beim MX, vorne etwas härter, was genau dieses gleichmäßige Dämpferverhalten ergibt.

    Für diejenigen, die sich erst noch einen Einbau überlegen oder wer nicht genau weiß, wie das mit der Einstellung funktioniert.


    Nachfolgendes gilt für die Öhlins-Dämpfer, die vor ca. 1 Jahr verbaut wurden. Sollte Öhlins daran etwas verändert haben, muss man ein klein wenig flexibel sein :)


    Die kleine Welle zur Dämpfereinstellung baumelt ziemlich unmotiviert im Kofferaum und wenn's doof läuft, kann die auch Klappergeräusche verursachen, weil sie ans Blech trommelt. Wie schon oben erwähnt, helfen hier kleine Klebepads mit einem Kabelbinder.


    Hier mal in der Übersicht, wie es in meinem Kofferraum aussieht.

    ubersicht.jpg


    Rot umkringelt die Welle mit der Stellschraube.



    Im Detail sieht man das Klebepad mit dem Kabelbinder

    detail.jpg



    Weiterhin habe ich eine kleine Farbmarkierung auf dem Stellrad aufgemalt, was die Einstellarbeit etwas erleichtert. Ich habe die Farbmarkierung so angebracht, dass bei "geschlossen" die Markierung oben steht.


    Eine Umdrehung des Stellrades sind 6 Klicks/Rasterungen. Bei 15 Klicks offen sind das also 2,5 Umdrehungen, die Markierung steht dann unten. Es reicht also ein kurzer Blick, um zu sehen, wo die persönliche Grundeinstellung ist, um nach evtl. kurzfristigen Anpassungen wieder in die "Grundstellung" zu kommen.

    MrPink


    Ich habe ja hinten so komische Teile (Drehrad an einem Kabel) im Kofferraum… da habe ich gestern mal ein bisschen gedreht, aber da klickt gar nix 😨 hatte mir die vorher Einstellung gemerkt und wieder dahin zurückgedreht.


    Vorne war ich noch nicht dran. Ich habe mir gerade einen Öhlins Händler im Rhein Main Gebiet rausgesucht, da fahre ich hin, wenn ich das nächste Mal in der Gegend bin.

    Glatt vergessen.


    Wie Sven schon schrieb, das ist nicht ganz so deutlich, wie eine "direkte" Stellschraube (z. B. an den vorderen Dämpfern).


    Da musste mit ganz sensiblen Fingern ran. Das ist dann kein deutliches "Klick", sondern eher ein "ganz zarter Raster". Wenn du dich bei der Einstellung "verirrt" hast, dann die Stellschraube im Uhrzeigersinn zudrehen und wieder mit sensiblen Fingern aufdrehen. Aber alles OHNE Gewalt machen.

    Öhlins liefert für den ND offenbar (leider) die hinteren Dämpfer nur noch mit den Wellenverstellern aus. Ein regulärer Einstellknopf liegt nicht bei. Wenn man keinen Kofferraumteppich hat und die Wellen relativ gerade bzw. mit großem Biegeradius verlegt geht es aber.

    Jep, geht auch bei "Teppich".


    Ich habe die Wellen mit Klebepads und Kabelbinder (gibt's in jedem Baumarkt) "oben" fixiert, damit sie beim Be-Entladen von Gepäckstücken nicht stören. Kabelbinder nur "zart" befestigen, damit die Welle noch ein klein wenig flexibel bleibt.

    Wir haben in der Mitte so einen Stopper für das elektrische Tor, vielleicht 7-8 cm hoch, das reicht schon 😨 behelfe mir jetzt damit, das ich soweit recht oder links fahre, das ich mit dem Reifen über dieses Hindernis fahre. Es hat auf alle Fälle Lack der Streben und Wachs abgeschrabbt.


    Ein vergleichbares Problem war bei einem Kumpel.


    Der hat dann den "Türstopper" so umgebaut, dass er ihn im Bedarfsfall einfach aus dem Boden ziehen konnte.

    Lassen wir mal die Fahrzeuge außen vor, die auch auf der Rennstrecke bewegt werden, dann ist der Einwand von Detlef sehr gut.


    Denken wir an manche Garageneinfahrten, abgesenkte Randstreifen oder eine Baustellendurchfahrt mit einer "deftigen" Kante wegen der fehlenden Asphaltdecke (ist in den Alpen völlig normal).


    Dann noch zu zweit mit Urlaubsgepäck und vielleicht geht z. B. bei einer Fähren-Auffahrt alles etwas hektischer zu. In unserem MX ist das Öhlins "in höchster Stellung" verbaut, aber es gibt Situationen, da gucke ich schon sehr genau hin, wo ich "rüber" fahre. Als ich mit einer Fähre über den Zürichsee fuhr, gab mir der freundliche Einweiser mit zwei Fingern zu verstehen, dass noch ca. 1 cm Luft war. Die haben da so ihre Erfahrungen....