Beratung Fahrwerk ST-XTA oder ähnlich

  • Moin, ich habe mich hier lange nicht gemeldet. Ich habe meinen MX-5 seit Dezember 2023. Ich hätte nicht gedacht, wie sehr mir die Kiste lieb wird. Es gibt aber EINE Sache, die mich wirklich stört und das ist die Lenkung.


    Da ESP Anpassung nicht wirklich eine Option ist, denke ich darüber nach, über das Fahrwerk mich der Sache anzunähern. Aufgrund der Kosten und meiner recht wechselhaften Situation (immer mal wieder länger außer Landes), habe ich mich bisher davor gedrückt.


    Mein Ziel ist nicht Rundenzeiten oder so etwas, sondern Direktheit, Agilität und Feedback. NVH und Komfort sind für mich tatsächlich eher Nebensache. Ich habe die Erfahrung gemacht, das je direkter, desto besser. Ich stehe zum Beispiel auf uniball Lager in Autos, Einmassenschwungräder usw.


    Mein Problem: die Lenkung ist besonders bei niedrigen Geschwindigkeiten sehr dumpf und nicht linear. Die Lenkung hat einen größeren Totbereich in der Mitte, wo sie sehr indirekt und seltsam klebrig ist. Das Rad stellt sich zum Beispiel nicht richtig in die Mitte zurück. Es gibt kaum Feedback von der Straße. Bei höheren Geschwindigkeiten und stärkerer Querbeschleunigung scheint das Fahrwerk besser zu funktionieren, wankt aber extrem. Das Einlenken erfolgt verzögert.


    Mein Wunsch: weniger Wanken, direktere Annahme der Lenkbewegung, empfindlichere Lenkung (kürzer übersetzt, mehr Feedback), mehr Gefühl für Reifen und Straße, mehr Rückstellung


    Meine Lösung: anderes Lenkgetriebe fällt aus, ESP retuning fällt auch aus. Uniball hat keine Zulassung in DE soweit ich bisher gesehen habe. Also Fahrwerk anpassen und Karosserie steifer machen.


    Wenn Kosten keine Rolle spielen würde, wäre ich vermutlich beim Öhlins. Aber das ist zu viel für mich. Daher habe ich eher so an ein ST-XTA gedacht. Dazu die beiden streben für den Unterboden von IL.


    Was denkt ihr? Großer Schwachsinn oder gangbar? :/

    Mazda MX-5 ND2 - 2.0 G184 - 6GS - Machine Grey - AL-Selection SPO-P ACT-P

  • Daher habe ich sehr so an ein ST-XTA gedacht.

    Imho denkbar ungeeignet aufgrund der geringen Federrate an der VA und identischer Federrate hinten. Dadurch bleibt die Lenkung relativ matschig und die Hinterachse wird zudem noch sehr lebendig.


    Ich würde bei Fahrwerken mit Federraten ähnlich zum Öhlins Road schauen, sprich ca. 70N/mm vorne und ca. 40N/mm hinten. Wenn das noch nicht reicht, kann man relativ kostengünstig vorne noch mit einem steiferen Stabilisator nachschärfen.

    Oder halt der "Hardcore" Weg mit "Trackhärte": Federrate VA 100N/mm und dazu ein steifer Stabi. Das ist mega-direkt aber hat dafür aber massive Abstriche im Komfort und bei Traktion auf schlechteren Straßen.


    PS: Man kann natürlich vorab probieren über die Achsgeometrie etwas rauszuholen: Kräftig Nachlauf (priorisiert vor Sturz) und leichte Vorspur. Das macht aber imo nur Nuancen hinsichtlich des Lenkgefühls aus.