Dann muss ich da wohl feinfühliger werden.
Beiträge von MX-Nudel
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Kann gut sein, dass mir dafür einfach noch das Feingefühl fehlt. 🤷
Ich habe den Eindruck, so viel Kräfte, dass das Chassis sich nennenswert verwinden würde, kann ich gar nicht aufbauen, das dann de Dämpfer schon voll ausgelastet ist. Mag aber, wie gesagt, an mir liegen.
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Ich habe versuchsweise mal die Dämpfer vorne ganz zu gedreht, hinten 4 Klicks geöffnet. Dadurch wird das ganze aber etwas unharmonisch. Das Einlenken wird minimal stabiler aber dafür passen Feder und Dämpfer nicht mehr wirklich zusammen. Es kommt zu leichten Verzögerungen und die Feder arbeitet nicht mehr frei. Leichtes huckeln und versetzen sind die Folge. Fühlt sich undefiniert an.
Ich würde sagen der Dämpfer hat zwar 16 Klicks aber noch 12 bis 4 sind davon sinnvoll. Bei 8 fährt es wir das OEM nur souveräner. Bei 4 fährt es ein klein wenig sportlicher. Alles andere macht eigentlich keinen Sinn.
Die Domstrebe vorne bringt tatsächlich am meisten. Die Unterbodenstreben und die Domstrebe hinten sind nicht wirklich lohnend, dafür ist das Fahrwerk zu weich. Bevor die Torsion des Chassis relevant wird und die Wirkung zeigen können, haben Feder und Dämpfer schon zu viel gearbeitet. Bei 100er Federn vorne kann ich mir gut vorstellen, dass das anders ist.
Fazit. Für Alltag ist das Flex Z super, Streben unten und hinten kann man sich sparen.
Ich persönlich hätte lieber ein Fahrwerk mit 100ern genommen in Verbindung mit den Streben. Allerdings würde das nur mir Spaß bringen und da es mein primär Auto ist, wäre das keine so optimale Lösung, da dann einige nicht mehr gerne mitfahren würden.
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Die grundsätzliche Funktionsweise von Feder/Dämpfer ist mir bekannt, ja. Danke für die Veranschaulichung.
Ein Paar Klicks habe ich auch noch Richtung hard aber viel Spielraum ist da nicht mehr. Ist der Dämpfer zu straff bringt das wieder etwas mehr Versetzen auf schlechten Straßen. Alles eine Frage der Abstimmung der Wechselwirkungen der einzelnen Fahrwerkskomponenten und der Zielstellungskonflikte.
Das Prinzip wurde bei Kreisfahrt im Fahrsicherheitstraining ja auch immer wieder angesprochen.
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Das „Nachsitzen“ bezog sich darauf nur den Stabi vorne zu ändern, was die Wanksteifigkeit nach vorne verlagert und zu massivem Untersteuern, so wie asymetrischem/diagonalem Wankverhalten führt. Ich hatte das Gefühl, dass Dir das nicht klar war.
Bewusst in der Theorie schon, in der Praxis Erfahrung damit nicht. Damit könnte man das Schritt für Schritt austesten, um auch die zwischenzustände in der Praxis erfahren zu können. Sind diese suboptimal kann man weiter machen.
Die Rate 70/40 ist mehr als Faktor 2 auf die Serienraten und führt zu Eigenfrequenzen um die 1,7 Hz. Damit bist Du im Bereich üblicher Sportfahrzeuge wie GTI, BMW M u.ä. Fahrzeuge, die primär für die Straße abgestimmt wurden.
Im Performance und moderaten Rennbetrieb fährt man Eigenfrequenzen um die 2 Hz, was beim MX-5 ungefähr einer Rate von 100-120 N/mm an der Vorderachse entspricht.
Meine persönliche Präferenz wäre auch bei ca. 100n/mm. Mir ist bewusst, dass das nicht auf allen Straßen optimal ist. Das ist der Vorteil von etwas wie dem i30N mit adaptiven Dämpfern. Normalerweise fahre ich den im Custom auf der Dämpferstufe vom N-Modus. Ist die Straße schlecht stelle ich den auf Sport zurück. Ich würde sagen, 70 vorne ist vergleichbar mit dem Normal Modus, Sport hätte ich auf ca. 90 geschätzt, N auf 110-120. (Ich weiß, dass der Dämpfer nicht die Federrate ändert. Ich meine nur ganz grob als Vergleich des Widerstandes) Hätte ich die Option zum verstellen nicht, würde ich vermutlich irgendwas zwischen Sport und N nehmen. Schlechte Straßen fährt man dann eben im Schongang. Für das Tein habe ich mich entschieden, weil es alltagstauglicher ist und ich den MX-5 täglich fahre und auch lange Strecken mit Beifahrerin. Den N habe ich nur immer mal als Pflegekind. Außerdem ist das Preis/Leistungs-Verhältnis sehr gut und ich kann mit der Verlängerung alle Domlager erreichen zum Verstellen. Würde ich alleine fahren wäre es vermutlich das K-Tec geworden, wäre es ein reiner Zweitwagen das Neomaxx R. (Öhlins wäre mir da zu teuer)
Ich würde es gut finden, wenn es vernünftige Stabi Lösungen geben würde, mit denen man die Sportfahrwerke für den MX-5 ergänzen könnte. Mir scheint es aber so, dass die angebotenen Stabis eher für das (weiche) Serienfahrwerk gedacht sind und damit sehr hohe Steifigkeiten haben.(...)
Das war mir nicht bewusst. ich Habe mich mit den Stabis für den ND noch nicht beschäftigt. Ich habe nur gesehen, dass H&R und Whiteline das häufigste, die Torsionssteifigkeit kenne ich nicht. Dachte aber, da sie verstellbar sind, gibt es vlt auch eine moderatere Einstellung. Zu steif wäre nicht mein Ziel. Das Fahrwerk soll nicht zum Brett ohne Spiel werden, dann kann man sich den ganzen Spaß auch klemmen. Etwas mehr weniger body roll, vlt vergleichbar zu den 100er vorne war die Idee. Aber wie gesagt, erstmal nicht. Erstmal in den Schuh wachsen. Es waren nur erste Überlegungen.
Bis heute bekomme ich auch so gut wie nie eine Antwort darauf, was an wanken/rollen, denn so schlimm ist. Fahrzeugtechnisch macht genau das Gutmütigkeit, Feedback und Beherrschbarkeit aus UND verbessert durch Spur- und Sturzlenken sogar die Performance und die Linearität des Autos. (...)
Ich habe nichts gegen rollen/wanken. Im Gegenteil, ich habe das Serien Setup immer gegen andere verteidigt. Das Wanken gibt dem Fahrer eine sehr lineare und verständliche Rückmeldung darüber, wie hoch die Last in der Kurve gerade ist. Man spürt physisch, wie sich das Auto "setzt". Das kontrollierte Wanken des MX-5 macht den Grenzbereich breiter und für den Durchschnittsfahrer leichter kontrollierbar. Durch das gezielte Zulassen von Bewegungen kann der Fahrer die Gewichtsverteilung aktiv nutzen, um das Einlenkverhalten (z.B. durch leichtes Anbremsen vor der Kurve) zu beeinflussen. Ich verstehe das Wanken als Kommunikationsmittel.
Mich stört etwas das Ausmaß. Wanken verzögert die Reaktion des Fahrzeugs auf Lenkbefehle. Für mein empfinden soll er direkt und präzise einlenken. Wenn erst die Karosserie "nachfallen" muss, entsteht ein schwammiges Fahrgefühl, das mir persönlich nicht so gut gefällt. Ich möchte spüren, wie viel Grip die Reifen noch haben. Ein wankendes Fahrwerk filtert diese Informationen heraus und vermittelt ein unsicheres Gefühl, anstatt Vertrauen aufzubauen. Das EPS ist da auch nicht hilfreich.
Ich tendiere dazu etwas "Gutmütigkeit" usw. aufzugeben, für etwas direktere Reaktion.
Dazu mal ein Zitat aus einer Arbeit von der FH Wien von Jürgen Rohrer (Formula Student Team)1.4.3. Stabilisatoren Ein Teil des bei Kurvenfahrt entstehenden Wankmomentes wird zwar von der Federung aufgenommen, diese sind jedoch nicht dafür ausgelegt. Dieses Wankmoment setzt der Stabilisator ins Gleichgewicht, indem er bei einer unterschiedlichen Federung tordiert und/oder gebogen wird. Federt das Fahrzeug gleichseitig ein, ist der Stabilisator nicht aktiv. Durch diese Wirkung wird eine geringere Steifigkeit der Federung benötigt, um das Wanken zu reduzieren. Der Stabilisator dient also dazu, den Fahrzeugaufbau zur Fahrbahn parallel zu halten und somit eine Stabilisierung zu gewährleisten.
und weiter:
Treten nun jedoch nur in einer Fahrspur Hindernisse auf, dann wirkt die Federung durch die Wirkung des Stabilisators härter. Aus diesem Grund sollte mit anderen Mitteln gegen die Rollneigung entgegengewirkt werden. Hierfür hat man viele
verschiedene Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Verringerung der Schwerpunkthöhe oder das Erhöhen der Rollsteifigkeit mit einer größeren Spurweite.
Daher ja das übliche etwas Tieferlegen und das Verbreitern der Spur. (Platten oder andere ET)Und das war auch mein Gedankengang.
Ich hatte die Arbeit mal durch Zufall gefunden und fand Sie ganz interessant. Ich hänge sie mal an.
Aber wie gesagt, die Stabis sind eine mögliche Option für später mal. Erstmal möchte ich das bereits geänderte ausfahren.
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Phuu was ist denn hier los.
ingo#31 danke für deine Meinung. Ich bin da aber eher bei Sven. Die 40 hinten sind schon gut so, da würde ich nichts ändern. Das Tein ist mit 60/40 und Federratenverhältnis schon etwas unter 1 und damit etwas übersteuernd. Die Spur hinten von Sven fängt das gut ein. Für Straße finde ich das eigentlich richtig so. Über Lastwechsel bekommt man ihn ja quer, wenn man möchte, fängt ihn aber auch wieder ein.
MrPink danke, genau das war meine Überlegung. Deswegen dachte ich, falls man Stabi machen würde, wäre etwas mehr Sturz sinnvoll. Auch ohne würde ich sagen, etwas mehr Sturz würde gut tun. Da muss ich mich langsam Ran tasten. Erstmal fahren.
Svanniversary deinen Verweis auf auf nachsitzen in der Bibelstunde habe ich aufgenommen. Ich kenne das Buchbgut und habe es mir heute früh noch mal vorgenommen. Was ich da latent falsch oder gar nicht verstanden habe, kann ich jedoch nicht erkennen. Was du mit esoterisch meinst auch nicht. Im Grunde bin ich ja eigentlich sehr dicht bei dir, nur dass ich langfristig gerne etwas weniger Rollbewegung hätte, als du es offenbar für perfekt hältst. Das Öhlins ist mit 70 und dem Dämpfer Design ja aber auch schon rollsteifer. Und ich mich von deinen Alltagswerten etwas Richtung deiner Sport Werte bewegen werde.
Erstmal bleibt das Auto jetzt so. Das war für mich schon viel Geld und ich will erstmal mit dem Wagen wachsen. Dann zeigt sich das auch über Zeit. Ich wollte lediglich meinen ersten Eindruck nach 100 km und meinen zweiten nach ca. 500 km teilen.
So ich mach Frühstück und dann geht's noch mal auf zu einer Tour. Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag!
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Vielleicht habe ich mich nicht gut ausgedrückt.
Beobachtung: Mit dem Standard Stabis rollt er bei der Federrate noch relativ stark. Das Fahrwerk stürzt sich in den Sturz und die -1° werden etwas überreizt. Das Rad geht minimal in positiven Sturz und das merke ich am etwas teigigen Verhalten beim stark Einlenken.
Überlegung: Wenn der Sturz also stärker negativ wäre, wäre da mehr Spielraum.
Problem: Das Wanken bekomme ich so aber nicht reduziert.
Überlegung 2: Daher wäre eine Option die Stabis etwas steifer zu machen. Vorne den moderat steifer zu machen die HA Serie könnte da ein erster Schritt sein. Wenn der Stabi hinten zu steif wäre, könnte das, nach meinem Verständnis, im plötzlichen Übersteuern enden. Den hinteren könnte man dann im zweiten Schritt anpassen, wenn man merkt es passt nicht ganz.
Meine Überlegung für eine mögliche Strategie: Auf schlechten Straßen könnte die Kombination etwas mehr Sturz, etwas steifere Stabis bei gleicher relativ weicher Federrate etwas weniger Wankbewegung bei trotzdem noch gutem mechanischen Grip bringen.
Es ist immer eine Frage des Kompromisses. Einfach nur steifere Federn zum reduzieren des Wankens würde den Grip auf Unebenheiten sehr verschlechtert bzw. etwas unvorhersehbar machen. Mit etwas steiferen Stabis könnte man das Wanken also etwas abfangen und die eher weichen Federn behalten. Komfort für Mitfahrer und auf schlechten Straßen + weniger Wanken. Zusätzlich könnte man den Sturz etwas erhöhen, um beim starken Lenken bessere Aufstandsfläche zu behalten.
PS: die Geo ist von dir übernommen und wurde entsprechend umgesetzt. Die Dämpfer sind richtig eingestellt. Ich bezog mich explizit auf das Aufbauen der Wankbewegung. Sie ist nicht mehr linear sondern hat zum Ende der Bewegung einen Kipppunkt, wo die Rate des Aufbaus der Bewegung sich verändert. Meine Überlegung war, ob durch die Tieferlegung der Winkel der Koppelstangen nicht mehr richtig passt, und der Stabi nicht wie geplant wirken kann. Wenn das bei dir nicht der Fall ist., kann es auch woanders herkommen.
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Ich muss meinen Ersten Eindruck korrigieren. Der war von guten Landstraßen, hohen Geschwindigkeiten und Autobahn. Da wäre mehr Federrate wünschenswert.
Ich fahre übrigens derzeit 4 Klicks vorne 8 hinten.
Aber auf schlechteren und kurvigen Landstraßen zeigt sich, die Federrate ist am besten geeignet um den Grip zu behalten und nicht ins hoppeln zukommen. Diese Straßen machen mehr Spaß und sind daher die Zielstellung. 60 70 vorne sind also auch meiner Ansicht nach Ideal. Auf diesen Straßen zeigt sich aber, dass die Stabis zu weich sind. Das Fahrwerk reizt durch Rollen die -1° schnell aus und kommt dann etwas ins schmieren. Was mir auch aufgefallen ist, die Stabis arbeiten nicht mehr richtig linear. Ich habe das Gefühl sie sind etwas zu weich zu Beginn und verhärtet dann recht unvermittelt. Ich würde sagen, durch die tiefere Lage passt die Koppelstangenlänge nicht mehr bzw. der Winkel.
Ich teste das noch länger. Falls sich das bestätigt, wäre die erste Möglichkeit den Sturz etwas zu erweitern + verstellbare Koppelstangen. Wenn das nicht reicht eventuell härtere Stabis. bzw. Würde ich sagen den braucht es nur vorne.
Testen testen.
Hauptsache fahren bei dem Wetter!

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Welche Höhe hast du nun vorn/hinten einstellen lassen?
330 vorne, 335 hinten. Hat auch vom Prüfer aus gut geklappt.
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So ich habe ihn gestern wieder abgeholt. Alles fertig, alles eingetragen. Trotz der Felgen hat der Prüfer eine 19 draus gemacht statt einer Kombinationsabnahme.
er meinte wohl andere ET wäre egal, Spurplatten wären nicht gegangen.Geo wurde recht genau getroffen. So wie von Sven für Alltag angegeben.
Die Lösung mit den Ausschnitten für die hintere Domstrebe ist nicht so optimal. Und an die Verlängerungen kommt man auch kaum. Da überlege ich mir was anderes.
Ich hatte bisher nur eine kurze Testfahrt. Erster Eindruck, das Fahrwerk ist recht nahe am Billstein OEM. Es wirkt komfortabel, von der Härte ähnlich. Aber ist wesentlich souveräner über bumbs und Unebenheiten. Kleinere kompensiert er sehr gut, fast schon zu gut. Über größere Sachen wie Gulli ist es straffer aber gesetzter. Typisch linear hatte ich gesagt. Auf schlechten Straßen ist das Fahrwerk deutlich ruhiger und auch etwas mitteilsamer. OEM+ passt da ganz gut.
Für mich persönlich ist es eigentlich etwas zu weich und die Wankbewegung ist noch zu stark. Denke. 100er vorne und mehr Sturz wären für mich perfekt. Aber 60 oder 70 vorne ist deutlich besser für Mitfahrer und lange Strecken. Also passt das so. Am Ende ist es zwar mein Auto, aber ich möchte auch nicht, dass keiner mehr mitfahren will...

Ich nehme mir erstmal etwas Zeit das ganze besser kennen zu lernen in allen möglichen Situationen zu testen. Dann kann ich ja noch mal etwas ins Detail gehen.