Konkret kann man sich z. B. bei Alpentouren das Wetter nicht immer aussuchen. Somit ist man da auch mal bei Starkregen um 5-10°C unterwegs - unter hier möchte man sich sicher fühlen, dem Auto vertrauen können und wieder heil nach Hause kommen. So war ich beispielsweise immer extrem erstaunt wie viel Grip der MPS5 bei so einem Wetter hatte.
Genau diese Situation hatte ich im Oktober bei der Saison-Endtour. Aufgrund von strömenden Regen wurde eine Tagestour kurzerhand abgesagt. Ich bin dann ganz alleine auf den Passo Xomo gefahren um mir die Strada delle 52 Gallerie anzuschauen. Auf der Fahrt dorthin hat es permanent geregnet und die Temperaturen waren in dem Fenster 5-10 Grad Celsius. Die Fahrbahn durchgängig nass mit Fützenbildung. Ich hatte kein aufschwimmen und keinen Abriss der Seitenführungskräfte. Der Reifen ist sauber seine Bahn gezogen. Natürlich fährt man bei solchen Bedingungen immer deutlich langsamer, aber der Reifen vermittelte ein gutes Gefühl.
Hinter einer Kurve stand plötzlich ein Schäferhund mitten auf der Straße und 5 Meter dahinter eine ganze Schaffherde. Die nun notwendige Vollbremsung mit ABS-Eingriff hat den Wagen trotz Kurve nicht die Haftung hinten verlieren lassen. Ich habe bewusst auch keinen Eingriff des ESP bemerkt.
Spätestens seit dieser Situation habe ich Vertrauen zu dem Reifen. Allerdings sollte man bei diesen Wettergegebenheiten seinen Gasfuß schon unter Kontrolle haben.