Beiträge von Inari

    Ich werde das erste ("sportliche") Setup auch nochmal mit dem niedrigeren Luftdruck probieren, aber wohl erst, wenn die Gesamtvorspur hinten auf 20 Minuten eingestellt ist.


    Das Schöne ist ja, das man zumindest Dämpfereinstellung und den Reifenluftdruck jederzeit zum Probieren selbst anders einstellen kann.


    Wenn ich noch eine passende stark kurvige Strecke ohne viel Geraden dazwischen aber mit einem "Parkplatz" am Ende gefunden habe, dann werde ich mal das Infrarottemperaturmessgerät (Laserthermometer) mitnehmen. ;)


    Bisher war ich mit der Messerei immer zu spät dran, aber es war zu sehen, dass es Innen und Mittig fast gleich warm war (vielleicht 2 Grad kälter in der Mitte) aber Außen war es deutlich kälter, da wohl erstens die schönen Kurven schon zu lang her waren und auch meine Fahrerei noch nicht zum hohen Sturz passte...



    Viele Grüße,
    Jürgen

    Danke, BJ323F!


    Natürlich rundum Vorspur und keine Nachspur.
    Ich habe das gleich mal ausgebessert und die Luftdrücke noch ergänzt.


    Grüße,
    Jürgen

    Ich möchte mal meine Eindrücke mit verschiedenen Dämpfereinstellungen am KW V3 schildern. (am RF)
    (Immer bezogen auf genau die gleiche Strecke, gut 30km Landstraße Kategorie 1 bis 3)
    Ergänzung: Bridgestone Serienbereifung; Vorne 6mm, Hinten 3mm, Innen-Mitte-Außen jeweils gleichmäßig abgefahren


    Setupbeschreibung im Klicks ausgehend von ganz zu: Vorne-Zug (VZ), Vorne-Druck (VD), Hinten-Zug (HZ), Hinten-Druck (HD)


    VZ 8, VD 8, HZ 5, HD 5
    Sehr guter Geradeauslauf und sehr gute Anbindung, hinten etwas hart und vor allem recht früh übersteuernd (aber nicht irgendwie gefährlich)
    dieses etwas "spezielle" Hinterachsgefühlt (erst Gefühl des Versetzens und dann doch nicht) ist einem weichen Mitlenken des Hecks gewichen (das mir zu früh einsetzt)
    Man kommt sich schneller vor als man wirklich ist.
    Für mein überschaubares Können eher zu aktiv an der Hinterachse. (mag aber auch an der zu geringen Vorspur hinten liegen, die ich aber nicht selbst einfach so mal schnell ändern kann)
    Ergänzung: Luftdruck Vorne 2,4bar, Hinten 2,5 bar


    VZ 9, VD 6, HZ 9, HD 6 (KW Werksempfehlung)
    Nicht mehr ganz so straff, aber auch nicht mehr ganz so direkt angebunden, deutlich weniger übersteuernd, komfort mäßig gut, bei schlechter Straße kommen die Stöße etwas ins Lenkrad durch.
    dieses etwas "spezielle" Hinterachsgefühlt (erst Gefühl des Versetzens und dann doch nicht) ist wieder eher da.
    Ergänzung: Luftdruck Vorne 2,1bar, Hinten 2,2 bar


    VZ 9, VD 8, HZ 9, HD 6
    Vorderwagen deutlich "ruhiger" (nicht so "leicht" oder auch "serienmäßiger" oder wie bei einem schwereren Auto), keine Stöße dringen ans Lenkrad durch, dieses etwas "spezielle" Hinterachsgefühlt (erst Gefühl des Versetzens und dann doch nicht) ist weg.
    Die tatsächliche Geschwindigkeit wird weniger schnell wahrgenommen als man tatsächlich ist, das Einlenken ist dafür weniger direkt, zwischen hinten und vorne ist beim Einfedern ein leichter Unterschied feststellbar ("ungleichmäßigeres" Gefühl). Schnelles links, rechts, links Lenken schaukelt zwar nicht, aber es geht weniger zackig und mit mehr Neigung.
    Ergänzung: Luftdruck Vorne 2,1bar, Hinten 2,2 bar


    Ich entschuldige mich für meine "blumige" Beschreibung der Fahreindrücke, da ich mit den richtigen Fachtermini nicht so vertraut bin :)



    Da das ja sicher auch mehr als nur etwas ausmacht, hier die Einstellwerte der Fahrwerksgeometrie:


    Sturz Vorne -1°10'
    Vorspur Vorne 4' (je Seite)
    (Nachlauf 7°35')
    Sturz Hinten -1°50'
    Vorspur Hinten 5' (je Seite) - wird demnächst auf 10' je Seite eingestellt


    Was versuche ich als nächstes?
    Wahrscheinlich von VD 8 auf VD 7 etwas zurückzugehen.


    Schau mer mal ;)



    Grüße,
    Jürgen

    Den T6 Multivan finde ich (ganz ohne Zuladung außer mir gefahren, aber mit der Sitzbank ganz hinten) recht gelungen von der Abstimmung.
    Da ja noch fast 1 to Zuladung fehlt fährt sich das natürlich sehr straff, aber mir gefällt das so ganz gut. (der Caravelle ist da irgendwie viel "weicher" oder weniger gedämpft)


    Der Multivan kann aber bei Nässe und zu viel Ehrgeiz beim Angehen der Kurve auch mal hinten wegrutschen und dann ist man über das ESP ganz froh.... ;)


    Viele Grüße,
    Jürgen

    Nach 13 Jahren Mercedes hatte ich mich damals wahrscheinlich auch daran gewohnt mit dieser Abstimmungsphilosophie zügig zu fahren.


    Mit dem serienmäßig eingestellten ND hast Du natürlich recht, darum hat mir das ja auch nicht gefallen.


    Als Leihwagen hatte ich vor etwa 2 Jahren vom Autohaus mal einen TDI Polo mit rel. breiter 18" Serienbereifung. Das fuhr sich richtig ordentlich.
    Aber ich bin natürlich auch nur ganz normal gefahren, da es ja nicht meiner war.


    Viele Grüße,
    Jürgen

    Da ich selbst einige Jahre auch mal Passat gefahren bin, kann ich zu der Abstimmung die diesem ab Werk mitgegeben wurde sagen, dass er mir viel zu deutlich über die Vorderräder geschoben hat und sich da ein serienmäßiger MX5 NC oder früher auch ein serienmäßiger 190E für mich viel besser angefühlt hat. (die aber beide natürlich auch nicht übersteuernd ausgelegt waren)
    (jetzt hoffe ich mal, dass die damaligen Passat Modelle nicht von Dir.... ;) (war nur Spaß)


    ...ich bin ja total off Topic (Stabilisatoren) und daher jetzt besser ruhig :)


    Viele Grüße,
    Jürgen

    Hallo Sven,


    ich kannte jetzt die exakte Definition von Übersteuern auch nicht, aber wenn einem bei konstanter Kreisfahrt das Heck ausbricht das hilft das natürlich keinem was.
    Ich denke man möchte halt eher, dass das Fahrzeug schön gleichmäßig über alle 4 Räder nach außen drängt, wenn man zu schnell ist und nicht, dass der Wagen statt dessen trotz gleichem Lenkeinschlag mehr oder weniger stur geradeaus die Kurve verläßt, wenn man zu schnell ist.


    Warum Du eher ein leichtes Untersteuern als sicherer propagierst ist auch einleuchtend, weil wenn der Wagen mit mir alleine drin so ganz neutral um die Ecke fährt und ich dann mit Beifahrer und vollem Kofferraum um meine Lieblingskurve fahre dann ja das Heck daher kommt.... ;)


    Viele Grüße,
    Jürgen

    Ich denke mit übersteuernd wird in vielen Fällen einfach gemeint, dass das Auto halt nicht in engen Kurven, die (zu) schnell angegangen werden, direkt geradeaus über die Vorderräder schiebt, sondern unterstützend hinten etwas mitlenkt, so daß man um die Kurve kommt.
    (also noch nicht eine Reaktion des Hecks bei der man gegenlenken müßte, sondern nur das Lenkrad gleich eingeschlagen lassen kann bzw. aller höchstens ganz wenig aufmachen muss)
    Da ja heute nur noch recht wenige Hecktriebler herumfahren, kommt das dann dem auf Frontantrieb und teilweise recht massives (sicheres) Untersteuern geeichten Fahrern halt schon als "Übersteuern" vor.
    Vieleicht könnte man besser "neutral" anstatt untersteuernd sagen, obwohl das dann auch wieder als kritisches Fahrverhalten interpretiert werden könnte, da der Fahrer nicht unbedingt weis, ob das Fahrzeug bei der nächsten Kurve je nach Beladung und äußeren Umständen vorne Überschiebt, oder eher das Heck nach außen drängt.


    Tja, es ist wohl schwierig eine Begrifflichkeit zu finden, unter der alle das Selbe verstehen...
    (Wahrscheinlich meinen die Meisten das gleiche und sagen es nur verschieden)


    Grüße,
    Jürgen

    Das macht ja auch Sinn, wie beim Bass- bzw. Gitarrestimmen. Saite erst lockerer machen und dann spannen, damit die sich nicht erst in der Sattelkerbe verhängt und dann beim Spielen verstimmt... ;)


    Grüße,
    Jürgen