Beiträge von Adrian_Wee

    @Adrian_Wee
    Echt interessant und spannend, dass es dazu Untersuchungen gibt bzw. Du Deine Bachelorarbeit darüber geschrieben hast.
    Habt Ihr unterschiedliche Körpergrößen mit einbezogen?


    Ich bin nun nicht grad mit luxuriöser Körpergröße gesegnet und habe meinen Sitz daher zwangsweise SEHR weit vorn. Ich gebe zu, ich nutze die Touchfunktion auch während der Fahrt und das geht nicht nur schneller sondern es ist für mich deutlich weniger ablenkend.
    Wenn ich dieses Rad auf der Mittelkonsole nutzen will, muss ich meinen Arm schon nach hinten bewegen und sitze dann dadurch im Brustkorb verdreht im Sitz und fummle nach dem Rad, da es außerhalb des Sichtbereiches liegt. Sicher fühlt sich das nicht an....

    Ich habe damals sozusagen nur Grundlagenforschung betrieben (war ja "nur" eine Bachelorarbeit).
    Dass der Dreh-Drück-Steller bei Mazda recht weit hinten ist, ist ja allseits bekannt. Das schränkt selbst mich ein wenig ein - und ich sitze durch meine Größe maximal weit hinten.


    Dafür ist der Schaltknüppel auch für kleinere Personen ergonomisch vorteilhaft positioniert - ist also vermutlich auf die Mazda-Philosophie (Fahren first) zurückzuführen ;)

    Lustigerweise habe ich zum Thema Fahrerablenkung durch Infotainmentbedienung meine Bachelorarbeit verfasst (war damals, als das Model 3 angeteasert wurde).
    Dazu gab es auch eine kleine Studie mit verschiedenen Interfaceelementen und dem evtl. bekannten Lane Change Task.


    Heraus kam u.a.:

    • Sobald man den Arm ausstrecken muss bzw. keine Handauflage hat, ist ein Touchscreen während der Fahrt deutlich ablenkender als alles, was eine dreidimensionale Oberfläche hat - selbst wenn man dabei noch auf einen Bildschirm gucken muss. Das liegt daran, dass man durch die G-Kräfte im Fahrzeug nicht mehr ohne höhere Konzentration trifft, was man treffen will und auch kein/kaum Feedback hat.
    • Selbst mit Auflage bzw. in der Sitzkiste waren Drehsteller mit Monitor dem reinen Touchscreen überlegen.
    • Die Bedienung am Touchscreen war nicht schneller als mit 3D-ausgeformten Bedienelementen, es ließen sich aber natürlich auf derselben Oberfläche mehr Funktionen umsetzen.
    • Wenn der Touchscreen ein Feedback gab, ob getroffen wurde was man treffen wollte, nahm die Ablenkung leicht ab (z.B. Töne oder Vibration).
    • Sprachsteuerung lenkt nach Stand der Technik noch sehr ab (kognitive Ablenkung, weil man eben mit einer dummen Maschine spricht - aber selbst die Diskussion mit der cleveren Beifahrerin lenkt schon ordentlich ab).

    Darüber hinaus wurde eine überschlägige Formel verschiedener Ablenkungseinflüsse aufgestellt. Kurz zusammengefasst:

    • Je weniger weit man von der Straße weggucken muss (also je höher und weiter links ein Monitor liegt), desto besser.
    • Je weniger weit man die Hand bewegen muss (entweder vom Lenkrad weg oder aus der "Ruheposition" in der Umgebung des Schaltknüppels), desto besser.
    • Je weniger Aktionen nötig sind, um etwas zu bedienen, desto besser.
    • Je kürzer die Bedienzeit, desto besser.
    • Ergänzend: Je unpräziser die Aktion sein darf, um etwas zu bedienen (Wischen ist besser als Tippen auf einer kleinen Fläche), desto besser.

    Daraus kann man sich jetzt selbst das "ideale Interface" zusammenbasteln. Das ist aber für Jedermann etwas anders weil:

    • Häufig genutzte Funktionen müssen entweder direkt im Sichtfeld positioniert werden oder blind bedienbar sein.
    • Woher weiß ich, was die häufigst genutzte Funktion je Nutzer ist?
    • Habe ich nicht ein Problem, wenn selten genutzte Funktionen (Warnblinker, wenn er nicht gesetzlich geregelt wäre) irgendwo (im schlimmsten Fall in Untermenüs) versteckt sind?

    In diesem Sinne ist das gar nicht so leicht - sonst gäbe es das ja hoffentlich bereits.
    Mazda macht in meinen Augen was die Fahrerablenkung angeht vieles richtig. Der Monitor zeigt die wichtigsten Sachen an und wird nahezu blind durch Dreh-Drücksteller bedient.
    Außer den Untermenüs gibt's fast keine Ebenen, durch die man sich klicken muss. Die Musiksteuerung ist am Lenkrad.
    Auch Mercedes macht inzwischen einiges gut: Viele verschiedene Bedienmöglichkeiten, sodass jeder seine am wenigsten ablenkende Methode wählen kann. Dazu haptisches und akustisches Feedback bei der Bedienung und die Möglichkeit nur die Lenkradtasten zu verwenden.
    Dafür leider viele kleine "Taster", die man am Touchscreen schwer trifft und seeehr viel Content mit einigen Untermenüs (sobald man mehr als die Shortcuts nutzen will).


    Hoffe, der Roman hilft jemandem :D


    Kurzfassung:
    Touch lenkt auch objektiv im direkten Vergleich mehr ab, als physische Bedienelemente. Meine Empfehlung daher: Kombination beider und starke Individualisierung je nach Nutzer durch mitlernende oder einstellbare Interfaceelemente.

    So, nach Haralds Vorbild habe ich mal die Trunk Lid Popper zerlegt und das Kunststoffelement gefilzt:
    01 Zerlegt + Filz.jpg
    Danach kann ich die Teile wie gehabt mit Schraube als Auflage montieren:
    02 Montiert Schraube wie original.jpg
    Oder ich entspanne die Feder ein wenig, indem ich die Schraube stattdessen im anderen Gewindeloch "aufräume". Natürlich kann man die Schraube auch komplett weglassen - ich wollte sie einfach nur nicht verlieren :D
    03 Montiert Feder entspannter.jpg04 Montiert Feder entspannter Rückseite.jpg
    Dafür habe ich neben der Kante auch die Schraube etwas angefeilt. Der Lack (Lackstift) sieht gerade noch hässlich aus - das Ganze lackiere ich aber neu, sobald klar ist, dass alles so bleiben wird.
    05 Detail.jpg
    Im Auto habe ich dann die bisher entstandenen Mäckchen mit Klarlack überdeckt, Autofolie darüber geklebt (auch, um gleich sehen zu können, ob es wieder Kontakt gibt) und eine dünne Folie zwischen Trunk Lid Popper und Kofferraumgestänge geklemmt (getrimmt wird noch), da auch dort bereits kleine Kratzer entstanden sind.
    06 Im Fahrzeug.jpg


    Seitdem habe ich keine neuen Kontaktspuren mehr festgestellt und auch das Spaltmaß am Kofferraumdeckel ist gefälliger.


    Sollte sich wider Erwarten doch noch etwas ändern, editiere ich natürlich =)

    Ich war tatsächlich vor kurzem in der TG und habe auch schon ein paar Testfahrten mit den neuen Filzstreifen gemacht.
    Stille.
    Kein Geklappere oder Geschnarre mehr neben dem Ohr. Weder beim Fahrer noch beim Beifahrer.
    Wenn also jemand das gleiche Problem haben sollte, habe ich hier ein Bild von der entsprechenden Stelle angehängt.
    Stange A und Kunststoffteil B klappern aneinander, wenn das Verdeck oben ist.


    Mit etwas Filz zwischen A und B, das ich mit doppelseitigem Klebeband am Kunststoffteil befestigt habe, ist das Klappern weg.


    Verdeck entklappern.jpg


    OT für RF, ja, aber vielleicht dennoch relevant für einige Forenmitglieder.

    Ach verdammich - hätte mich mal nicht schon zu Weihnachten das "haben-will-Gefühl" übermannt X/
    Dafür mache ich noch schnell etwas Werbung dafür:
    Bin sehr zufrieden, Einbau geht leicht von der Hand, wenn man löten kann (oder wie ich jemanden kennt).


    Einziges Manko: Damit die Scheiben wieder ganz hoch gehen, muss der Motor laufen. Nur Zündung langt nicht.


    Daher: Kaufempfehlung von mir.
    Seht zu, dass Kugelfisch die Restbestände loswird ;)
    Den Preis ist es wert.

    Ich bin von der A-Klasse (W169, A170) direkt auf den G184 "eingestiegen", nachdem ich ausführlich RF und ST probe gefahren bin.
    Fühle mich nicht überfordert (kleines Augenzwinkern).
    Die Leistung und auch untenrum angenehm viel Drehmoment möchte ich nicht missen.


    Für mich als Sohn eines Emissionsberechners war aber auch wichtig, dass ich den G184 ebenso sparsam bewegen kann, wie den Kleinen - und das bei mehr Bums.
    Da ich mich auf öffentlichen Straßen brav an alle Regeln halte und nicht unverhältnismäßig fahre (also kein sinnloses Heizen oder Grenzbereiche testen), ist mir das bisschen Mehrgewicht bei der Querbeschleunigung egal. Bei der Längsbeschleunigung wird es durch die Mehrleistung ja mehr als kompensiert.


    Meine Empfehlung (und insofern ist der Post fast schon sinnlos):
    Selber ausprobieren. Abgesehen von den Fixkosten überwiegen meiner Meinung nach definitiv die Vorteile des stärkeren Motors, da ich persönlich keine Nachteile bemerke.
    Aber das kann Dir ja ganz anders gehen. Nach einem Wochenende (Freitag G132 und Samstag G184) auf Dir bekannten Strecken solltest Du ein besseres Bild bekommen haben.


    Viel Spaß beim Probefahren und bei der Vorfreude =)