Beiträge von Svanniversary

    Das hängt von der Übersetzung der Achsen ab. Die 40er Rate an der Hinterachse mit einer sehr direkten Übersetzung ergibt beim MX-5 dieselbe effektive Federrate, wie die 70er Feder vorne, mit deutlich schlechterer Übersetzung. D.h. die effektiven, also bezogen auf das Rad wirksamen, Federraten sind dann, unter Berücksichtigung der Stabiraten, vorne und hinten annähernd gleich hoch, so wie es bei einem 50:50 Auto für ein neutrales Setup sinnvoll ist.

    Mit Übersetzung ist der Hebelarm gemeint, auf dem die Feder wirkt.

    Wenn der BRZ an beiden Achsen sehr direkte Übersetzungen hat, dann ist die effektive Federrate ggf. sogar höher, als beim MX-5.

    Vielleicht ist es aber auch eine andere, weniger sportliche Auslegung.


    Zusätzlich zur Feder muss man dann prinzipiell auch noch den Stabi mitbetrachten. Je nachdem wie der ausgeführt ist, werden dann auch die Federn angepasst.

    D.h. entweder wie beim MX-5 mit eher geringer Stabi-Rate straffere Federn, oder umgekehrt, wenn das Auto sehr hart stabilisiert ist, ggf. etwas weichere Federraten.


    Ich habe nicht genug Hintergrundinfos zum BRZ, aber ich vermute stark, dass die o.g. Gründe da mit hinein spielen.

    Interessant ist das, wenn man die Achslasten und Fahrwerks-Übersetzungen der Fahrzeuge kennt.

    Dann kann man nachrechnen, dass 70/40 beim ND ein weitestgehend neutrales Setup ergibt, so wie es sein soll.

    Die werksseitige 100/40 Variante ist laut Öhlins bewusst etwas straffer und trackoptimiert.

    Das normale 17“ Rad wiegt 8,5 kg, die Rays 6,9 kg.

    Der Bridgestone S001 wiegt in 17“ 8,5 kg, der MPS4 8,6 kg und der Potenza Sport 8,1 kg.


    D.h. 17“ Serie wiegt 17 kg, bzw. 15,4 kg mit den Rays. Mit Potenza Sport und Rays dann 15 kg. Ich finde das kann sich sehen lassen.


    Mit 16“ kann ich nicht dienen ;) .

    Ja, am Ende waren es bei uns auch genau solche Kleinigkeiten, die auf die Dauer doch stören. Z.B. das man fast immer an den Kofferraum muss, weil man nichts auf die Rückbank schmeißen kann.

    Echte 1st world problems ...


    Was Du schreibst, hat bei uns aber auch eine Rolle gespielt. Das Auto verliert ein wenig den besonderen Nimbus, der einzigartigen Spasskiste, wenn man den ganzen Alltag damit verbringt.

    Das kann man natürlich auch genau anders herum sehen - immer Spass im Alltag. Funktioniert für mich leider nicht so gut. Das habe ich auch bei diversen Dienstwagen mit hoher Leistung bemerkt. Wenn Du mit 70 über die Landstraße rollst und dann kilometerweit im Stau stehst, ist es ziemlich egal, ob Du 150, oder 250 PS hast. Da ist ein gutes Infotainment und ein wenig Komfort für mich wichtiger. Und wenn ich mich dann in den MX-5 setze, dann ist jede Fahrt ein Highlight und etwas ganz besonderes. Das ist für mich unbezahlbar.


    Wie immer, alles persönlich und hochsubjektiv ;) .

    aber mir persönlich fehlt NICHTS im Alltag

    Naja, ganz ehrlich objektiv fehlt mir im Alltag:

    - ein Kofferraum in den gleichzeitig eine Bier- und eine Klappkiste für den Einkauf passt

    - ein Kofferraum für den Urlaub (da klappen wir selbst im Golf/ID gerne mal die Rückbank um und nehmen auch mal ein wenig mehr mit)

    - Komfort auf der Autobahn (Federungs- und Akustikkomfort) für richtig lange Strecken

    - Platz für mehr als zwei Personen


    Das sind teilweise weiche Faktoren, die man mit Kompromissen machen kann und eben auch harte Faktoren (2 Sitze). Bei uns hat es dazu geführt, dass der MX-5 nach 3 Jahren als Alltagsauto einem Polo weichen musste, was aber auch daran lag, dass meine Frau beruflich auch mal auf eine Wiese oder einen Feldweg fahren muss, was beides für einen tiefergelegten MX-5 keine Paradedisziplin ist.

    Meine Frau war regelrecht erleichtert, vom MX-5 auf den Polo umzusteigen. Vieles wie Einkaufen und bequem im Stau von A nach B bummeln ist in anderen Autos schon einfacher. Da bietet ein Polo, oder Golf GTI einfach mehr Alltagstauglichkeit, zugunsten der Vielseitigkeit, zu Lasten des Fahrspaßes.


    Was ich sagen will - man muss es einfach mögen und man muss auch kompromissbereit sein. Es gibt natürlich bei einem kleinen Zweisitzer mit kleinem Kofferraum immer Einschränkungen im Alltag. Wir können uns aktuell keinen MX-5 als Alleinfahrzeug vorstellen. Als Spaßkiste nebenher ist er dagegen für uns absolut ungeschlagen und bietet auch ganz klar kompromisslosere Fahrdynamik und ein ungefilterteres Fahrerlebnis als jeder Hatchback.

    Jo, der MPS4 steht quer wie eine 1. Das vermittelt ein unheimlich solides Gefühl.

    Der ist aber auch beim normalen Fahren einfach richtig gut. Der Lenkwinkel wird z.B. absolut linear umgesetzt. Das was ich reingebe, macht das Auto dann auch genauso. Das können die wenigsten Reifen.

    Die Mitte (Centerpoint der Lenkung) ist richtig gut, stabil und mit feinem Ansprechen. Vielleicht eine Spur weich, aber dadurch unheimlich gut dosierbar und linear.

    Das Feedback in der Lenkung ist sehr gut und passt zu dem, was am Reifen passiert.

    Unter Belastung baut er nicht ab, sondern sogar auf.


    Das sind so viele Kleinigkeiten, die man aber in Summe bemerkt, bzw. bei denen es einem komisch vorkommt, wenn sie nicht passen.