Beiträge von Svanniversary

    Ohne jemanden zu nahe zu treten. Am Anfang (Fahr und Sicherheitstraining in Gifhorn) gab es nichts besseres als das Serienbilsteinfahrwerk und was anderes kommt nicht ins Auto. Aber lassen wir das.

    Ich möchte doch nur ein bisschen sensibilisieren.

    Am Ende habe ich das Fahrwerk aus völlig anderen Gründen getauscht, als denen, um die es hier in der Regel geht - zu wankweich, nicht sportlich genug, zu hoch. Das Bilstein Fahrwerk ist nach wie vor ein großer Tipp, nur leider passt es seitens Höhe und Charakteristik bei vielen nicht zum Geschmack ;) .

    Ich bin über 9 Monate mit dem Bilstein gefahren, bis ich mir sicher war, dass ich das, was mich stört, nur mit einem anderen Fahrwerk gelöst bekomme. Ich denke es ist kein Nachteil und keine Charakterschwäche, wenn man seine Meinung auch ändern kann, das auch eingestehen kann und stetig dazu lernt.


    Aber hier soll es um Reifen gehen ...


    Beim MPS4 sehe ich bis heute keinerlei Nachteile (außer vielleicht dem Preis) und kann ihn immer noch wärmstens empfehlen. Ich fahre ja noch den S001 und als ich letztens den Wagen eines Foren-Mitglieds mit MPS4 gefahren bin, war da sofort wieder das Gefühl, einen Reifen zu fahren, der alles richtig macht.


    Es würde mich wundern, wenn der Potenza Sport das auch nur annähernd so harmonisch hinbekommt. Ich denke/hoffe schon, dass ich in der Lage bin, mir da nicht selber in die Tasche zu lügen. Dazu brauche ich im Prinzip nur, den alten Testkatalog wieder herauszuholen und den Reifen objektiviert zu beurteilen ;) . Das ist das Schöne, wenn man nicht nur auf seinen Bauch hören muss, sondern so etwas schon einmal systematisch, mit Objektivierung gemacht hat und auch weiß, wo man hinschauen muss, um Vor- und Nachteile heraus zu fahren.

    Ich ahne sogar schon in welche Richtung das geht und das wird dann nicht nur Vorteile haben. Aber dazu mehr, wenn ich mir das wirklich praktisch anschauen konnte.


    Einige Nachteile des Potenza Sport zeichnen sich auch schon ab. Bei ähnlichem Preis zum MPS4 scheint er deutlich schneller zu verschleißen und aufgrund des höheren Rollwiderstands muss man auch mit etwas mehr Verbrauch rechnen. Im Komfort wird er auch deutlich schlechter sein, da er hier gemäß Tests schon schlechter als der MPS4S ist, der schon unkomfortabler als der MPS4 ist.

    Also auch hier gibt es, wie immer in der Technik, Vor- und Nachteile und man muss sich überlegen was die eigenen Schwerpunkte sind.


    Wirkt vielleicht komisch, aber ich kann da wirklich sehr emotionslos und professionell rangehen, was vielleicht nicht jedem gelingt ;) .

    Finde ich nicht. Bei meinem ersten MX-5 waren es 15 tkm (Bridgestone S001), vs. ca. 25 tkm beim MPS4. Da hat man schon gesehen, dass der MPS4 deutlich länger hält, auch bei recht ambitionierter Fahrweise.

    Es gibt immer sehr ambitionierte Fahrer, die so einen Reifen in max. 1-2 Saisons herunter fahren. Aber es gibt auch viele Fahrer mit „normalen“ Fahrprofilen, bei denen so ein Reifen ein paar 10 tkm hält.

    Super J_a_n . Das wird richtig gut passen. Der Wagen wird insgesamt vorne steifer, rollt weniger und die Balance schiebt sich nach vorne.

    Ich bin gespannt auf Deinen Bericht, aber sehr sicher, dass das genau in die richtige Richtung geht.

    Schön die Brücke geschlagen. Ich kenne beide Autos sehr gut und der GTI ist sicher sogar das unspektakulär schnellere Auto. Der MX-5 macht Tempo und Fahrdynamik erlebbar und ist je nach Erfahrung und Anspruch sicher auch das fahrerisch anspruchsvollere Auto. Was natürlich nicht heißt, dass man den MX-5 nicht auch entspannt und gemütlich fahren kann.

    Mein Werkstattmeister hat mir letztendlich zu meiner Entscheidung verholfen

    Dann ist doch gut. Der kennt den MX-5 sicher besser, als die ganzen Fahrer hier ;) .

    Wenn Dir die Diskussion geholfen hat, eine informierte Entscheidung zu treffen, hat es sich gelohnt. Wirkt auf mich aber leider auch nicht unbedingt, so, aber das mag ja auch täuschen.

    Vielleicht verrückt, aber ich möchte nicht das der MX-5 wie auf Schienen fährt.

    Da bist Du gar nicht so alleine und das ist auch der Grund, warum ich z.B. lieber gute Sportreifen fahre und keine Semis - ein vernünftiger Übergangsbereich und ein spielerisches und gut beherrschbares Fahrverhalten.

    Wenn man in die Richtung denkt, dann ist die Serie mit durchschnittlichen Reifen im Prinzip ideal.

    So etwas sollte man sich immer mal wieder vor Augen führen und ich kenne nicht wenige Beispiele, bei denen Autos modifiziert wurden bis sie perfekt und schnell fuhren - so lange, bis der Besitzer sie verkauft hat, weil sie ihm zu langweilig wurden.

    Am Ende sollte das Auto zum eigenen Fahrkönnen und den eigenen Vorlieben passen, oder - ich bin lieber mit einem langsamen Auto schnell, als mit einem schnellen Auto langsam ;) .


    Ein stabiles Heck sollte aber fahrzeugtechnisch immer dazu gehören. Der versierte Fahrer kann auch damit spielen und ich kenne wirklich niemanden, der Spass daran hat, wenn die Balance nicht stimmt und in jeder beliebigen Kurve, z.B. auch bei 160 km/h auf der Autobahn, das Heck plötzlich und unerwartet quer kommt. Das mag Ausnahmefahrer geben, die das z.B. in der Formel 1 beherrschen, aber ich glaube persönlich nicht, dass das auch nur für einen einzigen Fahrer hier, das richtige Setup ist.

    In den Diskussionen geht das sowieso immer munter durcheinander. Gemeint ist in der Regel ein spielerisches und nicht zu untersteuerndes Fahrverhalten, auch wenn man meint von übersteuern, oder einem losen Heck zu sprechen. Am Ende ist echtes (statisches) Übersteuern weder sinnvoll noch gewollt.

    übersteuert dabei parallel unser Hecktriebler und das Heck fängt an einen zu überholen ohne entsprechende Gegenmaßnahmen, welche dann ebenfalls Zeit kosten.

    Dann wäre bei Fahrwerksetup und -einstellung aber böse etwas schief gegangen. Normalerweise sollte jedes (!) Auto in so einer Situation, statisch, brav untersteuern.

    Den Impuls, dass das Heck kommt, bringt schlimmstenfalls der ungeübte Fahrer ins Auto.