Ich kann Euch ja ein wenig verstehen und sehe das dennoch differenzierter.
Im Trockenen skaliert der Reifen mit dem Fahrwerk. D.h. ohne es gemessen zu haben, sagt mein subjektiver Eindruck, dass ich mit dem Bridgestone (ja, ich fahre den auch noch) in Kombination mit dem Öhlins besser unterwegs bin, als mit Serienfahrwerk und MPS4. Also sehe ich trocken erstmal keine großen Defizite bei dem Reifen. Das Gripniveau ist o.k., wenn auch nicht überragend, Bremswege sind gut und das Übergangsverhalten im Grenzbereich ist sehr gutmütig. Also alles in allem ist das absolut alltagstauglich.
Die Nässeperformance ist zurecht in der Kritik, aber nmE auch aus den falschen Gründen. Das Gripniveau ist nämlich auch gar nicht so schlecht. Das Problem ist das Übergangsverhalten, weil der Reifen sehr unvermittelt und ohne Ankündigung abreißt, so dass das Auto sehr plötzlich ausbricht. Nicht schön, aber tatsächlich auch nichts, was mich persönlich in der Vergangenheit in Probleme gebracht hat (mag an meinem beruflichen Hintergrund liegen).
Dazu kommt, dass der Reifen ein schmales Temperaturfenster hat und bei niedrigeren Temperaturen nicht mehr so gut funktioniert. Das kann man aber ggf. vermeiden, wenn es wie bei mir und einigen anderen nicht das Hauptfahrzeug ist.
Das hat bei mir auch dafür gereicht, dass ich mich entschlossen hatte, den Bridgestone die erste Saison zu fahren und damit bin ich auch im Trockenen und Nassen sehr gut klar gekommen.
Jetzt sieht es dann so aus, wie bei @dave_man, dass nur noch knapp 4 mm Restprofiltiefe drauf sind und der Reifen dann auch fast zwei Jahre alt ist, so dass ich ihn dann im nächsten Frühjahr auch gegen den MPS4 tauschen werde.
Ich bin aber dabei, dass jemand der den Wagen bei jedem Wetter braucht, auch bei niedrigeren Temperaturen fährt und vielleicht auch nicht so geübt im Umgang mit dem Fahrzeug ist, den Reifen lieber früher, als später tauschen sollte.