Ich versuche noch einmal etwas Konstruktives bei zu tragen. Wenn nicht für @Jack Meoff, vielleicht für die anderen, die Ihr Interesse an dem Projekt und den Hintergründen geäußert haben.
Ich habe mich die Tage noch einmal ein wenig mit der Theorie beschäftigt, da mir die ganzen feinen Balance-Unterschiede der verschiedenen Fahrwerke keine Ruhe gelassen haben.
Was mir aufgefallen war, man muss sehr deutliche Anpassungen im Sturz vornehmen, um leichte Unterschiede in der Balance auszugleichen.
Passend dazu findet man in der Literatur den Hinweis, dass hoher Sturz, zwar dass Querführungspotential des Reifens erhöht, ABER nur in einem sehr geringen Maße.
D.h. wenn ich Unterschiede in der Balance nur durch den Sturz ausgleichen möchte, muss ich schon sehr signifikante Änderungen im Sturz vornehmen.
Auf gut deutsch, der Einfluss des Sturzes auf die Balance und Querführung ist nicht so groß.
Die Hinterachsspur wiederum hat einen relativ deutlichen Einfluss auf den Schwimmwinkel und damit auf die Balance. Das findet sich hier bei uns wieder, in der noch relativ neuen Empfehlung dem Wagen hinten 24‘ Minuten Gesamtspur zu geben.
Was heißt das für diesen Thread?
Wenn ich deutliche Änderungen in der Balance erreichen möchte, dann sollte ich in der folgenden Reihenfolge ansetzen, mit abnehmender Effektivität:
- Stabis (vorne weich, hinten hart)
- Federn (vorne weich, hinten hart)
- Spur (weniger Spur an der HA, bis zu Nachspur)
- Sturz (vorne mehr, hinten weniger)
Die Ausgangsfrage bezog sich auf den Vorderachssturz und das scheint dementsprechend eher die falsche, bzw. nur eine unterstützende Baustelle zu sein.
Ich würde das Thema für mich wie folgt angehen:
- Einbau eines ST-X, oder KW V3 Fahrwerks, da dieses schon eine heckbetonte Federratenauslegung hat
- Einbau von verstellbaren Stabis, z.B. H&R, diese auf vorne hart und hinten weich einstellen
- In dieser Konfiguration das Auto für maximale Fahrsicherheit und normalen Landstraßenbetrieb einstellen lassen, Werte eher sehr moderat, für weiche Fahrzeugreaktionen und einen Grenzbereich der niedrig und breit ist
Für den Wettbewerb würde ich dann wie folgt vorgehen:
- Stabis verstellen auf vorne weich und hinten hart
- wenn das nicht reicht, einfach Vorderachsstabi für den Wettbewerb aushängen
Den Stabi-Umbau halte ich dabei für erforderlich, da der hintere Serienstabi so dünn ist, dass der mir alleine nicht viel hilft, selbst wenn ich den vorderen aushänge. Steife Zubehör-Stabis erhöhen die Wirkung deutlich.
Mit dem Vorgehen bekomme ich Straße und Drift unter einen Hut und habe für beides eine Lösung.
So würde das der Fahrwerkentwickler machen
.