Da ist wohl mal wieder ein Ausflug in die Theorie notwendig...
Eigenlenkgradient – Wikipedia
Der Eigenlenkgradient bestimmt das Fahrverhalten im Grenzbereich und die Steuertendenz eines Fahrzeugs. Er ist unabhängig von der Geschwindigkeit, dass heißt das Eigenlenkverhalten ist über den gesamten Geschwindigkeitsbereich konstant.
Berechnen tut man so etwas mit einem Einspurmodell:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Einspurmodell
Man muss wie immer unterscheiden zwischen dem stationären Fahrverhalten und dem instationären Fahrverhalten.
Stationär untersteuert das Auto bei allen Geschwindigkeiten. Instationär ist das Auto umso weniger untersteuernd (also instabiler), je höher die Geschwindigkeit und je größer die Dynamik ist. D.h. bei höheren Geschwindigkeiten reichen schon kleinere Lenkwinkel und Lenkwinkelgeschwindigkeiten, um durch Lastwechsel ein instabiles Fahrverhalten auszulösen.
P.S.: Im Artikel zum Eigenlenkgradienten findet sich auch eine meiner Kernaussagen - „Alle heutigen PKW sind im linearen Bereich aus Gründen der Fahrsicherheit untersteuernd ausgelegt (siehe Einspurmodell), d. h. der Eigenlenkgradient ist hier immer positiv. Aussagen wie „das Fahrzeug verhält sich weitgehend neutral“, sind im Sinne der Definition nicht zutreffend.“
In dem Sinne sind auch so gut wie alle Fahrwerkeinstellungen des MX-5, die wir hier so handeln, untersteuernd. Man kommt aber dennoch in Einstellbereiche, wo das Auto bei höherem Tempo schon durch leichteste Lastwechsel instabil wird und das ist für den öffentlichen Straßenverkehr keine gute Idee.