Weil der andere Exzenter wahrscheinlich schon woanders stand? Keine Ahnung, aber wenn man die Schrauben in der falschen Reihenfolge und falschen Quantität bedient, kann man sich da schon verlaufen und bekommt bestimmte Werte nicht hin.
Beiträge von Svanniversary
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Hallo Jürgen,
die einzige halbwegs vernünftige Erklärung die ich habe ist, dass sich KW eventuell an den Einstellvorgaben für die Serie orientiert hat. Das ist nicht so unüblich, weil man ja davon ausgehen muss, dass bei einer Vermessung beim Händler nach Werksvorgaben gearbeitet wird und nicht nach irgendwelchen Werten, die in einem Forum herum geistern
. Damit, also mit hinten ca. 1° Sturz mehr als vorne, passt es dann auch.Rein aus Sicht Performance hätte man das sicher anders machen müssen.
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Du hast das Stichwort genannt "bei der Exzenterschraube". Das bekomme ich nur eingestellt, wenn ich beide Exzenter am vorderen Querlenker virtuos parallel bediene.
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Hallo Jürgen,
das liegt an der unterschiedlichen Übersetzung, also dem Angriffspunkt der Federn. Vorne musst Du die Steifigkeit mit 0,42 multiplizieren und hinten mit 0,76. Dazu kommt natürlich noch der Stabi und bei scharfer Kurvenfahrt noch der Druckanschlag, die auch Einfluss auf die Balance haben.
Unter Vernachlässigung von Stabi und Puffer ist ein Verhältnis vorne/hinten von 1,81 optimal, um gleiche effektive Federraten an Vorder- und Hinterachse zu fahren. Praktisch geht man dann an der Hinterachse noch etwas höher, damit die Hinterachse schneller hubt als die Vorderachse und das Auto damit auf Bodenwellen parallel vorne und hinten hubt (d.h. die Hinterachse ist schneller als die Vorderachse und holt diese ein). Das wird dann wiederum in der Rollsteifigkeit durch den steiferen Stabi vorne ausgeglichen, so dass sich trotzdem ein leicht untersteuernd/neutrales Fahrverhalten ergibt.
Das war jetzt schon ein recht detaillierter Ausflug in die Fahrwerksauslegung. Ich hoffe es hilft trotzdem
. Wer das vertiefen möchte, sollte mich mal auf einer Tour, oder einem Stammtisch ansprechen. Das führt hier wohl etwas zu weit.Man sieht auf jeden Fall, dass fahrdynamisch die vordere Federrate deutlich höher als die Hintere sein sollte. Gleiche oder sehr ähnliche Federraten machen das Auto sehr hecklastig.
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Ich behaupte mal kühn, dass da bei der Einstellung etwas schief gelaufen ist und der Nachlauf auf beiden Seiten stark unterschiedlich stand, so dass es auf der einen Seite gepasst hat und auf der anderen nicht.
Aus dem Protokoll kann man das leider nicht erkenne, weil er das ja dann auf gleiche Werte korrigiert hat. 0°37' ist viel zu wenig. 1° und ein bisschen mehr erreicht man in der Regel bei jedem Serienauto. -
Wie sieht es denn mit dem Nachlauf aus? Nachlauf und Sturz sind direkt abhängig und wenn der Nachlauf falsch steht, kann ich den Sturz nicht richtig einstellen.
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Afaik bietet Öhlins auch 100/70 an.
Grüße,
JürgenNein, in D gibt es nach meiner Kenntnis nur ein Gutachten für 100/40. In den USA sind zusätzlich noch die Varianten 100/60 und 70/40 gern genommen. 100/70 ist mir noch gar nicht untergekommen (wäre auch hinsichtlich der Balance eher ungünstig).
Oehlins bietet die Federn in (den meisten) Zehnerschritten an. Das muss dann allerdings per Einzelabnahme eingetragen werden.
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Da müsstest du mir doch beipflichten?
Kann ich leider nicht, weil ich die Variante noch nicht gefahren bin
. Verstehe aber die Aussage, dass sich das in der Kombination aus Federung und Dämpfung nicht unkomfortabel bzw. unkomfortabler angefühlt hat. -
Gibt es eigentlich irgendwo ne Übersicht über die Federraten der einzelnen Fahrwerke?
So etwas
: Datensammlung Fahrwerksfedern? -
Hallo,
es kam schon häufig die Frage auf, welche Federraten in den einzelnen Fahrwerken verbaut werden. Ich fange mal an, mit der Bitte um Korrektur und Vervollständigung.
Variante Federrate
v/h (N/mm)Effektives
Federratenverhältnis
v/hEigenfrequenzverhältnis
v/hSerie 27/14 1,30 0,99 Bilstein Sportsline 27/18 1,05 0,88 Eibach ProKit 33/18 1,20 0,97 H&R Federn 31/14 1,42 1,07 KW V3/ST X 40/37 0,72 0,74 KW V3 custom 60/37 0,97 0,91 KW Clubsport 70/50 0,83 0,85 H&R Monotube 50/30 1,03 0,92 Bilstein B14/B16 60/40 0,91 0,88 BC Racing 50/30 1,03 0,92 Zymexx K-TEC 70/40 1,03 0,95 SPS Street 67/38 1,04 0,95 SPS Performance 120/60 1,11 1,01 Silver Neomax N
54/29 1,11 0,97 Silver Neomax S (SPS) 70/40 1,03 0,95 Oehlins 100/40 100/40 1,38 1,13 Oehlins 70/40 70/40 1,03 0,95 MX-5 Cup 105/62 1,33 0,93 Legende
Die Feder-Übersetzung vorne beträgt ca. 0,63, hinten 0,88.
Das effektive Federratenverhältnis ist ein Maß für die Rollsteifigkeit inklusive Stabi. Berücksichtigt wurde eine Stabirate von 16 N/mm vorne und 3 N/mm hinten. In ganz grober Näherung ist das Federratenverhältnis ein Indikator für die Steuertendenz der Auslegung unter Vernachlässigung der Druckanschläge. Ideal wäre dann beim ST mit einer Gewichtsverteilung von 50/50 ein Wert von 1,00. Werte kleiner 1 bedeuten, dass das Auto hecklastig/übersteuernd ist, über 1 frontlastig untersteuernd. Hier muss man dann entsprechend die Fahrwerkeinstellung anpassen, damit das Auto ausbalanciert ist.
Das Verhältnis der Eigenfrequenzen ist ein Maß für das Schwingverhalten der Karosserie. Ideal sind hier Werte zwischen 0,91 und 0,95, was bedeutet, dass die Hinterachse etwas schneller ist als die Vorderachse. So ergibt sich ein paralleleres Huben der Karosse.Die Berechnungen gelten für den ST mit 50/50 Achslastverteilung und sind aufgrund der Unschärfe der im Internet gefundenen Daten als grobe Indikatoren für die Auslegung zu sehen, ohne den absoluten Anspruch auf wissenschaftliche Korrektheit.