Beiträge von Svanniversary

    Die absoluten Summen in den Bilanzen schauen für den Privatmann immer gigantisch aus.
    Da muss nan schon auf Umsatz, Anzahl Mitarbeiter und andere Kennzahlen schauen.


    Passender sind da die Themen Umsatzrendite und Cashflow. Dazu gibt es auch Studien, welche Renditen erforderlich sind, damit ein Unternehmen krisensicher aufgestellt ist und Zukunftsinvestitionen stemmen kann.
    Auf der Basis geht es einem BMW, Audi und Mercedes gut. VW ist gerade so im grünen Bereich und andere Firmen knapsen übertragen am Existenzminimum.


    Das Thema ist schon etwas komplizierter.

    Nein, das weiß ich leider auch nicht sicher. Nach meiner Erfahrung, die aber nur bis knapp über 100 km/h geht, war es komplett deaktiviert.


    In der Regel werden auch ASR Eingriffe angezeigt und z.T. werden die Systeme auch wieder aktiv, wenn man die Bremse betätigt. Insofern ist die Aussage, dass es auch bei höherer Geschwindigkeit Regeleingriffe gibt möglich, heißt aber nicht zwangsläufig, dass das ESC wieder aktiv ist.


    Bisher bin ich auch unter allen Umständen sehr gut mit aktiviertem ESC klar gekommen, da es bei einer sauberen Linie auch nicht eingreift.
    Als ich damals noch eine Fahrwerkeinstellung gefahren bin, die das Auto zu hecklastig gemacht hat, hat das ESC gestört, bzw. ich war häufiger in der Regelung. Das lag aber nicht am ESC, sondern am schlechten Setup des Autos.

    Wäre durchaus interessant zu wissen, wo die Grenze ist, bzw. ob sich das prozentual zur Geschwindigkeit ändert oder man "ab 80 km/h" plötzlich anderes ESP-Verhalten hat. Das würde den Unfall vielleicht auch ein wenig erklären. Hat da jemand Infos?

    Normalerweise macht man das ohne Sprünge kontinuierlich, allerdings eher progressiv. So kommt es mir beim MX auch vor.


    Bis 60 km/h ist er recht frei, bei 80 noch ein wenig und über 100 nimmt das ESC ihn an die enge Leine.


    @Nelle, mit den BMWs geht mir das sehr ähnlich.

    Das ist beim MX geschwingkeitsabhängig. Bei niedrigen Geschwindigkeiten lässt er recht hohe Schwimmwinkel zu. Da regeln die Systeme von BMW und Co früher.
    Physikalisch musst Du eigentlich ähnliches leisten, aber der MX hilft später/weniger.

    Das wäre ganz klar vermeidbar gewesen!

    Glaube ich persönlich nicht. Das war eine sehr unschöne Gemengelage aus Lobbyismus auf allen Seiten (DUH, Autoindustrie, Politik), Politik und wirtschaftlichen Interessen, die schon sehr lange in Schieflage war.
    Der Dieselskandal war dann nur der Katalysator, der den Flächenbrand entfacht hat. Ansonsten hätten wir früher, oder später die gleiche Diskussion geführt, egal ob jetzt über NOx, oder in wenigen Jahren über CO2.
    Das was mich persönlich am Meisten ärgert ist, dass die Diskussion völlig vorbei an den technischen Hintergründen geführt wird und wir schlimmstenfalls viel Geld an den Stellen versenken, an denen es keinen wirksamen Benefit gibt. Denn das gleich Geld wird im Moment eigentlich gebraucht, um an Alternativen Antrieben und der entsprechenden Infrastruktur zu arbeiten. Aber im Moment bestehen alle darauf veraltete Technik zu subventionieren.


    Den finanziellen Gedanken kann ich gut nachvollziehen, nur zahle ich bei einer Haltedauer von fünf Jahren etwa zwei Drittel des Kaufpreises und der Zweite nur ein Drittel. Also tanzt der nach meiner Pfeife, nicht umgekehrt. Klingt vielleicht etwas exzentrisch, dafür wird der Wagen an den nächsten Exzentriker verbimmelt. Gibt genug davon.

    Passt, ich gehe da auch keine faulen Kompromisse ein. Aber an Ecken, die mir nicht wichtig sind, oder wo es nicht weh tut, mache ich es zumindest so, dass der Wiederverkauf nicht unnötig schwierig wird.

    Und dennoch hat er recht. Warum meinst Du, gibt es sonst einen Anpassfaktor im WLTP/RDE zwischen Prüfstand und Straße.


    In einer idealen Welt mit viel Blümchenduft aus dem Auspuff kann ich das alles nachvollziehen was Du schreibst. In einer realen Welt, sollte man mit Augenmaß das Kosten/Nutzen Verhältnis, die Verhältnismäßigkeit und den volkswirtschaftlichen Effekt im Auge behalten.


    Das ist immer total einfach auf "die da oben" zu schimpfen und klar soll die Industrie überall das Beste von Übermorgen schon heute einbauen. Aber glaubt irgendjemand wirklich das "die Industrie" das einfach so zahlt? Da stecken Gewinnmodelle und Renditeanforderungen dahinter und am Ende gibt es nur einen der Geld in die Kassen spült und das ist der Kunde.
    Alles was ich da fordere zahlt der Kunde am Ende mehr, denn woher sollte denn "die Industrie" sonst das Geld dafür nehmen, wenn nicht aus ihren Einnahmen.


    Und dann sind wir wieder schnell beim Thema bezahlbare Mobilität für jeden, die mit jeder neuen Forderung in weite Ferne rückt. Ich kenne aber irgendwie niemanden der freudig erregt ruft "hurra, die Autos werden teuer, aber dafür sind sie ja schön sauber".


    Das beste Beispiel sind doch aktuell die E-Fahrzeuge. Zero Emission und gleichzeitig Ladenhüter, weil kein Mensch bereit ist, für weniger Nutzen mehr Geld auszugeben.


    Versteht mich bitte nicht falsch. Klimaschutz und auch saubere Städte sind absolut wichtige Punkte um die man sich kümmern muss. Aber bitte doch nicht, in dem ich hier Solitär die Automobilindustrie für sämtliche Schadstoffe und den Weltfrieden verantwortlich mache. Aus meiner Sicht muss man sich da um einen holistischen, globalen Ansatz kümmern und da darf es nicht nur um NOx, CO2 oder andere solitäre Betrachtungen gehen und auch nicht nur um die Autos.
    Dann bin ich wieder voll dabei. Wenn dann feststeht wer welchen Beitrag leisten muss, dann muss es auch die Autoindustrie leisten. Und dann aber bitte auch so, dass nicht in Amerika und China alles rausgeballert wird, während Lieschen Müller in Hamburg ihr Auto nicht mehr benutzen darf und nicht weiß, wie die Kinder in die Schule kommen.