Beiträge von Svanniversary

    Fahrwerke mit Höhenverstellung über Fußpunkt oder Bodenhülsen bieten sehe große Verstellbereiche bei stets optimalem Nullpunkt des Dömpfers und passenden Ein- und Ausfederwegen. Das damalige BC-Racing und das jetzige SPS-gelabelre Fahrwerk von SPS haben eine solche Verstellung und das BC funktioniert richtig gut. Mit dem BC war auch Serienhöhe mögliche, eine Aussage für das neue FW kann sicherlich SPS treffen.

    Wobei man sie eben generell auf die niedrigste Standhöhe auslegen muss, weil ich ja durch das höher Schrauben keinen Federweg gewinne. Ein Gewindefahrwerk mit Federtellerverstellung in der höchsten Einstellung hat da mehr Reserven.

    Mit 10-20' Sturzdifferenz im Serienfahrwerk sollte der Wagen auf jeden Fall eine ordentliche Stabilität bieten. Wenn das vorher ein Problem war würde ich dann vorne auf 10' und hinten auf 20' Gesamtspur gehen. Damit sollte das normalerweise funktionieren.


    Ich fand das Wanken beim Bilstein auch gar nicht so schlimm, aber es nimmt dem Wagen enorm viel Präzision und erstaunlicherweise würde ich sogar sagen, dass auch die Beherrschbarkeit eher besser wird, wenn man es nicht übertreibt. Der Wagen ist dann auf jeden Fall deutlich unempfindlicher was Lastwechsel angeht und schwingt weniger nach.
    Ich hatte gerade gestern so eine Situation mit einem G131, bei dem der Wagen nach einem Lastwechsel durch das Wanken nochmal richtig in die Gegenrichtung ausgeholt hat und ich dann ein zweites Mal einfangen musste. So etwas macht meiner gar nicht.

    Hi Nelle,


    ich arbeite mich mal durch und teile ein paar Gedanken, auch eher meinem Bauchgefühl folgend.


    1a) Würde ich der Kombi aus Reifen, Einstellung und Fahrwerk zuschreiben und ist sicher nicht singulär lösbar. Ich vermute, dass die Kombi aus "wenig" Sturz an der Hinterachse und viel Vorspur dem Übergangsbereich nicht zuträglich ist und das Auto limitiert. Ich würde an der Hinterachse in Richtung 1°30' bis 1°40' Sturz gehen, wenn noch einstellbar. Vorne 1°15' bis 1°20' ist o.k. Die Vorspur vorne in der Höhe ist unnötig und auch nicht schön für das Lenkgefühl. Das Auto verspannt ein wenig und wird unharmonisch. So was bin ich selber mal gefahren und dann wieder auf die empfohlenen 5' pro Seite zurück gegangen. Hinten würde ich nach Erhöhung des Sturzes die Spur zurück nehmen auf einen Wert zwischen 6 und 10' einstellen, je nachdem wie stabil Du es gerne hättest.
    Nach meiner Erfahrung wird die Hinterachse mit mehr Sturz definierter und vorhersehbarer. Wenn er dann hinten zu stabil wird, sprich wenn die Balance nicht mehr passt, kann man die Spur etwas zurück nehmen.


    1b) Kann ich nicht nachvollziehen. Ist mir mit dem Bilstein nicht aufgefallen, jedenfalls nicht so speziell an der Hinterachse. Hochfrequent wäre auch eher ein Problem der Highspeed Dämpfung, was das Auto unruhig macht und den Grip limitiert, aber keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Fahrgefühl hat (Stichwort Radprellen). Unterdämpfung im fahrdynamischen Bereich würdest Du eher daran merken, dass das Heck auf schlechten Straßen pumpt und nicht zur Ruhe kommt.


    1c) Ja, ist so konzeptbedingt beim Bilstein.


    3a) Geschmackssache. Mit einem normalen Reifen kann das eine Spur querweich werden, mit der hohen Seitenwand. Mit dem richtigen Reifen die optimale Dimension, aber dann braucht man auch einen eher steifen Reifen, wie den Toyo. Für einen normalen, eher gutmütigen Reifen sehe ich 17" als recht guten Kompromiss an.


    3b) An sich sicher eine gute Idee, siehe 3a).


    3c) Sollte in Richtung Deiner Ziele gehen, aber der alleinige Dämpfertausch ist auch nur ein vergleichsweise kleiner Schritt, der Dir eventuell nicht reichen wird.


    4a) Kann ich gut verstehen. Nach meiner Erfahrung ist ein ST-X, oder V3 in der obersten Position (ca. -30 mm) noch absolut alltagstauglich. Es gibt überhaupt keine Probleme bei Speedbrakern, extrem schlechten Landstraßen, Parkhäusern usw. Einzige Einschränkung, die ich bisher gefunden habe, sind sehr hohe Bordsteine beim Einparken.


    4b) Der Gedanke ist absolut richtig, aber sehr starkes Wanken wie hier limitiert das Fahrzeug auch stark. Es leiden Präzision, Anlenkverhalten, Bremsgefühl und auch der Übergangsbereich kann dann sehr breit und matschig werden. Das Bilstein ist da für mich hart an der Grenze. ST-X und V3 fahren recht moderate Federraten. Die Beweglichkeit des Autos bleibt erhalten, mit viel Feedback und einem ordentlichen Übergangsbereich, aber gleichzeitig wird das Wanken schon deutlich reduziert. Aus meiner Sicht ein ziemlich optimaler Kompromiss.


    Das größte Verbesserungspotenzial sehe ich in Anbetracht der tückischen Bridgestones in neuer Bereifung. Da bin ich schon sehr gespannt. Freut mich auch, dass es in 205/50 trotz des geringen Angebots Reifen gibt, die gut auf dem MX-5 funktionieren.


    @Merten124: Mein Widerwillen gegen Gewindefahrwerke geht eigentlich gegen Null. In Wirklichkeit weiß ich ja gar nicht, ob es mit ein paar Zentimetern weniger Bodenfreiheit nicht doch gut geht. Ist mehr so eine Befürchtung von mir. Wenn hier jemand schreibt, dass er mit seinem Gewindefahrwerk jedes noch so bucklige Alpensträßchen ohne Aufsetzer bewältigt hat, bin ich nicht abgeneigt. Ich müsste mir nur darüber klar werden, ob ich wirklich so harte Federn möchte.

    Volle Zustimmung zum Thema Reifen. Das ist mit Sicherheit der größte Hebel, wobei ich mit dem Bridgestone im Trockenen, mit dem richtigen Fahrwerk und der richtigen Einstellung sehr zufrieden war. Er bietet zwar nur durchschnittlichen Grip, war aber sehr definiert und gutmütig.


    Ich hatte ähnliche Bedenken zum Thema Gewindefahrwerk, aber die haben sich überhaupt nicht bestätigt. Restkomfort und Gutmütigkeit bleiben bei meinem V3 voll erhalten und wie oben geschrieben gab es bisher keinerlei Probleme mit der Bodenfreiheit.



    Welche Optionen fallen mir jetzt noch ein:
    1. Zieh das mit den Konis durch. Damit das klappt solltest Du aber Kompromissbereitschaft mitbringen und nicht erwarten, hinterher ein komplett anderes Auto zu haben. Wenn Du dann noch was am Wankwinkel machen willst ohne die Standhöhe zu verändern, könnte man die Stabis tauschen. Preislich bist Du aber in der Kombi Koni + Stabis, beim Händler eingebaut, locker bei dem, was ein V3 mit Einbau kostet.
    2. Den großen Sprung machst Du nur mit einem Gewindefahrwerk. Optimalerweise ist das dann noch in der Dämpfung einstellbar, so dass Du Feintuning betreiben kannst. Mein Tipp wäre da klar das V3 aus den folgenden Gründen: Moderate Tieferlegung, moderate Federhärte und einstellbare Dämpfung. Das Oehlins ist sicher gut und man kann es höher stellen, aber die Federraten sind noch einmal deutlich härter.


    Das Beste wäre, wenn sich jemand in Deiner Nähe findet, bei dem man mal die eine oder andere Option fahren kann. Bei der Investition würde es sich ja fast lohnen, wenn Du Dich hier im Forum verabredest und einmal dahin reist, wo es User gibt, die verschiedene Deiner Wunschvarianten eingebaut haben. Hier bei uns im Großraum Hannover haben wir z.B. jemanden mit Konis und mein V3 zum ausprobieren.

    Aus Kostengründen. Da ist Mazda nicht besser als alle anderen. Sparen, sparen, sparen. Aber wir wollten in diesem Thread doch nicht über Reifen debattieren. ;)

    Das glaube ich nicht einmal. Im OEM-Geschäft nimmt sich das nicht so viel. Vielleicht hängt es einfach mit japanischen Geschäftsverflechtungen zusammen, oder mit dem was die Japaner glauben, dass es einen guten Reifen, speziell für Amerika, ausmacht. Wer weiß...