Beiträge von Svanniversary

    Nur zur erklärung.
    Ich wohne in ner Großstadt. Ich muss es einfach nicht haben, dass ich bei nem neuen Motor alle 30 Sekunden wieder ein Start Stop hab. Gerade in der Einfahrzeit.

    Warm laufen im Leerlauf ist eine der übelsten Belastungen, die man einem Motor antun kann. Mag ein besseres Gefühl für Dich sein, aber technisch nicht sinnvoll. Das verlängert nur unnötig die Zeit, die der Motor kalt laufen muss.
    Zügiges warm fahren im Betrieb und stehender Motor im Leerlauf sind da günstiger.

    Ich finde es immer wieder interessant wie hier Probleme theoretisch zerschlachtet oder zerlegt werden. Ohne überhaupt das Fahrzeug gestestet oder gefahren zu haben.


    Das Differential sowie die Antriebswelle oder Kardanwelle sind vom Hersteller Aisin geratet bis 310 NM. Das ist die Freigabe des Herstellers, das Getriebe ist von Mazda selbst gebaut und entwickelt, hier gibt es keine genaue Aussage zu. Ich kann aber sagen, das in Amerika mit beiden Varianten mehrere Stunden auf der Rennstrecke gefahren worden ist, und ich nach unseren Testfahrten bisher sagen kann, das ich hier nicht die Probleme sehe.


    Gruß Jan

    Hi Jan,


    wenn du alleine über fahren und testen die Festigkeit von Bauteilen über Laufzeit einschätzen kannst, finde ich das fantastisch. Soll ich Dir eine Adresse für Deine Bewerbungsunterlagen zusenden? Wir scheinen dann ja in der Autoindustrie mit Millionen von km auf Prüfstanden und Prüfgeländen irgendetwas nicht verstanden zu haben ;-).
    Das hält also mehrere Stunden? Nicht schlecht. Schaffe ich, denke ich, mit vergleichbarer Belastung in einer Saison im Harz. Ich hätte aber schon den Anspruch, dass die Teile länger halten.
    Das Getriebe ist ursprünglich nicht einmal mit dem Seriendrehmoment klar gekommen und keiner von uns weiß, wie robust Mazda nachgebessert hat. Auf der Basis ist ein "hält schon" schon etwas dünn.
    Bist Du bei Diff. und Wellen sicher, dass Mazda mit Aisin keine eigenen Anforderungen und Auslegungen definiert hat und die Teile aus Gründen Leichtbau und Kosten für den MX-5 angepasst wurden? Was sind das für 310 Nm? Dauerlast, Überlast, Stoßlast? So ganz einfach ist das ja nun einmal alles nicht.


    Und dennoch finde ich auch, dass Ihr da tolle und interessante Sachen macht. Wenn ich so einen Umbau vornehmen würde, würde ich aber zumindest in Betracht ziehen, dass Teile vorzeitig verschleißen und dafür ein wenig Geld zur Seite legen.
    Denn eins ist aus Sicht des Maschinenbaus einfach. Da solche Automotive Teile immer nur zeitfest und so gut wie nie dauerfest sind, wird eine Erhöhung der Last auch immer eine Reduzierung der Lebensdauer verursachen. Die Frage ist dann nur wie weit man noch kommt...

    Das Drehmoment liegt in dem Moment maximal an, in dem ich Vollgas fahre und zwar genau um den Betrag höher, um den es gesteigert wurde. Das hat mit dem Anfahren nichts zu tun.
    Bei 20 % Drehmoment-Steigerung wird das Getriebe auch bei jeder Fahrt mit entsprechend mehr Drehmoment belastet, es sei denn ich fahre nie wieder Vollast. Dann brauche ich aber auch keine Steigerung.


    Das ist im wesentlichen der Unterschied zwischen Bruchbelastbarkeit und Verschleiß durch ein Lastkollektiv.

    Ich habe da nur meine bescheidene Erfahrung aus der Entwicklung von Serienfahrzeugen ;-).


    Im Ernst, das Getriebe scheint eine Schwachstelle zu sein und wir wissen nicht, wie nachhaltig Mazda nachgebessert hat. Ich persönlich hätte da schon Bedenken, da noch mehr Drehmoment drauf zu geben.
    Es gibt heute gute Berechnungs- und Simulations-Methoden und Mazda hat viel Leichtbau betrieben.
    D.h. viel Fleisch wird da nicht am Knochen sein.

    Ich bin ja der festen Überzeugung, dass wenn kein Fehler in der Konstruktion vorliegt, ein Motor grundsätzlich erstmal keinen nennenswerten Ölverbrauch hat.
    Und wenn man einigermaßen anständig mit dem Auto umgeht, bleibt das in der Regel auch so.
    Ständige Knallgasfahrten, egal ob warmgefahren, sind für mich KEIN anständiger Umgang.
    Ich verurteile zwar niemanden, der Spaß daran hat, aber wundern darf man sich dann halt nicht über ggfs. erhöhten Verbrauch und Verschleiß.

    Und ich bin der festen Überzeugung, dass wenn kein Fehler in der Konstruktion vorliegt, ein gut eingefahrener und betriebswarmer Motor Vollast und Drehzahlen bis zum Begrenzer problemlos aushalten muss, ohne dass dadurch eine besondersartige Schädigung oder Verschleiß eintreten. Das ist für einen Verbrennungsmotor einfach normaler Betrieb.

    Ab welcher Leistung und welchem Drehmoment leidet der Wagen wirklich?

    Drehmoment ist die entscheidende Größe. Das Getriebe wurde bereits im Feld nachgebessert, weil es dem Seriendrehmoment nicht Stand gehalten hat. Die nächsten Schwachstellen sind dann die anderen Triebstrang-Komponenten Kupplung, Kardanwelle, Antriebswellen.
    Ich würde da von maximal 10 - 20 % Toleranz ausgehen. Bei ausgiebiger Nutzung des höheren Drehmoments eher von weniger.


    Auf gut deutsch, ich erwarte nicht, dass die Serienteile mit mehr als 10 % mehr Drehmoment ihre Auslegungs-Laufleistung erreichen. Wie schnell es dann im einzelnen geht und man wirklich Schäden hat, wird man aber so nicht prognostizieren können.


    Wenn man so etwas macht, sollte man auch noch ein bisschen Geld auf der Tasche haben, um mal ein defektes Teil tauschen zu können.

    Prima, hört sich ja gut an. Dann vermute ich stark, dass das Hauptproblem der Störkrafthebelarm ist und das Auto einfach sehr stark auf Störungen reagiert und deshalb nicht sauber geradeaus läuft.
    Das Ergebnis ohne Platten würde mich auch brennend interessieren ;-).

    Jepp,



    ich bin auch blutiger Anfänger und erhoffe mir von dem "Lehrgang" mein Auto besser kennen zulernen und in Grenzsituationen beherrschen zu lernen. Passieren kann immer mal was ...

    Gute Einstellung ;-).


    Teil 1: Grenzsituationen erleben und hören was die richtigen Strategien und Gegenmaßnahmen sind
    Teil 2: üben, üben, üben
    Teil 3: Grenzsituationen halbwegs erfolgreich meistern
    Teil 4: üben, üben, üben
    Teil 5: sicher wissen wie man reagieren muss und meistens klappt es
    Teil 6: üben, üben, üben
    Teil 7: siehe Teil 5
    Teil 8: siehe Teil 6
    ...
    Teil x: Fahrzeugbeherrschung ;-).


    Ein Lehrgang reicht da leider bei weitem nicht, aber es ist der richtige Beginn für einen langen Weg ;-).