Beiträge von Svanniversary

    Schmiedefelgen sind immer teurer (Jaja, es gab die Diskussion hier die Tage erst, aber im großen udn ganzen stimmt das schon so) da der Herstellungsprozess in der Regel aufwändiger ist.

    Ich will das (um Himmels Willen) nicht wieder aufwärmen, aber vielleicht können wir uns bitte darauf einigen, dass Schmiederäder am Markt in der Regel teurer angeboten werden. Die Fertigung rechtfertigt jedenfalls in keinem Fall Aufpreise von mehreren hundert Euro.
    Entschuldigt das bitte, aber da kringeln sich mir die Fußnägel, wenn hier immer wieder das Gerücht verbreitet wird, dass es an der Fertigungsmethode liegt und diese mehrere hundert Euro Aufpreis rechtfertigen soll.
    Fakt ist, dass sich für Schmiederäder deutlich höhere Marktpreise durchsetzen lassen und diese daher in der Regel nur mit hohen Aufpreisen angeboten werden. so dass es auch nur sehr wenige, bzw. für den MX-5 wahrscheinlich gar keine, preisgünstigen Angebote für Schmiederäder gibt.


    Für ein BBS-Rad in Schmiedetechnologie im Aftermarket-Angebot finde ich den Preis eigentlich auch noch ganz in Ordnung. Der ist ja nicht so weit weg von den 300+x Euros für die das diskutierte OZ-Rad, als reines Gussrad, angeboten wird.

    Eine Radmutter lässt sich nicht auf die reine Spezifikation von Geometrie, Zugfestigkeit usw. reduzieren. Eine sehr große Rolle spielen Oberflächenbeschichtungen und damit z.B. die Gewinde- und Unterkopfreibung.


    Da kann man Glück, oder auch Pech haben, aber das Thema an sich ist definitiv nicht so trivial wie es scheint.


    Zum Thema Radsicherungen vermute ich stark, dass damit, wie üblich, die Verwendung einer einzelnen Sicherungsmutter in Verbindung mit 3 Original-Muttern gemeint ist. Das ist in der Regel zulässig und ein Unterschied ggü. dem Tausch aller vier Muttern.


    Davon abgesehen vermute ich schon, dass das Thema beim MX-5 eher unkritisch ist und man damit kein großes Risiko eingeht, aber ohne Prüfung würde ich so eine Freigabe in meiner beruflichen Position definitiv nicht unterschreiben.


    So, damit könnt Ihr jetzt anfangen was Ihr wollt ;-).

    Es wäre sicher möglich, wenn Du einen TÜV findest, der Dir das einfach so einträgt. Beim Thema Komfort-Gewinn glaube ich aber nicht an Welten, oder dass es sich wirklich lohnt. Da bekommst du für das gleiche Geld andere Lösungen, die vielversprechender sind, wie z.B. die Konis.


    Probleme wird bzw. könnte es mit der Standhöhe geben, da der Roadster leichter ist und damit etwas höher auf den RF Federn stehen wird.

    Ja, ist richtig, 1° = 60'. Du kommst dann tatsächlich in die Regionen der Serienwerte für die Achseinstellung, mit denen KW das Fahrwerk nach eigener Aussage auch abgestimmt hat.
    Mir fehlen da leider etwas die Erfahrungswerte, wie sich < 1° vorne mit dem KW oder ST Fahrwerk fährt. Auf jeden Fall anders als die Serie, aufgrund der anderen Federsteifigkeiten, so dass man das nicht vergleichen kann.
    Bei der Serie ist die Vorderachse mir 1°15' Sturz und 10' Spur noch recht weich und untersteuernd, während sie beim KW V3 mit den gleichen Werten extrem steif ist. Daher glaube ich schon, dass damit auch geringere Sturzwerte an der VA noch funktionieren.


    1°00' - 1°10' Sturz vorne und 2°00' hinten passt. Das hatte ich auch so gedacht, wenn es nicht ganz so extrem neutral sein soll.

    Ich bin nun mal der Kunde und ich entscheide, was ich kaufe und nicht irgend ein Hersteller. Hinzu kommt, dass ich keine Markenbrille trage ;)

    Hi Detlev,


    ich finde das alles absolut nachvollziehbar und würde es das nächste Mal wohl genauso wie Du machen, wenn es noch gehen würde.
    Da es leider nicht mehr geht - was gibt es für Alternativen? Ich habe keine für mich gefunden und würde dann eher die Kröten schlucken, als keinen MX zu fahren.

    Heute war es endlich soweit. Ich war bei der Achseinstellung, um meinem KW V3 das übersteuern auszutreiben.

    Ich schreibe noch einmal ein kleines Update nach ein paar Tagen und der heutigen, ersten Tour auf rutschigem Geläuf.


    Heute war es etwas rutschiger und ich habe noch ein paar Sachen ausprobiert. Mit sehr sensibler Hand kann man den Wagen mit der Einstellung im Kreisel, oder weiteren Kurven jetzt auch gezielt ins untersteuern stellen. Mit leichtem Gaseinsatz verringert man den Radius wieder und der Wagen kommt dann auch schnell hinten.


    Das Gripniveau ist jetzt definitiv sehr hoch, insbesondere für Winterreifen. Ich habe keinen direkten Vergleich mehr, aber gefühlt nimmt sich das nicht viel mit dem Serienfahrwerk und den Bridgestone Sommerreifen.
    Erstaunlicherweise habe ich sogar das Gefühl, als wenn die Traktion besser geworden ist, mindestens in den Kurven und unter Querkraft. Vermutlich liegt das am höheren Querkraftniveau ggü. vorher. Daher ist natürlich in vielen Situationen nach Kammschen Kreis mehr Restpotential für Längskraft vorhanden. Vorher war ja die Hinterachse immer früh quer am Limit und damit war gar kein Traktionspotential mehr da.
    Längs, also bei reiner Traktion, kann ich trotz des höheren Sturzes keine siginifikanten Nachteile erkennen.
    Das Fahr- und Steuerverhalten bei glatter, nasser und trockener Straße ist sehr ähnlich. Anscheinend ist der höhere Sturz hinten selbst bei niedrigen Querbeschleunigungen schon von Vorteil.


    Fahrerisch ist und bleibt der Wagen anspruchsvoll. Der Grenzbereich ist sehr hoch und sehr schmal. Mit einer extrem ruhigen Hand und einer sauberen Linie fährt man das Auto sauber ohne über- oder untersteuern durch die Kurven. Lastwechsel, Zulenken, oder die falsche Linie wird immer noch sofort mit einem Heckschwenk quittiert. Für mich ist das ideal und ich sehe es als Herausforderung, dass Auto damit sauber und schnell zu bewegen.
    Für Leute die es entspannter mögen, oder deutlich weniger Fahr-/Grenzbereichserfahrung haben, empfehle ich nachdrücklich hinten etwas weniger Sturz einzustellen und insgesamt eine Sturzdifferenz von eher 50 - 60' zu fahren. Damit senkt man Grip und Grenzbereich etwas ab und geht mehr ins Untersteuern. Einem ungeübten Fahrer möchte ich mit meinem Wagen aktuell nicht so gerne losschicken.

    Das ist gar nicht schön.


    August 2017 ist das Problem abgestellt worden, so dass ein Großteil der Autos hier im Forum betroffen ist. Wenn die Stecker und Kabel einmal Wasser ziehen, kann man davon ausgehen, dass es sich durch Kapillar-Effekte im Bordnetz weiterverteilt. Da hat man dann ggf. viel und lange Spass mit.
    Die Service-Maßnahme wiederum ist anzuwenden, wenn der Schaden innerhalb der Garantiezeit auftritt. Ich nehme mal an danach soll dann der Kunde für den Pfusch bezahlen.


    Ich habe ja für viel Verständnis und kenne viele der Probleme im Automobilbau, aber dass hier finde ich mal gar nicht schön und denke das kann eine Zeitbombe werden.