Tieferlegung versus andere Felgen/Reifen

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    • Tieferlegung versus andere Felgen/Reifen

      Hallo Leute,


      ich denke über Tieferlegung nach, aber was mir sofort dabei auffällt ist, dass es dann nicht mehr so schön symmetrisch aussieht. Klar ist tiefer vielleicht von der Straßenlage besser, aber von der Optik sieht es dann vielleicht etwas schief aus.
      Tieferlegung.jpg
      Hat jemand vielleicht keine Tieferlegung und einfach andere Felgen (etwas größer im Durchmesser) mit anderen Reifen montiert und es eintragen lassen. Dann würden die Radkästen mehr ausgefüllt sein und alles sieht schön symmetrisch aus. Dann noch etwas nach außen und ich würde es sicher perfekt finden.

      Danke, viele Grüße
      Andy
      ps: sorry, dass ich die Bilder hier ausgeschnitten habe, ich hoffe man verzeit mir

      MX5 ND Sports-Line, 2.0, 160 PS, Rubinrot, Stubbi, seit 29.7.2016, aus Berlin :)

    • Hmmm - ich bin da ja nun wirklich nicht die Fachfrau - aber die Radhäuser sind bei einer größeren Felge plus passenden Reifen doch nicht wirklich großartig ausgefüllter. Der Abrollumfang des Rades muss ja weitgehend gleich bleiben. Bei einer im Durchmesser größeren Felge musst Du dann ja einen Reifen mit niedrigerer Flanke wählen und es wäre je nach Felge allenfalls ein optischer Effekt.

      Desweiteren ist es doch eine Frage, wie viel man den Wagen tiefer legen möchte. Optisch wäre ein Wert zwischen Deinen beiden Bildern für mich ideal.... .

      Den optischen Effekt eines ausgefüllteren Radhauses kannst Du in gewissem Maße auch durch Spurplatten erreichen. Guck mal Bilder vom ND des @Postschlumpf an. Da sind nur Spurplatten montiert.

      Antje - mit MAX und dem Sonnengelben (93er MR2) :love:
      G160, saphirblau, EL - bestellt: 01.02.2016 - Übergabe: 19.05.2016
      Rückfahrkamera, Eibach Pro-Kit, SL-Bilsteindämpfer, Edelstahl-Einstiegsleisten, blaue Einstiegsbeleuchtung, Stubby, Zymexx Meshgrill 'S', Zymexx ZStyle#Classic2 (soviel zu: bleibt alles Serie...)


    • Meiner, mit 16-Zoll OHNE Tieferlegung, aber mit Spurplatten, sieht so aus...
      Bräuchtest Du ein besseres Bild, wirst Du hier im Forum sicher eines finden, von meinem Roadrunner...

      DSC_3834.jpg

      Udo
      G131 Sportsline rubinrot, Produktionsdatum: 20.07.2015, VA +30, HA +40, Zunsport Grill, schwarze Seitenblinker, LED-Tuning, IL-Windschott (angepasst), FOX 2x70 rechts, Zymexx Z-Style#Classic, US-Seitenreflektoren, Moss-Stubby Antenne, OEM-Bilstein
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    • Die Doch-Fachfrau @Highfidele hat es perfekt erklärt: Der Abrollumfang darf sich nicht (nennenswert) ändern, also bleibt der Durchmesser des gesamten Rads zwangsweise gleich.

      Selbst wenn man größere Raddurchmesser verwenden dürfte, würde das Verhältnis nicht „symmetrischer“, denn bei einem größeren Rad würde ja auch der Abstand nach vorne und hinten im Radkasten schrumpfen. Der Unterschied der Maße würde eher noch auffälliger.

      Spurplatten (oder Felgen mit kleinerer Einpresstiefe) ändern an den abgezeichneten Maßen zwar eigentlich gar nichts, aber wenn man nicht genau senkrecht auf die Radachse guckt, ist der optische Eindruck trotzdem anders, da der Abstand von der Radhauskante zur Reifenkante sich durchaus ändert: Oben wird er kleiner, vorn und hinten größer.

      Wenn man die Abstände nach ästhetischem Empfinden gleich haben möchte, bleiben nur verstellbare Federbeine („Gewindefahrwerk“), wobei man darauf achten muss, ob die minimale Tieferlegung nicht schon zu tief ist.

      Mit den Eibach-Federn, die Mazda auch anbietet, kommt das Auto mit der Zeit vorne schon recht tief. So war es zumindest bei mir. Für einen symmetrischen Look evtl. schon zu viel.

      IMG_20170207_153442.png

    • Vielen lieben Dank für die Bilder. Also ich glaube doch die Kombination aus Spurplatten und etwas tiefer sieht schon cool aus. Und stimmt, wenn man schon etwas seitlich schaut, dann sieht man gar nicht, dass die Symmetrie nicht so ganz passt.

      Mit dem Abrollumfang habe ich es noch nicht so verstanden. Mir ist klar, dass wenn der Größer ist, vielleicht mein Auto schneller fährt (eine Umdrehung macht ja dann mehr Strecke :) ) und das ist dann wohl nicht erlaubt oder wie?

      Nebenbei fällt mir ein, wenn wirklich der Außendurchmesser (Felge + Reifen) etwas mehr ist, dann ist das Auto ja auch noch höher, was man ja nun wirklich nicht will.

      Also ihr habt mich überzeugt.

      MX5 ND Sports-Line, 2.0, 160 PS, Rubinrot, Stubbi, seit 29.7.2016, aus Berlin :)

    • Der Tacho ist auf einen bestimmten Abrollumfang geeicht. Bei einem anderen Raddurchmesser hast Du einen anderen Abrollumfang und wie Du schon selbst schriebst, eine andere Strecke, die Dein Rad pro Umdrehung zurück legt.
      Ist der Abrollumfang größer als beim Serienrad, fährst Du schneller, als Dein Tacho anzeigt. Ist der Abrollumfang kleiner als Serie, fährst Du langsamer als angezeigt.

      Hab's nicht ganz im Kopf, aber die erlaubte Abweichung zur Serie sind 4% bei einem kleineren Abrollumfang und 1 oder 2 % bei einem größeren Abrollumfang.

      Eine größere Abweichung kannst Du auch fahren..... - wenn Du eine Tachoangleichung vornehmen lässt. Und natürlich eine Einzelabnahme nach Paragraph 21 beim TÜV machen lässt. Und kannst dann natürlich nicht ohne neuerliche Tachoangleichung Seriengröße z.B. im Winter fahren.... .

      Antje - mit MAX und dem Sonnengelben (93er MR2) :love:
      G160, saphirblau, EL - bestellt: 01.02.2016 - Übergabe: 19.05.2016
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    • Die erlaubte Tachoabweichung (nach oben) ist 10% + 4km/h

      z.B. bei 50km/h --> + 5km/h + 4 km/h, also 59km/h Tachoanzeige ist erlaubt oder
      bei 100km/h --> + 10km/h + 4 km/h, also 114km/h Tachoanzeige ist erlaubt

      Normalerweise sind die Hersteller nicht nahe an der genauen Geschwindigkeit, müssen sie ja auch nicht. So kann auch kein Wagen bei der Prüfung durchfallen.

      Wenn du also gößere Rad-Reifen-Kombinationen fahren willst wäre der erste Schritt erstmal mit der neuen Rad-Reifen-Kombination eine Tachoprüfung (die der TÜV akzeptiert) machen zu lassen. Bescheinigt dir die, das der Tacho noch immer zu viel anzeigt bekommst du auch die Rad-Reifen-Kombination eingetragen. Beim ADAC geht das wohl recht preiswert (als Mitglied soundso)

    • Das Gesetz (StVZO) sagt etwas anderes:

      §57 Geschwindigkeitsmessgerät und Wegstreckenzähler
      [IMG:http://www.verkehrsportal.de/images/gif/quad.gif] (1) Kraftfahrzeuge müssen mit einem im unmittelbaren Sichtfeld des Fahrzeugführers liegenden Geschwindigkeitsmessgerät ausgerüstet sein. Dies gilt nicht für

      1. mehrspurige Kraftfahrzeuge mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 30 km/h sowie
      2. mit Fahrtschreiber oder Kontrollgerät (§ 57a) ausgerüstete Kraftfahrzeuge, wenn die Geschwindigkeitsanzeige im unmittelbaren Sichtfeld des Fahrzeugführers liegt.
      [IMG:http://www.verkehrsportal.de/images/gif/quad.gif] (2) Bei Geschwindigkeitsmessgeräten muss die Geschwindigkeit in Kilometer je Stunde angezeigt werden. Das Geschwindigkeitsmessgerät muss den im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmungen entsprechen.
      [IMG:http://www.verkehrsportal.de/images/gif/quad.gif] (3) Das Geschwindigkeitsmessgerät darf mit einem Wegstreckenzähler verbunden sein, der die zurückgelegte Strecke in Kilometern anzeigt. Die vom Wegstreckenzähler angezeigte Wegstrecke darf von der tatsächlich zurückgelegten Wegstrecke ± 4 Prozent abweichen.


      Und das sagt der TÜV-Nord

      TÜV NORD:
      Als Richtlinie bei der Beurteilung von abweichenden Reifendimensionen
      gilt folgende Regel:
      Der Abrollumfang darf nicht mehr als 4% kleiner als der der kleinsten und nicht mehr als 1% größer als der der größten in der Betriebserlaubnis genehmigte Reifendimension sein.

      Ich nehme an, dass der TÜV damit dem Umstand Rechnung trägt, dass §57 der StVZO sich auf Fahrzeuge im Serienzustand bezieht. Wenn man ein Rad mit größerem Abrollumfang einsetzt, darf die Abweichung logischerweise dann nicht mehr 4% betragen.
      Antje - mit MAX und dem Sonnengelben (93er MR2) :love:
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      Rückfahrkamera, Eibach Pro-Kit, SL-Bilsteindämpfer, Edelstahl-Einstiegsleisten, blaue Einstiegsbeleuchtung, Stubby, Zymexx Meshgrill 'S', Zymexx ZStyle#Classic2 (soviel zu: bleibt alles Serie...)


    • Highfidele schrieb:

      Das Gesetz (StVZO) sagt etwas anderes:

      §57 Geschwindigkeitsmessgerät und Wegstreckenzähler
      (1) Kraftfahrzeuge müssen mit einem im unmittelbaren Sichtfeld des Fahrzeugführers liegenden Geschwindigkeitsmessgerät ausgerüstet sein. Dies gilt nicht für

      mehrspurige Kraftfahrzeuge mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 30 km/h sowie

      mit Fahrtschreiber oder Kontrollgerät (§ 57a) ausgerüstete Kraftfahrzeuge, wenn die Geschwindigkeitsanzeige im unmittelbaren Sichtfeld des Fahrzeugführers liegt.
      (2) Bei Geschwindigkeitsmessgeräten muss die Geschwindigkeit in Kilometer je Stunde angezeigt werden. Das Geschwindigkeitsmessgerät muss den im Anhang zu dieser Vorschrift genannten Bestimmungen entsprechen.
      (3) Das Geschwindigkeitsmessgerät darf mit einem Wegstreckenzähler verbunden sein, der die zurückgelegte Strecke in Kilometern anzeigt. Die vom Wegstreckenzähler angezeigte Wegstrecke darf von der tatsächlich zurückgelegten Wegstrecke ± 4 Prozent abweichen.
      @Highfidele
      Bitte erkläre mir, was die mögliche Abweichung des Wegstreckenzählers mit der möglichen Abweichung des Geschwindigkeitsmessgerätes zu tun hat.

      Was steht in den in Punkt (2) hingewiesenen Anhang zu dieser Vorschrift? Du solltest hier nicht Halbwissen verbreiten und meine Aussage als falsch darstellen.

      Da steht:
      der Richtlinie 75/443/EWG des Rates vom 26. Juni 1975 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über den Rückwärtsgang und das Geschwindigkeitsmessgerät in Kraftfahrzeugen ABl. L 196 vom 26.7.1975, S. 1), geändert durch die Richtlinie 97/39/EG der Kommission vom 24. Juni 1997 (ABl. L 177 vom 5.7.1997, S. 15)


      Denke mal, das du in der Richtlinie 75/443/EWG auch nicht nachgelesn hast, was da steht.

      Da steht:

      4.4 . Die angezeigte Geschwindigkeit darf nie unter der tatsächlichen Geschwindigkeit liegen . Bei den unter 4.3.5 angegebenen Geschwindigkeiten sowie bei den Zwischenwerten muß zwischen der vom Geschwindigkeitsmesser angezeigten Geschwindigkeit V1 und der tatsächlichen Geschwindigkeit V2 folgende Beziehung bestehen:

      [i][b]O <= V1 - V2 <= V2/10 + 4 km/h[/b][/i]

      Und jetzt erkläre bitte noch einmal genau, was an meinem Beitrag 13 falsch war