Dolomiten, Drei Zinnen - Nur noch Wahnsinn

  • Falls jemand denkt, dass das frei erfunden ist, was ich geschrieben habe....


    Frankreich, Normandie, Alabasterküste bei Etretat, Juli 26.


    Eine aberwitzige Steiküste

    Klippe.jpg



    Überall stehen Schilder in drei Sprachen: "Bleiben sie auf den Wegen, gehen sie nicht an die Abbruchkante". Und was sieht man in der Ausschnittvergrößerung:

    Klippe_Ausschnitt.jpg




    Ob das die Steilküste, die Gumpen am Pragser Wildsee sind oder ob man ein Edelweiß abreißt, ist egal. Und dann noch schnell in Badelatschen zum Gipfelkreuz....


    Obendrauf die Denkverweigerer mit ihren leergeräumten Auspufftöpfen und Touri-Scharen, die über die Almen laufen, wo die Kühe mit ihren Kälbern stehen. Dass da den Anwohnern irgendwann der Hut hochgeht, ist nachvollziehbar.

  • Überall stehen Schilder in drei Sprachen: "Bleiben sie auf den Wegen, gehen sie nicht an die Abbruchkante". Und was sieht man in der Ausschnittvergrößerung:

    Nennt sich darwinische Auslese wenn es schief geht. Schlimm ist nur das dann sehr oft auch noch die Retter in unnötige Gefahren gebracht werden.

  • Hi Freebird,


    ich sach immer: "das regelt die Evolution"


    Problem:

    Fällt der Typ von der Klippe, ist das ein Freiflug von ~100 Meter. Da kann sich jeder Rettungsdienst Zeit lassen. Aber da unten liegen Badegäste. Und selbst wenn der Flieger 20 Meter neben dir auf die Steine knallt, ist das nicht schön.


    Gleichfalls dürfte der Tourismusverband nicht erfreut sein, wenn sich solche Vorfälle häufen, weil das nächste Foto noch spektakulärer sein soll. Was passiert also? In irgendeiner Form wird der Zugang reglementiert. Ob das ellenlange Zäune mit Bezahlschranke sind oder nur noch "geführte Spaziergänge" stattfinden dürfen, ist eigentlich egal.


    Hier dreht sich dann das Rad zu den Dolos. Das Verhalten Einzelner erfordert Beschränkungen für viele. Ob das "Raser" sind oder durchgeknallte Selfie-Spinner, das spielt keine Rolle. Aber das sind dummerweise keine Einzelnen mehr. Denn durch die schiere Anzahl der Touristen, wächst auch die Anzahl dieser "Auffälligen".


    Klar, die Gemeinden sind da in einem Zwiespalt. Die Touris bringen Geld. Andererseits bleiben schon viele weg, weil sie sich diesen Irrsinn nicht mehr antun wollen. Irgendwann kommt dann auch noch der Kipppunkt, weil die Natur durch den Raubbau (auch durch die Gemeinden, Lift- und Hotelbetreiber) dann nicht mehr so schön ist. Die Folge: weitere Touris bleiben aus.

  • Moin,


    tjo. Im Wohnwagen-Forum hat ein User in seiner Sig stehen "der Tourist zerstört das was er sucht indem er es findet" und da ist wahnsinnig viel dran.


    Es gab auf Mallorca mal eine Bucht die nur mit längerer Wanderung oder via Boot zu erreichen war. In den 90er traumhaft schön, fast ein Paradies. Dann war diese zusammen mit "es trenc" ein Geheimtipp in einer großen Zeitschrift. Dann kamen immer mehr, aus den Trampelpfaden wurden "single trail"-Tipps in Mountainbike und Co. und jetzt ist die Bucht voll und verdreckt. Gleiches in es trenc nur mit Autos.


    Durch die sozialen Medien, wie auch diesem Forum hier, ist das natürlich nochmal heftiger geworden. Umso mehr muss immer wieder an die erste Outdoor Regel erinnert werden:


    Zitat

    Leave nothing but footprints


    Ich denke manchmal es ist ganz gut, dass es Ecken gibt "die muss man gesehen haben" ... dann kann ich die meiden und es bleiben vielleicht andere tolle Ecken für mich. ;)


    Greetings

  • Nachdem ich noch nie was von "sozialen" Medien gehalten habe boykottiere ich die konsequent und gebe meine Geheimtips maximal an sehr gute und echte Freunde weiter. Die auch die Klappe halten.


    Der Kreis ist sehr sehr klein aber reicht völlig.


    Ich brauch kein Fratznbuch, BeklopptTok oder Inschta um "wichtig" zu sein, auch WhatsDepp hat es nie auf mein Telefon geschafft.

  • Wahrhaft philosophisch!


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