Mehraufwand oder teurere Ohrschützer bringen Dir keine Vorteile.
Haben andere schon getan, aber auch ich möchte dem noch einmal mit aller Vehemenz widersprechen. Ich habe selbst früher mal Schlagzeug gespielt und jede Menge Gehörschütze ausprobiert. Die "von der Stange" bringen was, ja. Da gibt es auch relativ gute (u.a. die von Alpine), die relativ gleichmäßig über das Frequenzband Lautstärke rausnehmen und damit den Ton nicht verfälschen, sondern ihn nur leiser machen. Die spielen aber nicht mal ungefähr in der gleichen Liga, wie richtige, an den Gehörgang angepasste vom Hörgeräteakustiker. Ich habe solche Teile mal von meinem Arbeitgeber bezahlt bekommen und die sind wirklich faszinierend. Ich kann damit Stundenlang mit der Kettensäge arbeiten, ohne irgendeinen mechanischen oder akustischen Druck (mir ist bewusst, dass akustischer Druck genau genommen auch mechanischer Druck ist) auf den Ohren zu spüren. Genauso kann ich mich aber mit der Person neben mir unterhalten (sofern diese auch einen Gehörschutz trägt und entsprechend ein kleines bisschen lauter spricht, ohne aber zu schreien).
Das ist wirklich eine ganz und gar andere Welt an Gehörschutz. Auf Arbeit nehme ich trotzdem häufig die Mickey Mäuse (On ear Ohrschützer, die am Helm befestigt sind), da man die schneller auf- und wieder abgesetzt bekommt und bei meiner Arbeit (Wartung in Kraftwerken) laute Geräusche oftmals von eher kurzer Dauer sind. Wenn ich aber vorher weiß, dass ich länger am Stück einer Lärmquelle ausgesetzt bin, nehme ich die in ears. Und die sind wirklich in keinster Weise vergleichbar mit Universallösungen wie von Alpine oder ähnlichen