Beiträge von J_a_n

    Ergänzung: ein durchschnittlicher ND hat etwa 155 echte PS.
    Luftfilter, Software, AGA holen vielleicht 10 bis 15 PS raus (bei Wimmer wären es laut Webseite 16+7=23 PS bei 1.470 €).
    Gibt es überhaupt außer Wimmer und SPS Tuner, die das Problem des Anfettens beherrschen?
    Viel spüren dürfte man davon aber nichts. Teilweise haben Reifen mit mehr oder weniger Rollwiderstand mehr Einfluss auf die Beschleunigung. Oder man macht halt - und darum geht's hier ja - eine Aufladung ins Auto. Der Drehmoment untenrum spürt man garantiert, egal wie viel versprochen wird. Ist dann aber halt nicht haltbar bei Dauerbelastung. Gerade bei dem Getriebe.

    Vielen Dank @MX505. Sehr wertvoller Beitrag.


    Weitergedacht: das Anlenken wird also zuerst von der Druckstufe abgefangen. Zumindest soweit diese nicht zu weich ist, denn im Extremfall könnte sogar erst die Feder zum Tragen kommen. Aber gehen wir von einer harten Druckstufe aus, die das durchs Anlenken verursachte Wanken frühzeitig abfängt und dann den "kippenden" Wagen an die Feder weitergibt, die den Wagen auffängt und im Ziel-Wankwinkel stabilisiert. Nach meinem Verständnis bestimmt folglich immer die Federrate den Wankwinkel. Wenn nun die Druckstufe hart ist, fängt diese die Wankbewegung früh ab, muss aber anschließend für einen etwas längeren Zeitraum den Wagen an die Feder weiterleiten, die nachwievor unverändert weich ist. Darauf werde ich mal achten, ob das spürbar ist. Noch weitergedacht bedeutet das aber auch, dass zu hart oder zu weich kontraproduktiv ist, da der Zeitpunkt zur Übergabe an die Feder nicht mehr ideal ist. Aber das ist ja allgemein bekannt. Könnte man für den Rennstreckeneinsatz die Feder temporär anderweitig härter bekommen? Zum Beispiel durch das Versteifen der Feder? Oder den Stabi durch Maßnahmen von außen stabilisieren? Und müsste es nicht so sein, dass man immer vorne und hinten - sei es Federn oder Stabis - gleichmaßen versteifen müsste, denn wenn ich die Druckstufe vorne und hinten unterschiedlich einstelle, kippt der Wagen ungleichmäßig ein beim Anlenken. (Das hatte ich übrigens eine Zeit lang, nämlich hinten Zug- und Druckstufe sehr weich, damit die Hinterachse möglichst lange Kontakt zur Fahrbahn hat. Allerdings ist dann das Anlenken Mist, weil der Wagen nicht gleichmäßig einknickt.)

    Kennt man ja auch von der Nordschleife, dass das weichere Setup schneller ist. Der Asphalt der Vogesen soll sehr gut sein, daher ist es einen Versuch wert. Versuch macht kluch.


    Ich habe allerdings noch nicht ganz verstanden, dass die Druckstufe die "Härte" des Fahrwerks ausmacht, die Feder aber auch. Ein modernes Fahrwerk "federt" im Öl, sagt man. Was die Feder tut ist auch klar, aber warum wäre ich mit harter Feder schneller? Was macht das KW Clubsport anders beim Zusammenspiel Druckstufe und härterer Feder?

    Ich denke mein Übersteuerproblem ist eine Kombination aus - logischerweise - Fahrwerkseinstellung und auch Fahrstil. Es ist ja nicht so, dass bei anliegendem Gas der Wagen übersteuert. Das tut er nur, wenn ich zu viel Gas gebe - was bei knapp 200 PS eigentlich nie der Fall ist, solange die Straße trocken ist - oder eine Bodenwelle das Heck vom Grenzbereich darüber hinaus befördert. Folglich fahre ich wieder härtere Zug- und insbesondere Druckstufe. Das vermittelt mehr Gefühl, also ein übersteuern wird früher erkannt und die Bewegung durch eine Bodenwelle wird schneller vom Dämpfer korrigiert. Gleichzeitig fahre ich eine sicherere Linie, gehe sanfter aufs und vom Gas und fahre Kurven etwas runder an. Ob das nun ein paar Zehntel kostet oder bringt, ist bei Trackdays nur sehr schwer zu beurteilen, da man leider nicht alleine fährt. In den Alpen konnte ich jedenfalls maximal angasen, ohne mich dabei auch nur ansatzweise unsicher zu fühlen. Ich hab außerdem für mich erkannt, dass man keine narrensichere Fahrwerkseinstellung konfigurieren kann. Hat der Reifen hinten keinen Gripp, kommt das Auto immer rum. Man kann lediglich den Übergang weicher gestalten.


    Was ich noch super fände, wären härtere Federn. Aber das müsste man erstmal testen. Und zwar auf Rennstrecke, Tour und Stadt. Leider gibt es keine eierlegende Wollmilchsau. Also bleibt nur der Kompromiss. Wie schon geschrieben, ich teste erstmal eine noch härtere Druckstufe.

    Ich hatte Anfang September in den Alpen die Druckstufe rundrum mit erst 5, dann sogar 4 getestet. Das Ansprechverhalten beim Einlenken ist schon brutal direkt. Werde nächste Woche in den Vogesen rundrum Druckstufe 3 testen. Die Zugstufe ist auf 8 und wird da wohl erstmal bleiben. Entscheide spontan. Mein Ziel ist, dass sich der Wagen beim nächsten Rennstreckeneinsatz schneller und präziser setzt und vielleicht sogar die Wankbewegung noch ein wenig mehr reduziert. Bei welligen Strecken - zum Beispiel auf dem Bilster Berg - könnte auch eine härtere Zugstufe noch mehr Vertrauen schaffen, da der Wagen weniger abhebt. Reduziert übrigens auch die ESP-Eingriffe. Im Straßenverkehr fahre ich aktuell Druckstufe 7. Druckstufe 4 ist in der Stadt sehr nervig, man duzt sich schnell mit Gullideckeln.

    Rein vom Gefühl sind Sauger-Mehr-PS nur sehr schwach zu spüren. Auf Touren bringen 30 bis 40 PS - die ja nur bei sehr hohen Drehzahlen anliegen, darunter entsprechend weniger - keinen sichtbaren Vorteil, in dem Sinne, dass man zu seinem Vordermann aufholt. Dann lieber eine geile Bremse, damit fährt man anderen davon. Gutes Fahrwerk vorausgesetzt.


    Habe ja Wimmer Stufe 3 und würde mich heutzutage eher für Luftfilter, Software, AGA entscheiden, um Geld zu sparen bzw das Geld anderweitig zu investieren. Oder bei einem großen Saugtuning darauf Wert legen, dass untenrum das Drehmoment verstärkt wird. Übrigens habe ich durch Wimmer ja einen riesigen Endtopf, der optisch viel hermacht und den Raum sinnvoll ausfüllt.


    Nachwievor könnt ihr gerne mal bei mir mitfahren. Entweder nach Hannover kommen oder im Roadster-Touren-Forum Ausschau halten, ob ein sauggetunter ND bei einer Tour in der Nähe teilnimmt.

    Das Dauergegrinse ist schrecklich, hab das Video in 3 Minuten durchgezappt.


    Wenn er die Bremse (K-tec, 2 bis 2,5 k€ mit Einbau/TÜV) wegen zu hoher Temperaturen gekauft hat, dann wäre er mit einer Bremskühlung günstiger gefahren. Aber wenn er es sich leisten kann, alles gut. Hoffentlich reichen seine Einnahmen auch noch für eine Zeit, wenn Gegrinse und Ideen ausgegangen sind ...