Beiträge von hifi_nok

    Sehr schön 👍. Die "Lavendelfelder" sollen nächstes Jahr unter die Räder kommen ... das wird ein unterhaltsamer und ausgewogener Mix für alle Sinne ...

    Hallo Big,


    ich weiß jetzt nicht, ob du die Lavendelfelder wegen unseres Reise-Teils in F oder in I erwähnst. Denke daran, das sind zwei paar Schuhe.


    De italienische Blumenriviera wird im Allgemeinen definiert in einem Gebiet/Küstenstreifen angefangen von der franz. Grenze bis ungefähr Cervo, siehe hier. Kultureller Höhepunkt im Zusammenhang mit der Blumenriviera ist das sog. Blumenfest im Juni. Vergleichbar mit einem Karnevals-Umzug, nur, dass die Motivwagen aus Blumen bestehen.


    Die Lavendelfelder liegen in der franz. Provence und sind dort weit verstreut. Ganz grob und nur ungefähr erstrecken sie sich in einem Dreieck Nizza - Avignon - Montelimar. Kleiner Tipp: geht mal ein wenig in die Felder. Da ist ein richtig lautes Gebrumme. Ursache des "Lärms": Unzählige Bienen, Hummeln, und andere Insekten. Topziel in dem Zusammenhang ist sicherlich die Abtei Senanque, auch wenn die Farben auf der i-net-Seite doch massiv "gephotoshopt" wurden. Dort aber sehr früh hin, ab ungefähr 10:00 Uhr spucken die Busse ganze Armeen an Touris aus.


    Hier in den Farben wesentlich näher an der Realität.

    senanque.jpg

    Ist zwar etwas OT....


    BIG, ja, die Ecke kenne ich mit dem motorisierten Zweirad und mit dem MX. Da haben wir unweit von Alba ebenfalls in einem Agricola gewohnt, wo der Inhaber einen Wald hatte, in dem Trüffel so etwas wie die Nahrungs-Grundversorgung der Inhaberfamilie waren.


    Aber dieses Jahr sind wir weiter südlich. Wir sind eine Woche in der Region "Blumenriviera" unterwegs.


    Eine von insgesamt 6 vorgeplanten Routen. U. a. führt uns auf dieser Runde der Weg durch Apricale. Ansonsten wie du schon sagtest... kleine, aber irre Straßen und ab und zu ins Meer hüpfen :)


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    Von da aus geht's weiter ins Hinterland von Nizza. Je nach Wetter, Lust und Laune wollen wir mal bis zu 14 ehem. Wertungsprüfungen der Monte abfahren. Da geht's dann über mehrere Passagen der legendären Balcony-Roads.... und unbedingt auf dem Blumenmarkt von Nizza eine Rosinenschnecke in den Hals stopfen 8o ... und auch ins Meer hüpfen.


    Wenn's Wetter und die Laune mitspielt, dann von Nizza bis zum Genfer See über die Grande Alpes. Oder die Route Napoleon...? Vielleicht auch mal wieder die Serpentinenstrecke von Montvernier ansteuern...??


    Das entscheiden wir kurzfristig, denn alles hängt auch vom Wetter ab. Bei <15 Meter Sichtweite sollten die (Land)Karten neu gemischt werden 8o

    Das halte ich für völlig übertrieben!

    Wenn hochgelegene Pässe einen Wintereinbruch haben, werden sie gesperrt!

    Da kannst Du ruhig Winterreifen und Schneeketten auf allen vier Rädern haben, die Schranke bleibt zu!


    Genau, sehe ich auch so. Zumal sich in dieser Jahreszeit das Wetter sehr schnell von einem Extrem ins Andere ändern kann. Dann lieber ein paar Ausweichziele/-routen vorrätig haben und nicht auf die Sekunde die Fahrten durchtakten.


    BIG, war doch noch OK am Lombarde 8o Wir standen 10 Meter neben den Mopeds und haben die nicht gesehen. Deswegen gibt's davon auch kein Bild 8o


    Mal 'ne Frage.... was nehmt ihr da alles mit? Letzten Urlaub an der Cote d Azur hatten wir für drei Wochen zwei leichte Reisetaschen (jede so "groß", dass sie auch als Handgepäck für'n Flieger mitgenommen werden kann), ein kleiner "Ortlieb-Sack" für die wichtigsten "Nachtuntensilien" für die Zwischenübernachtungen und der Fotokram. Zwei Regenjacken liegen locker auf den Taschen. Fertig. Sollte was fehlen.... wir sind in Mitteleuropa, man bekommt überall alles, was man unbedingt benötigt.


    Dieses Jahr geht's mit dem japanischen Kleinwagen ohne Dach an die ital. und franz. Riviera, zurück wahrscheinlich über die Route Grande Alpes. Ungefähr 3,5 Wochen - kann auch mehr werden, wir sind da zum Glück unabhängig. Gepäck... siehe oben. Reisen mit kleinem Gepäck erleichtert vieles.


    Extrem, aber haben wir auch schon gemacht.... 3 Wochen Thailand, fast nur "alte Sachen" mitgenommen und vor Ort bei Bedarf kurz im Waschbecken gewaschen, danach Stück für Stück entsorgt bzw. verschenkt. Zurück ging es mit einer fast leeren Tasche.

    Du musst mittlerweile mit allem rechnen.


    Wir hatten Mitte September Kaiserwetter bei ~30 Grad in den Tälern der Andermatt-Runde (also dort, wo der Glacier vorbeikommt). Wir hatten im Juli ein Unwetter, bei dem mein Kumpel auf dem Nufenen-Pass (gleiche Ecke) ungefähr 50 Meter vor mir auf dem Moeped fast vom Blitz getroffen wurde. Er hatte einfach nur Glück, dass ungefähr 20 Meter! neben ihm ein kleiner Strommast stand, wo es einschlug und ein tolles Feuerwerk entstand. Wir hatten im August Schneegestöber auf dem Bonnett. Ein paar Jahre später hatten wir Anfang Juni auf dem Bonnett am Tableau 26 Grad! Ein paar Wochen später wurde eine Etappe der Tour de France genau dort wegen Schnee und Hagel abgebrochen. Anfang September hatte es so geschüttet, dass eine Geröll-Lawine die Axenstraße (Vierwaldtsätter See) unbefahrbar machte. Was erwartest du jetzt von einer "Alpen-Wettervorhersage" in 7 Monaten?

    Pulverbeschichtung macht im Bremsenbereich keine Probleme (Stichwort: Temperatur)?

    Guter Einwand.


    Kommt darauf an, Die Standardbeschichtung wird bei ~170 Grad verarbeitet und hält bis ~130 Grad. Es kann aber auch eine spez. Hochtemperatur-Beschichtung gemacht werden, die hält dann bis ca. 300 - 500 Grad.

    Hitzebeständige Pulverlacke – Grimm Pulverlack


    Ich persönlich habe eher das Problem damit, dass Ausbesserungen kaum bis gar nicht möglich sind.

    Kann man Pulverbeschichtung ausbessern?
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    Beim Bremssattel am Auto ist das wahrscheinlich nicht so das Thema. Fahrradrahmen oder sturzgefährdete Teile am Moped sind da schon sensibler.

    Ich war einmal neugierig wegen des Kartenfehlers an der Okertalsperre


    In der aktuellen Here-Karte ist ebenfalls die Durchfahrt gesperrt

    HERE WeGo


    Auf dieser Seite ist die brandaktuelle Here-Karte zu sehen. Diese Here-Karte sollte eigentlich die Basis für sehr viele Navigationsgeräte sein, auch für Garmin. Ich glaube (bin da nicht 100%ig sicher), das ist auch die Basis-Karte für das MZD.


    Warum in der zurzeit aktuellen Garmin-Karte aber mit dem PKW über die kleine Brücke geroutet wird, kann ich nicht sagen. Und mit dem nächsten Karten-Update kann alles wieder anders sein.

    Hast du es mal mit einer nagelneuen, frisch ausgepackten und jungfräulichen Karte probiert? Das hat dann immer sofort und im ersten Versuch funktioniert.


    Auf "gebrauchten" Karten hat's bei mir nie geklappt.

    Fortsetzung


    In unserer Routenplanung werden wir sehr häufig auf Fehler stoßen. Gerade am Anfang ist es dann sehr schwer zu erkennen, ob der Fehler bei einem selbst liegt oder ob uns die Software einen Streich spielt. Bei unseren ersten Versuchen wird das oft passieren.


    - Wir planen mit einem falschen Aktivitätsprofil.

    Eigentlich wollen wir eine Runde für den MX planen, sind aber im Tourenrad-Profil und wundern uns, was da für kuriose Routen berechnet werden. Einfach schmunzeln, entweder löschen und Neuanfang oder über das Eigenschaftsfenster mit dem korrekten Aktivitätsprofil neu berechnen lassen.



    Gucken wir uns mal übliche Problemfelder an.


    - Kartenfehler

    Hier stehen wir komplett im Schach. Und dieser Fehler hat auch nichts mit uns selbst, mit Basecamp oder unserer Handy-App zu tun. Einfach nur durch Zufall bin ich bei unserer Demo-Harz-Route auf solch einen Kartenfehler gestoßen. Hier mal eine geplante Strecke mit der Original-Garmin-Karte im Bereich der Okertalsperre.

    Fehler1.jpg

    Achtet einmal auf die rot eingekringelten Routenpunkte. Hier das Ergebnis mit der OSM-Freizeitkarte

    Fehler2.jpg


    Es ist die absolut identische Route, das seht ihr auch wieder an den rot eingekringelten Routenpunkten.


    Im Detail zeigt die OSM-Freizeitkarte an, dass auf unserer Route ein Rad-/Fußweg ist. Folgerichtig routet uns Basecamp mit dem Auto natürlich nicht über die Brücke.

    Fehler3.jpg


    In der Original-Garmin-Karte ist das eine ganz normal befahrbare Straße. Logisch, dass uns jetzt Basecamp über die Straße routet. Wir können an der Stelle natürlich nicht unterscheiden, was richtig oder falsch ist. Vor allem dann nicht, wenn es eine für uns völlig fremde Gegend ist. Kartenfehler sind völlig unabhängig davon, ob wir mit dem Mazda-Navi fahren, mit der kurviger.de-App oder mit einem externen Straßennavigationsgerät. Nicht selten hinken die Karten ein Jahr oder länger hinterher. Wenn in dieser Zeit die Straßenverkehrsbehörde z. B: eine Einbahnstraße eingerichtet hat, stehen wir doof da.


    Hier hilft uns keine KI, hier müssen wir selbst denken. Was auch hilfreich ist, die Schilder am Wegesrand zu beobachten. Was wir aber machen können ist, wie wir jetzt mit unserem Endgerät umgehen. Vielleicht ermöglicht ja unser Endgerät die Option, dass wir


    - die Route eingeblendet lassen

    - die Karte so umschalten können, dass wir das System nur als „automatisch nachführende Analogkarte“ nutzen und

    - wir uns improvisierend wieder auf unsere geplante Route zubewegen


    Manche Geräte steigen dann wieder völlig problemlos „in die Route“ ein, andere kollabieren und wollen entweder zurück zum Startpunkt oder berechnen einen ganz anderen Weg zum Ziel. Genau das ist der Punkt, den wir VOR unserem Urlaub mal üben sollten, um uns einen Workflow zu erarbeiten.



    - Fehler in der Routenplanung.

    Das wird uns in der Anfangsphase sehr oft passieren. Der häufigste Fehler ist wahrscheinlich, dass der Punkt auf der


    - falschen Richtungsfahrbahn

    liegt. Insbesondere natürlich, wenn wir eine Autobahnetappe einplanen, kommt es sehr häufig vor, dass der Routenpunkt auf der Gegenfahrbahn liegt. Hier habe ich diesen Fehler einmal provoziert. Ich will nur eine Autobahnauffahrt rauf, die nächste wieder runter. Aber unsere Route dreht Kringel wie bekloppt. Schuld ist der rot umkringelte Routenpunkt.

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    Zoomen wir extrem in die Karte rein, sehen wir, dass er auf der falschen Richtungsfahrbahn liegt.

    Fehler5.jpg


    Wir sollten jetzt eigentlich so fit sein, dass wir mit dem Fehler simpel umgehen können. Entweder mit dem „Verschiebepfeil“ oder dem „Radiergummi“ den Fehler korrigieren. Ich hab’s mit dem „Verschiebepfeil“ korrigiert, in dem ich den Routenpunkt einfach auf die andere Fahrbahnhälfte schob. Ergebnis: Gleicher Routenpunkt, nur auf der „anderen Seite“ der Autobahn.


    Fehler6.jpg



    Punkte auf der „falschen Richtungsfahrbahn“ können auch an ganz anderer Stelle zu einer bösen Überraschung führen. Wir planen eine fehlerfreie Rundtour, auch über die Autobahn. Wir stellen fest, „eigentlich will ich die genau anders rum fahren“ und klicken im Eigenschaftsfenster der Route auf „Route umkehren“. Bingo…. Jetzt liegen natürlich die ursprünglich korrekt gesetzten Routenpunkte auf der falschen Autobahnseite.


    In die gleiche Kerbe schlägt ein


    - Routenpunkt im Kreisverkehr.

    Auch hier passiert es recht häufig, dass uns der Routenpunkt ein klein wenig verrutscht. Im harmlosen Fall drehen wir im Kreisverkehr eine Ehrenrunde, wenn es doof läuft, sitzt der Punkt vielleicht auf einem Autobahnzubringer und wir haben mal kurz 30 Kilometer Umweg.


    Der Fehler mit dem Kreisverkehr lässt sich relativ einfach vermeiden. Einfach den Routenpunkt NICHT in den Kreisverkehr setzen, sondern kurz vorher/nachher. Gleiches gilt auch für größere Kreuzungen/Einmündungen.


    Sehr ähnlich ist dieser Fehler, wenn wir einen Routenpunkt in einen kleinen Ort setzen. In den Orten sind manchmal die festgelegten Ortsmittelpunkte in einer Fußgängerzone. Haben wir unseren Punkt genau darauf gesetzt, gibt’s wieder Kringelfahrerei. Auch hier gilt. Den Routenpunkt lieber kurz vor/hinter einer kleinen Ortschaft setzen.


    Beobachtet die Route während der Planung sehr genau. Wenn da irgendwelche sinnbefreiten Kringel entstehen, zoomt hinein und schaut euch die Sache genauer an.



    Kommt vor und der Fehler ist abhängig vom Endgerät…


    - 8-förmige Rundfahrt

    Hier mal ein absolutes Highlight und ein Alpenklassiker, die Andermatt-Runde. Start/Ziel liegt in der Gegend von Andermatt und wir planen die 8-förmige Runde.

    Fehler7.jpg


    Basecamp hat damit überhaupt keine Probleme. Allerdings reagieren die Endgeräte bei solchen Aufgaben recht unterschiedlich. Die Palette reicht von problemlos bis Total-Kollaps. Beliebt in dem Fall: Kreuzen wir unsere Route, berechnen dann einige Geräte den kürzesten Rückweg. Oftmals wird bei einer Neuberechnung (z. B. nach Sat-Verlust) die Route falsch berechnet.


    - In unserem Andermatt-Beispiel wäre ein Lösungsansatz: Wir teilen die Route auf.

    Wir planen die Route Andermatt -> Richtung Norden -> Sustenpass -> Grimselpass – Furkapass > St. Gotthard. Dort beenden wir die Route und nutzen das gleich als Pause. Diese Route nennen wir z. B. „Andermatt1“. „Andermatt2“ startet am St. Gotthard -> Richtung Süden -> Nufenenpass – Furkapass – Andermatt.


    Damit wären wir absolut sicher, dass keine Fehlinterpretation der Route passiert. Wer evtl. in einer Gruppe fährt und die Route soll von verschiedenen Geräten aus verschiedenen Epochen richtig gedeutet werden, sollte immer so vorgehen.


    So, ich habe fertig.



    Obwohl das schon ganz schön viel war, haben wir nur an der Oberfläche gekratzt. Die erfahrenen Basecamp-Nutzer werden bei einigen Aufgabenstellungen sicherlich sagen „das geht auch anders“. Richtig. Aber alle Möglichkeiten und Vorgehensweisen zu erörtern, würde den Rahmen sprengen.


    Auch völlig klar – wer nur gelegentlich von A nach B fährt, für den ist das hier völlig überzogen. Wer aber schon im Vorfeld seine Urlaubsreisen plant und dabei auch Rad- oder Wanderrouten berücksichtigt, der kommt an solchen Werkzeugen nicht vorbei. Ob das am Ende mit Basecamp oder QuoVadis geschieht, ist egal. Die GRUNDSÄTZLICHE Vorgehensweise ist vergleichbar.



    Eines gilt aber in jedem Falle. Vertraut den Navigeräten nicht 100%ig. Lasst ruhig den gesunden Menschenverstand aktiviert und achtet auch auf die bunten Schildchen am Wegesrand.