Beiträge von hifi_nok

    Es darf einfach keine Toleranz geben.


    Es gibt Regeln und diese gilt es zu befolgen zur Sicherheit aller Teilnehmenden und wer diese missachtet aus Proll und Matchogehabe hat im Straßenverkehr nichts zu suchen und gehört von der Straße runter.

    Soweit so gut.


    Aber wie ist das alles in Einklang zu bringen?


    Nur hier schon im relativ kleinen MX-Forum:


    Auf der einen Seite der Aufschrei "Wegelagerei, Abzocke" wenn "geblitzt" wird. Als "Kampfsansage" wird dann offen über Blitzer-Apps gesprochen.


    Auf der anderen Seite die Forderung nach merkbaren und deutlich höheren Strafen.


    Wie muss das eingeordnet werden? Zweiklassengesellschaft im Straßenverkehr?

    Insofern ist wohl weniger das 50PS Auto, das irgendwelche anderen "in die Schranken weisen" will, das Problem. Sondern eher die anderen, die dieses 50PS Auto am liebsten direkt aus dem Weg räumen wollen.

    Was wiederum eine Charakterfrage ist.


    Und da bestsätigt sich der ADAC-Bericht: Hauptursache ist der Faktor Mensch.


    Angefangen von einer grenzenlosen Selbstüberschätzung über eine mangelnde Ausbildung und fehlende Selbstkritik bis hin zur eingschränkter Sozialkompetenz.

    einen gewissen sinn sehe ich darin, dass bei einem 50 ps auto einfach der anreiz fehlt, einen fett krassen bwm in seine schranken zu verweisen
    was bei einer bestimmten klientel u.u. sehr wichtig ist

    Ja, das ist richtig. Aber die Frage ist, ob sich dieses Verhalten einfach nur verlagert. Dann gibt's eben ein "Kräftemessen" zwischen einem 50 PS Lupo und einem 50 PS Dacia.


    Ob die Häufigkeit bei Motorradunfällen im direkten Zusammenhang mit der Fahrzeugleistung steht, ist sehr schwer zu beurteilen. Der ADAC hat eine Untersuchung zum Thema gemacht und hatte in der Untersuchung einen ganz entscheidenden Schlüsselsatz, Zitat:

    Dem Einflussfaktor Mensch kommt die wichtigste Rolle bei der Entstehung eines Verkehrsunfalls zu. Dieser beeinflusst durch sein Verhalten am Lenker, seine Fahrpraxis und seine persönliche Einstellung zum Straßenverkehr maßgeblich das Fahrverhalten und somit das Unfallgeschehen.


    Die ganze Studie hier


    Und damit sind wir bei der charakterlichen Eignung, die auch vom Gesetzgeber eine wichtige Vorgabe für die Teilnahme am Straßenverkehr ist. Auch hierzu meine ganz persönliche Meinung: An dieser Stelle sollte der Hebel angesetzt werden. Wer bestimmte Verkehrsdelikte (insbesondere aus dem Umfeld der Verkehrssicherheit) in einer auffälligen Häufigkeit begeht, muss sich die Frage nach der charakterlichen Eignung gefallen lassen.


    Ein richtiger Ansatz ist der Führerschein auf Probe. Aber wieso eigentlich gilt diese Regelung nur für Fahranfänger und nicht für alle?

    Und die Regulierungswut geht weiter...


    Das finde ich besonders putzig:

    "Ein weiterer Grund für den Vorstoß ist die hohe Quote an nicht bestandenen Führerscheinprüfungen.
    "


    Wie jetzt? Entweder jemand hat bestanden, auch wenn mehr durchfallen als bisher, oder eben nicht. Traut man etwa den eigenen Prüfungen nicht mehr?

    Wundert mich nicht. Ich hab' manchmal den Eindruck, dass manche ohne Handy-App die Toilette in der eigenen Wohnung nicht mehr finden. Und wenn man dann nicht mal mehr bei Wiki nachsehen kann, ergibt das ganze Leben keinen Sinn mehr.


    Aber warum aufregen? Durch die Zahl der nicht bestandenen Prüfungen gibt's weniger Autofahrer. Weniger Autofahrer = weniger Autos. Darauf läuft es doch sowieso hinaus ;)



    Im Artikel wird auch die Idee aufgegriffen, die PS-Leistung zu reglementieren, auch wenn sich der Autor des Beitrages die Durchführung wohl nicht vorstellen kann. Das ist eine Regelung, die mittlerweile "uralt" ist und bei den Mopedfahrern praxisgerecht umgesetzt ist.


    Ob es am Ende eine sinnvolle Regelung ist, steht auf einem anderen Blatt. Denn selbst mit einem 50 PS-Auto kann man böse von der Straße fliegen oder einen Fußgänger umfahren.

    Und der Straßenverkehr wird wohl bald noch sicherer ...


    Trau keinem über 30

    Worüber redest du?



    In 10 Jahren....


    Verbot für Diesel und Benziner ab 2035?: Scharfe Kritik an Plänen der Berliner Verkehrssenatorin
    Grünen-Verkehrssenatorin Regine Günther will Verbrennungsmotoren stadtweit verbieten. Das stößt auf massive Kritik.
    www.tagesspiegel.de


    Bis jetzt de facto keine Ladesäulen für e-Autos. Ich glaube nicht einmal, dass das Stromnetz das hergibt, die erforderliche Anzahl an Ldesäulen zu versorgen. Die Öffis sind schon jetzt überfordert. Und wie 100.000de Pendler (auch als Schichtdienstler) in die Stadt kommen, ist auch noch offen.


    Aber das ist wohl so, wenn Ideologie vor Tatsachen kommt.

    Leider wahr aber hier muss die Regierung strenger handeln. Ich höre immer nur Geldstrafe. Die richtige Strafe muss sein Führerscheinentzug aber dann verdient Vatta Staat ja nix mehr.

    2 Fragen:


    Wer wählt die Regierung/Politik/Gesetzgebung?
    Wer genau ist Vater Staat?


    Es sollte mehr auf die Rücksicht untereinander geachtet werden....
    ...


    ...Fahhradfahrer und natürlich die Autofahrer sollten einfach rücksichtsvoller miteinander umgehen...

    In einer Gesellschaft, in der mehrmals am Tag im Verkehrsfunk der Hinweis auf die Rettungsgasse erfolgen muss und in einer Gesellschaft, in der sogar Rettungskräfte angegriffen werden, ist das wohl mittlerweile ein Traum - leider.


    https://www.bz-berlin.de/berlin/angriffe-auf-rettungskraefte-silvester-biianz-der-berliner-feuerwehr-wir-sind-entsetzt

    Ich finde das mit der Lkw Abbiegeregel (Schritttempo) prinzipiell ja gut, aber dadurch wird es ja einen heftigen Rückstau geben, wenn bei jeder Ampelphase nur ein Lkw durchkommt..

    Das hört sich an, als ob bisher so'n 30-Tonner im Drift um die Ecke pfeift.


    Man kann zwar eine Menge haasträubende Situationen an den Ecken in geschlossenen Ortschaften beobachten, dass allerdings LKW um die Ecken heizen, ist recht selten.


    Aber soweit mir bekannt ist, heißt es nicht "LKW", sondern "Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen", womit auch Wohnmobile gemeint sind. Eigentlich sogar einige gepanzerte PKW.


    Im renommierten Beck-Verlag (Literatur für alle Rechtsgebiete) gibt's eine schöne Zusammenfassung, wie unterschiedlich die Neuerungen der StVO gesehen werden:


    Anhörung: Experten sehen StVO-Novelle kritisch
    Die von der Bundesregierung angedachten Maßnahmen in Zuge der Novellierung der Straßenverkehrsordnung (StVO) stoßen bei Experten teils auf Zustimmung, teils…
    rsw.beck.de