Beiträge von hifi_nok

    Wie die das in Paris genau machen wollen, wäre wirklich interessant zu erfahren.


    Irgendwie??? muss ja auch noch abgeglichen werden, ob der Lärm des verursachenden Fahrzeuges im Rahmen der Bestimmungen liegt oder ob eine vorsätzliche Manipulation bzw. ein Defekt vorliegt. Wie soll auch unterschieden werden, ob der Krach vom PKW oder vom gezogenen Anhänger mit klappernder Ladung kommt. Danach richtet sich ja auch der sog. Tatvorwurf und die "Strafe".


    Übrigens gibt es in D Versuche, über eine Lärmmessung ans gute Gewissen zu appellieren.
    https://rp-online.de/nrw/staed…h-in-bruenen_aid-39445379


    18.000 Euro pro Hinweistafel für Appelle ohne rechtl. Wirksamkeit. Bleibt abzuwarten was passiert, wenn es nicht hilft.


    Für Berlin gibt es einen "Lärmatlas".
    http://www.stadtentwicklung.be…elt/umweltatlas/kb705.htm


    Und natürlich überlegt man sich in Berlin, wie der Lärm reduziert wird. Natürlich schreien alle auf: "Tempo 30". Nun wissen die Praktiker aber, dass es einen Unterschied macht, ob ich 30 im 1. Gang oder im 4. Gang fahre. Tempo 30 im vierten Gang kann auch bedeuten, dass das Abrollgeräusch der Reifen lauter ist, als der Motor/Auspuff.



    Denkt man genauer darüber nach, ist das schon eine Nummer aus dem Irrenhaus der diversen Verwaltungen und gesellschaftlichen Entwicklungen.
    Da gibt's Normen, wie laut ein Auspuff sein darf, auf der anderen Seite versuchen Städte und Gemeinden den Lärm dieser Auspuffanlagen durch Regeln zu reduzieren.


    Aber wenn eine Ideologie anliegt, spielt Logik und Vernunft anscheinend überhaupt keine Rolle - bei keinem.

    Das heißt also immer wenn ich schneller an jemand vorbei will/muss (und niemand kann mir erzählen dass das nicht vorkommt ;)) wird er laut werden.

    Ja, eine ganz normale Alltagssituation, völlig klar, macht jeder.


    Und, mxzz, bekomme das jetz auch bitte nicht in den falschen Hals....


    Aber wo steht in der StVO, dass ich überholen MUSS? Rein rechtlich könnte und dürfte ich auch hinter "Oma Müller und ihrem Einkaufspolo" bleiben. Ich weiß, ist nicht gerade praxisorientiert diese Annahme. ;)


    Und da drehen wir uns wieder im Kreis.


    Wenn dir dann als Kommunalpolitiker die Anwohner die Bude einrennen, hast du in dem Falle kaum Möglichkeiten, außer
    Tempo 30 in Kombination mit Überholverbot.


    "Oma Müller" fährt dann 20 Km/h und ich darf nicht vorbei. Bingo.


    @Levi
    Ein Platzverweis ist letztlich die Einschränkung eines Grundrechtes und deswegen auch gesetzlich geregelt. In den einzelnen Bundesländern erfolgt das in der Regel in den "Polizeigesetzen", in Berlin z. B. durch das ASOG (allgemeines Sicherheits und Ordnungsgesetz). Deshalb kann es auch sein, dass es in den einzelnen Bundesländern kleinere Abweichungen gibt.


    Hier mal (für Berlin) der § 29 ASOG
    Zitat

    (1) 1 Die Ordnungsbehörden und die Polizei können zur Abwehr einer Gefahr eine Person vorübergehend von einem Ort verweisen oder ihr vorübergehend das Betreten eines Ortes verbieten. 2 Die Platzverweisung kann ferner gegen eine Person angeordnet werden, die den Einsatz der Polizei, der Feuerwehr oder von Hilfs- oder Rettungsdiensten behindert.


    (2) 1 Die Polizei kann zur Verhütung von Straftaten einer Person untersagen, ein bestimmtes Gebiet innerhalb von Berlin zu betreten oder sich dort aufzuhalten, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass diese Person dort eine Straftat begehen wird (Aufenthaltsverbot). 2 Das Verbot ist zeitlich und örtlich auf den zur Verhütung der Straftat erforderlichen Umfang zu beschränken. 3 Es darf räumlich nicht den berechtigten Zugang zur Wohnung der betroffenen Person umfassen. 4 Die Vorschriften des Versammlungsrechts bleiben unberührt.

    Zitatende

    Gesetzestext


    Bitte unbedingt beachten und wie oben erwähnt, das kann in den einzelnen Bundesländern etwas unterschiedlich sein.


    Aus dieser Vorschrift ergeben sich zeitliche und räumliche Grenzen und er (der Platzverweis) muss gegen eine bestimmte Person gerichtet sein.


    Durch den Platzverweis kann man also nicht allen Fahrer mit einem Audi RS8 die Fahrt über den Ku-Damm verbieten.


    Insbesondere in großen Städten bedeutet in diesem Zusammenhang Verdrängungseffekt, dass dann halt nicht auf dem Ku-Damm "posiert" wird, dann wird eben zur Hardenbergstr. gefahren oder Unter den Linden oder, oder, oder.


    Überhaupt nicht zu packen sind mit dieser Maßnahme diejenigen, die sowieo nur auf der Durchreise sind. Denken wir hier z. B. an die kleinen Ortschaften im schwarzwälder Kurvenlabyrinth und die Herrscharen von Wochendausflüglern.


    All diese Maßnahmen sind leider, leider oftmals eher ein fast hilfloser Versuch der Schadensbegrenzung in dieser Thematik. Die Ursache selbst, nämlich eine unzureichende/nicht mehr zeitgemäße Zulassungsbestimmung, wird davon nicht tangiert. Und bedingt durch die Zulassangsvorschriften werden diese Fahrzeuge immer mehr. Während früher vielleicht nur Ferrari & Co "grenzwertig" unterwegs waren, sind es heute ja schon einige "Kleinwagen" wie z. B. der Fiat 500 Abarth. Die Anzahl hat also extrem zugenommen.


    Hinzu kommt, dass Fahrzeuge, die schon legal zugelassen wurden, nicht ganz so einfach aus dem Verkehr gezogen werden können. Und die können noch eine ganze Weile durch die Gegend fahren.


    Rein theoretisch, vielleicht im Denkmodell wäre es unter Umständen machbar, dass Fahrzeuge mit z. B. >75 dB einige Stadtteile nicht mehr befahren dürfen. Aber spätestens da kommt die ganze Problematik zur Festlegung der Messbedingungen hoch und wie das im Alltag außerhalb von Laborbedingungen durch die Ordnungsbehörden geprüft werden soll.


    Insgesamt bleiben den Kommunalpolitikern fast keine Alternativen, als Streckenbegrenzungen, bauliche Veränderungen oder sogar eine begrenzte Durchfahrterlaubnis, wie letztes Jahr in den Dolos.


    Insgesamt darf man also sehr gespannt sein, wie das Experiment in Paris ausgeht.

    Ob Platzverweise das geeignete Mittel sind...? Sieht man ja in einigen Städten beim Rauschgifthandel.


    Im Prinzip treten nichts weiter als Verdrängungseffekte auf. Fährt man eben woanders.


    Wie hier schon richtigerweise festgestellt wurde, liegt in den meisten Fällen das Problem bei einigen Zeitgenossen im Hohlkörper zwischen den Ohren, was (wie du ja auch richtig schreibst) letztlich zu Pauschallösungen führen muss.



    Leider wird die letzte Konsequenz immer die pauschale Lösung sein, da es nicht im Sinne des Staates und der Steuerzahler ist, dass in jeder Stadt Horden von Ordnungshütern für Ruhe sorgen müssen.


    Solche Maßnahmen sind auf längere Sicht auch gar nicht durchzuhalten. Es sei denn andere Probleme bleiben liegen.

    Ich wohne an einer Hauptverkehrsstrasse und hier ballern die durch wie blöde. Tagsüber und auch nachts, die Polizei schaut weg und das Ordnungsamt unternimmt auch nix. Eine Messtafel haben die wohl mal aufgehangen. Gut sichtbar, damit auch jeder dran halten kann.

    Was soll'n sie denn machen?


    Wie soll denn die Anzeige aussehen?
    "Sie fuhren mit einem legal zugelassenem Fahrzeug und regelkonformer Auspuffanlage zu laut. Macht 30 Euro."


    Hier kommt doch genau das zum Tragen, was der verlinkte Artikel in #36 zum Ausdruck bringt. Das Prüfverfahren und die Grenzwerte müssen auf den Prüfstand. Und natürlich, ob die Autoindustrie dabei durch (legale) Auslegungen eine interessierte Käuferschicht ansprechen kann.


    Bis diese Vorschriftenlage (europaweite Normen) allen Bedürfnissen und Interessengruppen neu angepasst ist, solange müssen Politiker und Verkehrsplaner andere Möglichkeiten nutzen.


    Da es weder praktikabel noch rechtl. haltbar wäre an "deiner" Hauptverkehrsstraße ein Schild anzuhängen


    Durchfahrtverbot für
    Audi RS 8 mit folgenden Auspuffanlagen ...
    BMW M mit folgenden Auspuffanlagen ...


    ist es einfacher umsetzbar und auch praktikabel durchsetzbar


    Tempo 30
    22:00 - 06:00
    und an Sonn- und Feiertagen


    oder ähnlich.


    Das gilt dann natürlich für alle.

    Ich bin mal böse: weißt du, wie dein Geschriebenes auf mich wirkt?
    Wir jemand der Panik verbreiten möchte, weil man ihm droht, sein Spielzeug weg zu nehmen.

    Nööö, ich habe keine Angst, dass mir mein Spielzeug weggenommen wird.


    Aber ich bin schon sauer, wenn die Spielflächen in ihrer Nutzung beschränkt werden, weil die Unvernunft - sicherlich sehr weniger Zeitgenossen - dazu Anlass gibt.

    "Alle"...


    Die Motorradfraktion ist in dieser Debatte schon sehr viel weiter.


    Da wird an bestimmten Streckenabschnitten ein Schild hingestellt "für Motorräder verboten". Im Vorfeld liefen alle Appelle (Lärm, Geschwindigkeit) seitens der Anwohner, Rennleitung und Politik ins Leere.


    Einige wenige Motorradfahrer haben es nicht erkannt, was da passiert und weiter wie bisher gemacht ("ist doch ein legaler Auspuff", "Satter Sound gehört nun mal zum Motorrad"). Das Schild sperrt aber ALLE Motorradfahrer aus.


    Ergebnis: Unglaublich viele Motorradfahrer und Motorradverbände fordern jetzt ein rigoroses Vorgehen gegen "Lärmsünder". Das beschworene "Wir-Gefühl" ist da schon längst ausgehebelt.


    Dabei kommt natürlich ein Problem auf: Wer ist eigentlich zu laut - insbesondere, wenn der Auspuff legal ist.


    Schaut man sich an, was in einigen Großstädten schon passiert ("Autos raus aus der Stadt", mit unterschiedlichsten Erklärungen), dazu die Versuche in den Dolos/Südtirol, sind die Ansätze, dass ALLE über einen Kamm geschoren werden, sicherlich nicht einfach aus der Luft gegriffen.