Hi Sven,
genau das, was Wolfram beschrieben hat, ist ja das Konzeptproblem vom MZD. Plane mal am MZD eine Route in einer Gegend, die du nicht kennst und wo du nicht einmal die Ortsnamen hast. Und das sogar noch als Rundfahrt
Selbst wenn du eine Route im MZD planst und vielleicht drei oder vier Zwischenpunkte eingeben kannst, so wird das Ergebnis mit Sicherheit nicht so werden, wie eine mit langer Vorbereitung geplante Route. Denn gerade, wenn eine Route für einen Silziumchip völlig unlogisch ist, kommen alle automatischen Berechnungen an ihre Grenzen.
Beispiel in den franz. Seealpen.
Die Daluis- und die Cianschlucht liegen in nord-süd-Richtung parallel. Wenn man die beiden Schluchten perfekt fahren möchte, fährt man sie jeweils rein und wieder zurück. Dadurch hat man insbesondere in den Vormittagsstunden fantastische Lichteffekte an den Felswänden. Um das in einer Runde mit dem Col de Valberg geschickt zu kombinieren, geht's nicht ohne Vorbereitung und Planungssofti für's Navi.
Das vor Ort in einem unbekannten Gebiet am MZD eingeben... vergiss es.
Daher kann ich das Grundproblem von Wolfram schon nachempfinden.
Die Lösung, ganz einfach nach Papierkarte zu fahren, kann aber auch mit dem MZD kombiniert werden. Ich muss das dann nur Etappenweise am MZD eingeben. Z. B. nach ~70 - ~80 Km in der Papierkarte die Anfahrpunkte/Ortschaften raussuchen und ins MZD eingeben. Das hat sogar den Vorteil, dass man extrem flexibel (bei Wetterveränderungen, Sperrungen usw.) reagieren kann.
Das Grundproblem, was wirklich alle Navis haben, ist, dass bei der Planung am Gerät nur ein kleiner Bildschirm vorhanden ist. Je nach Zoomeinstellung fehlt dann entweder der Gesamtüberblick oder aber es gehen Details in der Ansicht verloren. In dem Falle ersetzt praktisch die Papierkarte den großen Monitor. Man behält die Übersicht und kann Details als Anfahrpunkte im MZD eingeben.