Beiträge von hifi_nok

    Noch 'ne Anmerkung. Ich gab das Rechenbeispiel mit dem Hinweis auf die Kabelstrecke. Das bezieht sich natürlich auf ein Digitalkabel. Da es im MZD sowas nicht gibt, würde es ein analoges Kabel erfordern. Aber auch da sind die Prospektwerte 32 Bit/384 kHz nicht wirklich nachvollziehbar.


    32 Bit bedeuten 192 dB Rauschspannungsabstand (theoretisch). Mit diesem Wert kann kein Verstärker irgendwas anfangen. Die besten Endstufen der Welt liegen so bei 120 - 130 dB Rauschspannungsabstand. Im normalen Consumer-Bereich dürften die Werte so um die 100 dB liegen.


    Im normalen Leben lässt sich aber bereits eine Dynamik von 70 dB kaum noch umsetzen. Gehen wir von einer ruhigen Wohnumgebung aus (30 dB) und darauf die 70 dB, so sind wir bei 100 dB Maxpegel. Es gibt nur wenige bezahlbare Systeme, die das unverzerrt und ohne Kompressionseffekte können.


    384 kHz ergeben eine obere Grenzfrequenz von 192 kHz. Auch wenn es Verstärker gibt, die das können, so gibt es keinen Lautsprecher oder Kopfhörer, der auch nur Näherungsweise in diese Regionen kommt.


    Wozu es solche Extrem-Geschichten gibt, kann wahrscheinlich keiner schlüssig beantworten.

    Also noch zu Apfel. Ich kenn mich bei denen nicht gut aus (und werde es auch nicht). Von daher kann es gut sein, dass die apt X HD gar nicht unter tützen. Auf jeden Fall kommen die mit ihrem besten unterstützen Codec, bei Weiten nicht an den besten derzeitigen Codec LDAC mit bis 1MBit/s heran.
    Die S9 haben den Cirrus Logic CS47L93 drin, welcher bis 32Bit@384kHz unterstützt und auch eine integrierte exzellente Analog Ausgangsstufe hat. Von daher dürften die per Kabel sehr gut klingen. Viele Test's haben das auch festgestellt.


    Der Cirrus kann das, aber ob es wirklich genutzt wird, ist die nächste Frage. Bei den Stromverhältnissen, den ganzen Funk-Geschichten und den Miniaturquarzen im Handy ist das mit Sicherheit nicht das optimalste Arbeitsumfeld für solche Auflösungen. Abgesehen davon gibt's so gut wie keine nativen Datein in diesen Auflösungen, im Mainstream sowieso nicht*


    Rechnen wir, kommt bei einer Stero-Aufnahme in diesem Format raus:
    32 Bit x 384 kHz x 2 Tonkanäle = ~24576 kBit/s (die CD liegt bei 1411 KBit/s) Das geht selbst auf perfekt aufgebauten Kabelstrecken nicht ganz einfach störungsfrei zu übertragen. Mit einem Klinkenkabel für 3 Euro ist in einer Funk- und von Störsignalen durchdrungenen Umgebung im Kfz kaum was zu machen.


    Technik sollte auch einen Sinn ergeben, ansonsten ist es Marketinggeschrei.



    Eigentlich geben alle Quellen an, dass beim iPhone AAC die Grenze ist.
    Hier nur ein Beispiel:
    https://www.zdnet.de/88334711/…ptx-hd-und-ldac-erklaert/



    *Ist zwar OT, gehört aber zu Hörschule:
    Es werden einige sog. HighRes-Aufnahmen im Handel angeboten. Bei näherer Betrachtung liegen aber sehr oft einfach nur hochgerechnete Aufnahmen vor.


    Hier mit dem MusicScope eine 24/176-Aufnahme in der Analyse.


    Muster1.jpg


    Links in der Tabelle wird die technische Auflösung angezeigt: PCM, 24 Bit, 176 Khz
    Rechts daneben ein paar tabellarische Pegelwerte.
    Die blaue senkrechte Linie zeigt die Pegelverteilung und deutet an, dass kein brutaler Limiter eingesetzt wurde.
    Im Kreisdiagramm sieht man wunderschön die grafische Darstellung der Dynamik.
    Wirklich interessant ist die Frequenzanalyse im unteren Teil. Die hört wie abgeschnitten bei ~22 Khz auf. Das bedeutet, dass hier im Ursprung eine ganz banale CD einfach hochgerechnet wurde. Nach Nyquist-Shannon ist die darstellbare Frequenz immer die Hälfte der Abtastfrequenz. In dem Falle also 44,1 kHz (CD) / 2 = ~22 KHz. Und genau da ist Schluss bei dieser Aufnahme. Obwohl eigentlich die Auflösung bei 176 KHz liegt, was einer nutzbaren Frequenz von 88 kHz bedeuten würde. Wozu in dem Falle Rechenleistung und Platz verbraten wird, kann ich nicht beantworten.



    Ein anderes Beispiel einer HighRes-Aufnahme aus dem Jahre 2018
    Muster2.jpg


    Hier stimmen zwar Samplingfrequenz und Frequenzanalyse überein, dafür sieht man an der senkrechten blauen Linie diesen stark ausgeprägten "Haken" auf der 0 dB-Linie, der ein Indiz für sehr starken Limiter-Einsatz ist.
    Gleichzeitig zeigt die nahezu perfekte Kreisbahn der grünen Linie im Kreisdiagramm die fast total dynamikbefreite Musik. Dabei haben wir es mit einer 24 Bit-Aufnahme zu tun, obwohl für diesen Dynamik-Ausfall wahrscheinlich 3 Bit reichen würden.



    Geht natürlich auch anders.
    Muster3.jpg


    Dynamik bis zum Abwinken und das mit 16/44. Nachteil: Auf der Grund der irren Dynamik ist der Durschnittspegel recht leise, was auch grob und ungefähr am RMS-Pegel von -25 dB abgeschätzt werden kann (in der Pegeltabelle). Aber im Spitzenpegel ist die Aufnahme für den Bruchteil einer Sekunde sogar in der Übersteuerung. Die senkrechte blaue Linie gibt keinen Hinweis auf Limiter, die Kreislinie der Dynamik führt eine Achterbahnfahrt vor.


    In der Praxis heißt das: Die Aufnahme erscheint insbesondere am Anfang sehr leise, um dann beim Schlagzeug bei 1:47 und am Ende für Herzrasen zu sorgen. Und weil die Aufnahme wirklich gut ist, hier mal eine Kostprobe:

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    Ist aber definitiv nix für den MX im offenen Fahrmodus. Entweder man hört nichts am Anfang oder aber man hört den Anfang und irgendwann wird der Tieftöner zerrissen :D


    Auf'm Handy, mit den integrierten Quäken, geht's eigentlich gar nicht. Oder andersrum und nicht ganz frei von Ironie: Sind Handys der Todesstoß für hochwertige Tontechnik?

    Solange das Bose DSP aber weiter den Klang völlig vergurkt (gerade bei geschl Dach) ist es eh egal was man da so macht. Am liebsten hätte ich mich inzwischen gegen das Bose entschieden, aber die Option gibt es ja nicht. ||

    Och, ich hab da FÜR MICH eine ganz pragmatische Lösung gefunden. Einfach auf den Lautstärkeknopf drücken = Mute.


    Herrlich, diese Ruhe :D


    Apple macht über Handy aptx? Ich dachte immer, da ist bei AAC schluss.


    Ist auch letztlich egal, da weder HighRes, MP3 oder aptX ein Garant für gute oder schlechte Tonqualität ist. Die Tonqualität einer Aufnahme entsteht bei der Mischung und das nahezu formatunabhängig.


    Ich hab hier HighRes-Aufnahmen aus den Jahren 2018/2019, die fast dynamikbefreit und permanent in der Übersteuerung sind, obendrein schlägt der Limiter brutal zu. Rein signaltechnisch ist eine laufende Waschmaschine spannender. Da braucht's weder HighRes, noch aptX oder besonders sauerstofffreies Kupfer als Kabelverbindung.


    Und die Zahl dieser Aufnahmen wird immer mehr. Abgemischt für Handyquäken und Mini-BT-Lautsprecher mutieren HighRes, aptX HD zum Marketinggag.


    Eine Ausreizung der CD-Auflösung (16 Bit/44,1 Khz) würde bessere Ergebnisse liefern, als dieser Loudness-Dreck.


    Genauso wie man aus dem Eton System und vielen anderen sicher noch sehr viel mehr herausholen kann, würde man gute Endstufen und DSPs einbauen und jemand stimmt das ab, der wirklich fundiertes Know-How in dem Bereich hat.

    Die Einflüsse von Verstärker-Elektronik sollten aber auch nicht überbewertet werden. Ich will nicht leugnen, dass es Differenzen im Klangbild gibt, aber die sind bei weitem nicht so dramatisch wie oftmals geschrieben wird. Diese klanglichen Differenzen bei Verstärkern treten in der Regel auch erst im Grenzbereich auf. Selbst die ehemals in HighEnd-Kreisen gescholtenen Schaltverstärker (Digitalverstärker) erreichen heute ein Top-Niveau. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass es ein etablierter und seriöser Hersteller ist. 1000 Watt PMP vom Wühltisch für 60 Euro... aber lassen wir das.


    Genau so gilt es bei der übrigen Elektronik wie z. B. DSP. Dort sind viel wichtigere Argumente, welche Stellmöglichkeiten vorhanden sind und wie die Kiste im Rauschverhalten ist. Wobei Rauschverhalten beim Einsatz im Auto auch wieder so eine Sache ist. Absoluter Nebenkriegsschauplatz sind Einflüsse wie die vom DSP-integrierten Digitalwandler. In der Regel wird sowieso auf Standard-Chips zugegriffen, wie z. B. von Analog-Device.


    Wer der Meinung ist, ein DSP-linearisierter Amplitudengang wird's schon richten, sollte es lieber sein lassen.


    Die Chancen der DSP-geregelten Vollaktiv-Lautsprecher liegen in erster Linie darin, die Möglichkeiten clever zu nutzen, in dem z. B. eine dynamische Loudness-Charakteristik eingesetzt wird. Das heißt, abhängig vom Pegel wird der Bass geregelt. Je lauter es wird, desto stärker wird eine Tiefpasssfilterung eingesetzt und/oder der Pegel im Bassbereich zurückgenommen.


    Grund sind ganz einfach die Membranhübe. Membranhub bedeutet gleichzeitig Verzerrung oder sogar Bruchgefahr. Da zwischen Pegel und Membranhub ein unumstößlicher Zusammenhang besteht, ist dies ein sinnvoller Ansatz höhere Pegel, dafür mit weniger Tiefbass zu erreichen. Klanglich wird es sich komprimierter anhören, dafür ist ein höherer Max-Pegel möglich. Im Gegenzug kann dafür der Bass im Leise-Betrieb etwas angehoben werden, was dann wieder ein etwas "fülligeres, dynamischeres" Klangbild ergibt.


    Aber hier ist sehr viel Erfahrung, Können und Wissen um die Zusammenhänge gefordert, um solch eine Charakteristik im DSP anzupassen. Mit einem Messmicro auf der Mittelkonsole ist's da nicht getan.


    Das ist übrigens kein "verwerfliches" Vorgehen, mittlerweile wird das auch im Hifi-HighEnd-Bereich gemacht, nur ein Beispiel ist die Devialet Phantom. Denn die Kundenvorgaben im Hifi-Bereich sind mittlerweile sehr ähnlich: kleiner Lautsprecher, tiefer Bass und laut.


    Da das drei divergierende Vorgaben sind, muss tief in die Trickkiste gegriffen werden.

    Hi Harkpabst


    wenn ich mich richtig erinnere, wurde die Rückdatierung eingeführt, um genau diese Vorgehen der "Zeitschinderei" zu unterbinden. Allerdings kamen recht früh auch rechtliche Bedenken auf, da ja die Prüfung (die "Prüfplakette") eine Gültigkeitsdauer von zwei Jahren hat.


    Meiner ganz persönlichen Meinung nach, lag mal wieder ein handwerklicher Fehler im Verkehrsministerium vor. Denn um die Zeitschinderei zu unterbinden, hätte man auch über das Verwarnungsgeld/Bußgeld das Problem lösen können. Evtl. in Kombination mit dem Verlust der BE.


    Die Versicherung wird dann Stress machen, wenn ein Zusammenhang zwischen Terminüberschreitung, einem erheblichen Mangel und der Unfallursache erkennbar wird. Wobei bei einem "erheblichen Mangel" diese Prüfung sowieso im Raum steht. Denn der kann ja auch dann auftreten, wenn der TÜV-Termin keine Rolle spielt (z. B. abgefahrene Reifen, defekte Beleuchtung usw.)

    Genau das glaube ich nicht.

    Doch, ist so. 2012 wurde die "Rückdatierung" wieder abgeschafft.


    Interessant in dem Zusammenhang sind Saisonkennzeichen. Angenommen, du musst im März zum TÜV, dein Kennzeichen gilt aber erst ab April, dann musst du auch erst im April zum TÜV, da du ja mit dem Kennzeichen gar nicht in den öffentlichen Verkehr darfst. Auch in dem Falle wird nicht rückdatiert.
    Siehe hier unter Ausnahmen für Saisonkennzeichen


    Die Tarife bei Überschreitung.
    Ein Verwarnungsgeld/Bußgeld wegen Überschreitung des Termins darf die Prüfstelle nicht erheben.


    Unter ganz besonderen Umständen könnte im Falle eines Falles die Versicherung Ärger machen.

    Simply the best....


    Die Ram-Mount Tough Claw. Aufpassen, gibt's in unterschiedlichen Größen und Kugeldurchmesser.


    Die Große passt locker um den Überrollbügel und kann im unendlichen Adapterprogramm von Ram-Mount an jede Situation oder Kamera angepasst werden.


    Die kleine Klammer passt auf den originalen Abschlepphaken oder auch an dünneren Rahmenzügen vom Fahrrad, Sturzbügel vom Motorrad....


    Hier die kleine Klammer
    https://rammounts-germany.com/…el-1-zoll-rap-b-400u.html


    Und die Kugel für die GoPro-Aufnahme
    https://rammounts-germany.com/…ugel-rap-b-202u-gop1.html

    Ja, du hast recht, es sind noch nicht alle Geschehnisse rund um das Hören abschließend erforscht und auch verstanden, zumal es ja oftmals auch um Hörpsychologie und Hörphysiologie geht. Also einmal die rein "mechanischen" Prozesse und einmal die Auswirkung auf die Gefühlswelt. So wirkt auch der Schädelknochen in den Hörprozess ein, was aber bei weiten noch nicht abschließend erforscht ist.


    Völlig unklar ist die Sache mit der Hörpsychologie. Das kennen wir alle: Obwohl eine Mücke sehr leise vor sich hinsurrt, kann sie uns den Schlaf rauben. Das wiederum führt zu anderen Nebenwirkungen, bis hin zu großem Stress, weil wir vielleicht Müde zur Arbeit müssen. Und obwohl uns eine Mücke um den Schlaf bringen kann, können nicht wenige bei Meeresrauschen oder an einem Wildbach in einen komatösen Tiefschlaf fallen.


    Aber allein die die Zahlen der hörgeschädigten Kinder zeigen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Lärmbelastung und Hörschäden gibt.
    Nur ein Artikel von unzähligen zum Thema Hörschäden bei Kindern/Jugendlichen


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    www.morgenpost.de