Beiträge von hifi_nok

    Na ja, auf den Kilo kannst du das ja sowieso nicht planen.


    Bei der Wahl des Hängers ist die erlaubte Zuladung und das Eigengewicht des Anhängers entscheidend.


    Die Zuladung ist demnach das, was du da raufpackst. Ich vermute mal beim RF irgendwo um 1300 Kg, das können dir die RF-Leute genauer sagen. Dazu kommt das Eigengewicht des Trailers, bei kleineren Trailern rechne mal mit irgendwo zwischen 600 - 700 Kg. Evtl kommen noch eigene Anbauten dazu, wie eine Winde oder ein kleiner Werkzeugkasten, auch die Gurte summieren sich im Gewicht. Damit liegst so so in der Klasse Fahrzeugtransportanhänger bis irgendwas um 2,5 Tonnen Gesamtgewicht. Da brauchst du schon einen amtlichen Zugwagen.


    Fast wichtiger ist das Maß der Ladefläche. Kleinere Ausführungen liegen so um 2 x 4 Meter. Da die Ladung wegen der Deichsellast etwas "Schieberaum" benötigt, kann es dann passieren, dass die Ladung nach hinten etwas über den Hänger ragt. Prinzipiell kein größeres Problem, aber in Italien und Spanien werden dann zusätzliche Warntafeln erforderlich, natürlich geprüfte Versionen und natürlich unterschiedlich.


    Was beim MX wichtig sein könnte ist der "Böschungswinkel", also wie steil kann die Auffahrt auf den Hänger werden, ohne dass etwas am MX schleift. Hier gibt's im Prinzip drei Möglichkeiten:


    Der
    Absenkanhänger,
    Kippanhänger,
    oder Auffahrrampen.


    Da musst du dir genau ansehen, wie das im Detail bei jedem Hänger aussieht. Durch die Hydraulik/Mechanik des Absenkanhängers steigt natürlich das Gewicht, dafür ist der Komfort enorm.


    Für einen einmaligen Versuch/Urlaub kann man Anhänger auch über die Urlaubszeit leihen. Hier nur einer von ganz vielen Verleihern:
    http://www.1a-anhaengervermietung.de


    Eine recht große Auswahl an Hängern findest du hier:
    https://anhaenger-center-woerm…e/autotransportanhaenger/


    Nicht vergessen, die 100 Km/h-Zulassung (unter bestimmten Voraussetzungen) für den Hänger gilt NUR für die deutsche Autobahn - NICHT auf deutschen Landstraßen. Auch sind die verkehrsrechtlichen Unterschiede in Europa zum Teil recht groß, was den Anhängerbetrieb angeht (auch in Sachen Maut gibt's einige Überraschungen). Wer über den Brenner mit Hänger fährt, braucht starke Nerven. Ein (überwachtes) Überholverbot im Anhängerbetrieb fast auf der gesamten Brennerautobahn ist nicht jedermanns Sache.
    https://www.autobrennero.it/de…ert-reisen/uberholverbot/

    Von einem Schnarch Italiener vor mir abgesehen gut und flüssig zu fahren. Aber natürlich nicht komplett leer.

    Merten124, auch da eine große Übereinstimung.


    Es ist natürlich auch immer eine Gratwanderung. Ist (dauerhaft) "nix los", ist auch in der Regel die Infrastruktur schwach. Gasthöfe geschlossen, keine Tanke .... Verständlich, lohnt sich ja auch nicht.


    Wir waren letzte Woche für 2 Tage im Erzgebirge. Abgesehen von den üblichen Tourihochburgen wie Seiffen, Oberwiesenthal oder Altenberg sind wir zwar über kleine und zum Teil leere Straßen gefahren, aber die waren oft im schlechten Zustand und die Gasthöfe in den Ortschaften waren sehr oft verwaist, zum Teil dem Verfall preisgegeben.


    Insgesamt gesehen ist das immer mit einem lachenden und weinenden Auge verbunden.


    Ist mit den "Blitzerwarnen" wirklich extrem OT.
    Daher nur ganz kurz: Im vereinten Europa gibt es in der Sache keine einheitlichen Gesetzesregelungen. Was in einem Land zulässig ist, ist im anderen Land verboten. Genau so unterschiedlich sind die Strafandrohungen. Vom kleineren Verwarnungsgeld bis hin zur Fahrzeugsicherstellung reicht dabei die Palette.


    In D kostet es im Falle eines Falles 75 Euro/1 Punkt. Unter ganz bestimmten Voraussetzungen kann das Gerät zum Zwecke der Vernichtung eingezogen werden.


    Heftig ist es mal wieder in der CH. Dort kann es bis zu 180 Tagessätze = 6 Monatsgehälter kosten!!!!


    Von daher ergibt es Sinn und ist absolut korrekt, dass die "Sperr-Funktion" im serienmäßig belassenen Navi aktiviert ist.


    Es gab schon relativ kurz nach Einführung des Gesetzes deutliche Signale der meisten Rechtschutzversicherungen keine Deckungszusage zu machen, weil man die Chancen gegen 0 einstuft. Auch die allermeisten Anwälte sehen so gut wie keine Möglichkeit aus der Nummer rauszukommen, deswegen sind Prozesse/Urteile in dieser Angelegenheit sehr selten.


    Hier auch eine brauchbare Zusammenfassung für deutsche Autofahrer, auch wenn mir beim Begriff "Radarwarner" immer der Hut hochgeht, das hat nämlich nicht das Geringste damit zu tun.
    https://www.bussgeldkatalog.net/blitzer/radarwarner/


    Aber ich denke, das ist in einem Extra-Thema besser aufgehoben.

    Hi Merten,


    wir sind da ziemlich genau auf einer Wellenlänge, aber es gibt keine Geheimtipps mehr in den Alpen, in den Dolos schon gar nicht.


    Die hier schon genannten "Alternativen" waren schon vor 15 oder 20 Jahren keine Geheimtipps mehr. Hinzu kommen durch den Ansturm in der Sellarunde Verdrängungseffekte, die dazu führen, dass die gesamte Marmolada-Region auch schon sehr voll ist.


    Einige der gennanten Alternativen dienen mittlerweile auch als "Anreisestraße", um ganz kleine Stichstraßen zu erreichen. Erschwerend kommt hinzu, dass einige der kleinen Stichstraßen (die von Wanderer/Radler aufgesucht werden) nur zu bestimmten Tageszeiten befahren werden dürfen, was zu punktuellen Belastungen führt (Beispiel: Seiser Alm).


    Klar, wenn man eine guten Zeitpunkt erwischt, sind die Dolos ein Traumziel. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das mal ein gigantisches Korallenriff war, ungfähr dort, wo heute das Südchinesische Meer ist. Andereseits kann es nicht schaden, wenn man flexibel ist und evtl. östl. der Dolomiten die Karnischen Alpen erkundet (grobe Richtung zwischen Cortina und Tolmezzo).


    Man, ich bin mit zwei Kumpels auf dem Mopped vor knapp 30 Jahren noch den geschotterten Gaviapass gefahren. Die "Leitplanken" bestanden aus sporadisch montierten Holzlatten, teilweise komplett verwittert. War eher eine Art "symbolische Schutzeinrichtung". Bei einem Fahrfehler wäre der "DropOff" 300 Meter tiefer gewesen. Heute fahren auf brauchbarem Asphalt holländische GoldWing mit Anhänger rüber und lebensverneinde Radler stürzen sich kurvenschneidend ins Tal.


    Geheimtipps in den Alpen... vergiss es. Klar, so ein paar vergessene kleine Ecken lassen sich finden, z. B. das Hinterland des Gardasees (siehe oben das Kaiserjägersträßchen), aber insgesamt gesehen sind die Alpen schon verdammt voll.


    Das nervigste ist ja immer die Anfahrt bis man endlich in den Bergen ist.


    In zwei Wochen fahre ich zum Kitzsteinhorn um zum Heinrich-Schwaiger-Haus zu wandern, da werde ich die Großglockner-Straße mitnehmen :)

    Wir haben "es" schon ein paar Mal gemacht, die Hin- und Rückfahrt Berlin - Alpen zum Großteil über Landstraße. Dauert etwas länger, ist unterm Strich stressloser und im Falle eines Staus kann sogar gedreht werden und eine Alternative gwählt werden. Mein Kumpel stand letztes Jahr wegen einer Vollsperrung gute zwei Stunden wegen eines Unfalles im Stau einer Autobahnbaustelle. Die Nerven lagen blank....


    Ganz nebenbei findet man jede Menge Gasthöfe mit leckerem Essen und kostenlosen Toiletten. Frei nach dem Motto "der Weg ist das Ziel".



    Na ja....


    Werd' jetzt wahrscheinlich beschimpft, aber die Dolos in der Haupreisezeit sind jetzt auch nicht mehr so der Brenner, meiner Meinung nach. Voll, voll, voll. Morgens um 8 waren in Wolkenstein alle Parkplätze belegt. In der Sellarunde waren wir mehrmals in gefühlt endlosen Buskolonnen eingekeilt, die in den Kehren rangierten. Auf dem Falzarego parkten Fahrzeuge bis weit in alle drei Zufahrtsstraßen. Bei den Drei Zinnen ein Stau wie auf dem südlichen Berliner Ring nach einem Unfall.


    Einmal war die Anfahrt in die Sellarunde über Meran - Bozen - Fassa so voll, dass wir sogar mit den Motorrädern entnervt umdrehen wollten.


    Hauptreisezeit - schönes Wetter - Wochenende.... da würde ich ganz persönlich die Dolos schon ausklammern.


    Oder aber rein in die Ebene südlich von Bozen durch die Wein- und Obstanbaugebiete auf den kleinen Sträßchen. Nichts spektakuläres - eher ruhiger Genuss.


    Weiter oben kam der Tipp für die Route Grande Alpes "ganz früh fahren" - gilt aber für überall in den Alpen. Absolut richtig. Wenn gerade die Sonne aufgeht, stahlblauer Himmel kündigt sich an... Wahnsinn diese Lichtspiele und als Schmankerl leere Straßen. Aber Vorsicht, in den Höhenlagen kann dann sogar Reifglätte ein Thema werden.


    Unvergessen, die Fotos entstanden vor ein paar Jahren am 18. Juli (mitten im Hochsommer) in Heiligenblut am Glockner. Weiterfahrt auf den Glockner nur mit Schneeketten - und das wurde auch streng überprüft!
    grossglock10_2.jpg


    grossglock30_2.jpg



    Deshalb auch an Alternativrouten denken.

    Ich find sowohl das Timmelsjoch als auch das Stilfser Joch werden überbewertet.

    Rummelplätze trifft es besser.


    Bloß wo liegt das Kaiserjägersträßchen ?

    Für die Routenplanung des Themerstellers etwas zu weit weg - für meinen Geschmack.


    Ist aber wirklich schön.... und eng, in den Tunneln sogar ganz eng.
    07 - garda_moped_027 Kopie_3.jpg




    Noch zum Ursprungsthema...
    Auf der Strecke Nauders -> Landeck kommt man an Samnaun vorbei, ein schweizer Zollauschlussgebiet. Sprit zum Dumpingpreis und eine absolut sehenswerte Zufahrtstraße auf der Südseite des Tals.

    Genau wie Ronotto sehe ich die 250 - 300 km als gute Tagesetappen an, die einen auch mal etwas Zeit lassen einen Kaffee zu trinken und auch Puffer für Baustellenstaus enthalten.


    Ich weiß ja nicht, wo du am Bodensee hin willst, aber ausgehend von Bormio -> Bregenz hast du noch andere Alternativen. Ich ganz persönlich finde die Ecke um St. Moritz nicht so prickelnd.


    Möglichkeit 1
    Bormio - Westrampe Stilfser Joch - Umbrailpass - Westufer Reschenpass - bei Nauders ein kleiner Schlenker über die Norbertshöhe (genial zu fahren) - bis Landeck eher langweilig - dann Arlbergpass (nicht der Tunnel) - Flexenpass - Hochtannbergpass - Dornbirn/Bregenz. ~250 Km


    Möglichkeit 2
    Bis Landeck wie Nr. 1, - Imst (jetzt aufpassen, dass du nicht auf den Fernpass kommst, sch...voll) - Hahntennjoch - Gaichtpass - Richtung D, Oberjochpass - Riedbergpass (Deutschlands höchster asphaltierter Pass) - Dornbirn/Bregenz. ~290 Km


    Richte dich schon d'rauf ein, es ist Hochsaison, du wirst nirgendwo in der Gegend längere leere Straßenabschnitte finden.

    Lol die Strafen sind ja ein Witz!

    Nicht nur lesen, was man lesen will ;)


    Man erkauft sich mit einem Bußgeld nicht das Übergewicht. Was immer im Raum bleibt, je nach weiteren Begleitumständen: Vor Ort Um- oder Ausladen.



    In #255 ist eine Tabelle für's Ausland. Spaßbefreit bei dem Thema sind vor allem die Länder, in denen der MX richtig Spaß macht, die Alpenregion.


    Beispiel:
    Während du in Konstanz bei 6% Überladung einen symbolischen Betrag zahlst, stehst du 30 Meter weiter in Kreuzlingen vor dem CH-Staatsanwalt wegen einer Verkehrsstraftat!


    Aktueller Stand in der CH:
    Übergewicht ab 1 Kg bis 100 Kg! (bzw bis max. 5 %) = 100 CHF


    Über 5 % geht's zum Staatsanwalt = Strafe ist einkommensabhängig
    Siehe hier
    und hier


    In A wird's deutlich komplizierter, da es in Österreich keinen landesweit geltenden Bußgeldkatalog gibt. Dort wird zwischen 2% bis 5% Übergewicht (nicht beim Fahrer) bereits zur Kasse gebeten. Unter 5% Überladung bleibt man wahrscheinlich unter 100 Euro, kann aber auch mehr werden. Ab 5% wird in der Regel außerdem verlangt, dass vor Ort das Fahrzeuggewicht reduziert wird. Dabei kann es sich auch um die Beifahrerin handeln, die "entladen" wird. Obwohl die dann richtig "geladen" sein dürfte.




    Wann wird kontrolliert? Meistens im Zusammenhang mit anderen Verstößen. Klassisches Beispiel ist die Geschwindigkeitskontrolle. In der CH mit 10 Km/h drüber in der Kontrolle und die Rennleitung sieht dann noch den Koffer auf der Heckklappe. Bingo, an den Urlaub wird man sich lange erinnern.



    Meine Güte, was für eine geile Idee: Ein vereintes Europa mit einer Straßenverkehrsordnung und einheitlichen Bußgeldtarifen....


    Aber gut darüber zu reden, hab ich bis jetzt auch nicht wirklich bedacht. :/

    Mach dir nix d'raus, machen die wenigsten. Zumindest sind jetzt einige etwas sensibilisiert.


    Gleiches "Problem" hat man auch bei den Mopeds. Selbst "ausgewachsene Tourendampfer" haben manchmal nach offiziellen Angaben im Fahrzeugschein unter 200 Kg Zuladung. 2 normal "befettete" Mitteleuropäer, plus Motorradkombi, Stiefel, plus Helme... da ist selbst die "Menschenmenge" zuviel. Vom Gepäck ganz zu schweigen.


    Da die Frage auftauchte, wie hoch das Risiko ist, erwischt zu werden.


    Mich hat's mit dem Gespann (Motorradanhänger) einmal erwischt, war aber alles in Ordnung. Ein Kumpel hat's mit dem Motorrad erwischt. Aber gut... Zelt, Campingtisch, Campingstuhl, Fotokram, plus Koffer und Tankrucksack. Das hatte einen gewissen Aufmerksamkeitsfaktor :D


    Ansonsten werden über Ordnungswidrigkeiten (mit Verwarnungsgeld vor Ort) in der Regel keine Statistiken geführt.