Beiträge von hifi_nok

    Hi Postschlumpf,


    genau das ist doch das Problem.


    Ich will hier niemandem ans Bein pinkeln oder irgendwie anmachen, muss aber mal aus dem Eröffnungsthema ein Zitat aufgreifen:


    Da gibt es ja die unterschiedlichsten Meinungen, Geschmack und Ansprüche sind halt verschieden. Ich für mich hatte entschieden die Türlautsprecher auszutauschen (bin zwar kein High-Ender, war mir aber sicher, da geht noch was...).


    "da geht noch was". Ja, was denn?


    Was gefällt nicht am Sound? Erkläre, was dir nicht genau am Sound gefällt. Sind Impulse verwaschen? Kommt der Bass zwar tief aber unpräzise? Soll mehr Oberbass einen fehlenden Tiefbass kaschieren? Stimmt was mit der räumlichen Abbildung nicht, weil der Ton wie Kleister an den Chassis klebt? Stimmt die tonale Balance nicht? Soll die Sprachverständlichkeit verbessert werden?


    Lautsprecherchassis ganz einfach austauschen?


    Es ist doch ähnlich wie mit Fahrwerksumbauten. Auch da muss doch erst einmal eine Analyse erfolgen, was genau nicht gefällt und was dafür verbessert werden muss. Jeder weiß doch sofort, dass das Unsinn ist, wenn es heißt, "das Auto ist zu hart, ich schraube andere Felgen rauf."


    Manchmal ist auch der Vergleich beim Arzt ganz hilfreich: "Doktor geben sie mir ein Medikament, ich bin krank"


    Und genau so ist es mit sog. "Soundumbauten".


    Damit schließt sich der Kreis zu den vermeindlichen "Abweichungen im Thema". Mir ist der Standardbass beim Bose zu viel, andere wollen mehr. Und wie Harkpabst schon andeutete, so einfach ein anderes Chassis rein, kann vielleicht klappen, die Chancen sind aber extrem klein. Denn insbesondere die physikalischen Voraussetzungen für den Bass lassen sich nicht ohne weiteres verändern. Gehäusevolumen und Amp-Leistung stehen bei dieser Art von Umbau fest. Und Chassis, die die Physik aushebeln gibt es nicht. Auch sie unterliegen Grenzen in Sachen untere Grenzfrequenz, Membranhub usw. Hinzu kommt, dass in dem Sektor sehr oft Zielkonflikte auftreten. Ein tiefer Bass geht vielleicht, aber tief UND laut ist eine andere Baustelle.


    Wenn also das vorhandene Basschassis schon einen brauchbaren Kompromiss aus Kosten, Einbaumöglichkeiten, elektrischen Werten und Klang ergibt, muss doch die Frage nach der Sinnhaftigkeit erfolgen. Was soll das Wechseln von Kondensatoren in der FW, um den gesamten Hochtonbereich etwas anzuheben, das Gleiche aber auch über den Klangregler erfolgen kann? (Harkpapst, das war jetzt etwas "einfach" formuliert ;) )


    Was bleibt also noch an Tipps? Wie die Innenverkleidung abgemacht wird - OK, da kann auf Erfahrungen anderer User zurückgegriffen werden. Wie ich aus MDF einen Distanzring anfertigen muss, ist schon schwieriger, weil das auch vom Bastelgeschick und vorhandenem Werkzeug abhängt. Wie hoch die optimale Löttemperatur ist oder welche Crimpzange genutzt werden sollte?


    Sorry, aber da geht mein Verständnis dann eher in eine andere Richtung: In dem Falle sollte der seriöse Fachhandel aufgesucht werden, der dann mit dem Kunden die vorhandene Situation analysiert und dann eine Lösung erarbeitet. Dem kann ich auch die Sache um die Ohren hauen, wenn er Murks baut.


    Alles andere andere ist Orientierungslosigkeit im dichten Nebel.

    Hey, hier ist ja inzwischen was los...



    @MX505 : Ich wohne und arbeite in der Stadt, daher bin ich auch oft in der Stadt unterwegs und da bekommt man schon viel vom Sound zu hören, insbesondere an einer Ampel wartend (i-stop).

    Welche Stadt meinst du...????


    Ich stand mal in Berlin an einer verkehrsreichen Kreuzung mit dem Fahrrad, Der Lärm war schon heftig. Also hab ich mal mit einer kleinen App gemessen: knapp 100 dBA. Da war nichts ungewöhnliches an der Situation. Einfach nur ein LKW, der neben mir wartete, andere Laster fuhren vorbei, Motorräder beschleunigten....


    Aber zurück zum Thema: Mir geht's da ähnlich wie MX505, was das Thema "Verbesserung bei der Musikwiedergabe" angeht. Dabei ist es erst einmal völlig unabhängig, ob es das Auto oder das Hörzimmer betrifft.


    Da muss erst einmal klar sein, was überhaupt eine "hochwertige Musikwiedergabe" ist. Schon dieser Aspekt bedeutet endlose und ergebnislose Diskussionen. Da ist die Fraktion, die sich dem Original so weit wie möglich nähern möchte. Die andere Seite will möglichst viel "Spaß am Sound" haben. Das sieht man schon hier im Forum bei der Empfehlung zur Bass-Einstellung beim Bose-System. Einige (wie ich auch) gehen eher den Weg runterregeln, andere ziehen ihn höher.


    Diese kontroversen Einstellungen über die Musikwiedergabe ziehen sich durch bis ins absolute Top-HigEnd. Allein die Tatsache, wie viele Laustprecherprinzipien es gibt belegt, dass der ideal Lautsprecher noch nicht erfunden wurde. Dabei ist es völlig egal wie groß oder wie teuer.Wer einmal unter optimalen Bedingungen Dipol und Direktstrahler A/B vergleichen konnte, weiß was ich meine.


    Dazu kommen die bereits angesprochenen psychoakustischen Effekte, die allein aus einer gewissen Erwartungshaltung heraus beeinflussen. Forianer, die sich auch mit Home-HiFi etwas auskennen, kennen sicherlich die Diskussionen über die Kabelbrücke am BiWi-Lautsprecherterminal. Obwohl mir persönlich nicht ein Mensch bekannt ist, der im Blindtest eine Klangbeeinflussung durch die Kabelbrücke heraushören konnte, verdient die Zubehörindustrie damit ganz gutes Geld. Gleiches gilt für 230 Volt-Stromkabel.


    Selbst wenn Messungen nicht ein bisschen Unterschied aufzeigen, kommt das Totschlagargument "aber ich hör's doch". Richtig verrückt wird's dann, wenn im Blindtest unterschieden werden soll. Was vorher klar und deutlich herausgehört werden konnte, ist urplötzlich nicht mehr unterscheidbar. In der Regel wird dann aber nicht das Urteil über die "Verbesserung" überdacht, sondern der Blindtest wird hinterfragt.


    Fazit: Sehr oft wollen wir nach einer Veränderung, dass etwas "besser" klingt - und dann ist es auch so.


    Aber wie schon angesprochen: Wer in den Wintermonaten gerne bastelt und am Ende feststellt "gefällt mir besser" soll es tun. Spielt es dann noch eine Rolle, ob es objektiv besser ist?

    Hey, hier ist ja inzwischen was los...



    @MX505 : Ich wohne und arbeite in der Stadt, daher bin ich auch oft in der Stadt unterwegs und da bekommt man schon viel vom Sound zu hören, insbesondere an einer Ampel wartend (i-stop).

    Welche Stadt meinst du...????


    Ich stand mal in Berlin an einer verkehrsreichen Kreuzung mit dem Fahrrad, Der Lärm war schon heftig. Also hab ich mal mit einer kleinen App gemessen: knapp 100 dBA. Da war nichts ungewöhnliches an der Situation. Einfach nur ein LKW, der neben mir wartete, andere Laster fuhren vorbei, Motorräder beschleunigten....


    Aber zurück zum Thema: Mir geht's da ähnlich wie MX505, was das Thema "Verbesserung bei der Musikwiedergabe" angeht. Dabei ist es erst einmal völlig unabhängig, ob es das Auto oder das Hörzimmer betrifft.


    Da muss erst einmal klar sein, was überhaupt eine "hochwertige Musikwiedergabe" ist. Schon dieser Aspekt bedeutet endlose und ergebnislose Diskussionen. Da ist die Fraktion, die sich dem Original so weit wie möglich nähern möchte. Die andere Seite will möglichst viel "Spaß am Sound" haben. Das sieht man schon hier im Forum bei der Empfehlung zur Bass-Einstellung beim Bose-System. Einige (wie ich auch) gehen eher den Weg runterregeln, andere ziehen ihn höher.


    Diese kontroversen Einstellungen über die Musikwiedergabe ziehen sich durch bis ins absolute Top-HigEnd. Allein die Tatsache, wie viele Laustprecherprinzipien es gibt belegt, dass der ideal Lautsprecher noch nicht erfunden wurde. Dabei ist es völlig egal wie groß oder wie teuer.Wer einmal unter optimalen Bedingungen Dipol und Direktstrahler A/B vergleichen konnte, weiß was ich meine.


    Dazu kommen die bereits angesprochenen psychoakustischen Effekte, die allein aus einer gewissen Erwartungshaltung heraus beeinflussen. Forianer, die sich auch mit Home-HiFi etwas auskennen, kennen sicherlich die Diskussionen über die Kabelbrücke am BiWi-Lautsprecherterminal. Obwohl mir persönlich nicht ein Mensch bekannt ist, der im Blindtest eine Klangbeeinflussung durch die Kabelbrücke heraushören konnte, verdient die Zubehörindustrie damit ganz gutes Geld. Gleiches gilt für 230 Volt-Stromkabel.


    Selbst wenn Messungen nicht ein bisschen Unterschied aufzeigen, kommt das Totschlagargument "aber ich hör's doch". Richtig verrückt wird's dann, wenn im Blindtest unterschieden werden soll. Was vorher klar und deutlich herausgehört werden konnte, ist urplötzlich nicht mehr unterscheidbar. In der Regel wird dann aber nicht das Urteil über die "Verbesserung" überdacht, sondern der Blindtest wird hinterfragt.


    Fazit: Sehr oft wollen wir nach einer Veränderung, dass etwas "besser" klingt - und dann ist es auch so.


    Aber wie schon angesprochen: Wer in den Wintermonaten gerne bastelt und am Ende feststellt "gefällt mir besser" soll es tun. Spielt es dann noch eine Rolle, ob es objektiv besser ist?

    Aber macht das alles wirklich Sinn?

    Das ist ja schon fast eine philosophische Frage. Aber ich sehe es sehr ähnlich und somit ebenfalls kritisch.


    Ein seriöser Lautsprecherentwickler (egal ob für Car-Hifi, Heim oder Studio) wird immer Messungen durchführen, um erst einmal eine Ausgangssituation messtechnich zu erfassen. Dann wird er ein System optimieren und das ebenfalls wieder durch Messungen überprüfen. Am Ende fließt aber auch ein Teil "persönlicher Geschmack" (und auch Erfahrung) in die Abstimmung mit ein. Hier kann dann z. B. eine breitbandige Erhöhung von vielleicht 1,5 dB im Amplitudengang um 800 Hz erfolgen, um einen bestimten Sound zu erzielen.


    Aber da ja in der Themenüberschrift auch Begriffe wie "Erfahrung" und "Tipps" gefallen sind, sehe ich persönlich solche Maßnahmen nicht ganz so euphorisch. Das fängt beim "tunen" von Frequenzweichen in HiFI-Lautsprechern an und endet bei solchen Umbauten, wie hier im Thema.


    Sowohl im Hifi-Sektor als auch bei den Auto-Hifi-Fans habe ich sehr oft folgende Argumentationskette erlebt:
    "Ich habe Geld ausgegeben, ich habe Arbeit investiert, es kling anders - also klingt es besser."


    Ich persönlich habe schon Probleme nach einer kurzen Umbaupause und Pegelabgleich Verstärkerunterschiede zu verifizieren. Andere bauen ihr Auto auseinander und wieder zusammen und hören danach ohne Pegelabgleich Unterschiede.


    Daher meine Frage nach Messungen. Dass dann auch noch die Weisheit zum Tragen kommt "wer viel misst, misst Mist", steht auf einem anderen Blatt.


    Aber letztlich sollte man (die kritischen Stimmen) auch zugestehen, dass es ja manchmal auch der Spaß am Basteln ist und somit erlaubt ist, was gefällt.

    Aber macht das alles wirklich Sinn?

    Das ist ja schon fast eine philosophische Frage. Aber ich sehe es sehr ähnlich und somit ebenfalls kritisch.


    Ein seriöser Lautsprecherentwickler (egal ob für Car-Hifi, Heim oder Studio) wird immer Messungen durchführen, um erst einmal eine Ausgangssituation messtechnich zu erfassen. Dann wird er ein System optimieren und das ebenfalls wieder durch Messungen überprüfen. Am Ende fließt aber auch ein Teil "persönlicher Geschmack" (und auch Erfahrung) in die Abstimmung mit ein. Hier kann dann z. B. eine breitbandige Erhöhung von vielleicht 1,5 dB im Amplitudengang um 800 Hz erfolgen, um einen bestimten Sound zu erzielen.


    Aber da ja in der Themenüberschrift auch Begriffe wie "Erfahrung" und "Tipps" gefallen sind, sehe ich persönlich solche Maßnahmen nicht ganz so euphorisch. Das fängt beim "tunen" von Frequenzweichen in HiFI-Lautsprechern an und endet bei solchen Umbauten, wie hier im Thema.


    Sowohl im Hifi-Sektor als auch bei den Auto-Hifi-Fans habe ich sehr oft folgende Argumentationskette erlebt:
    "Ich habe Geld ausgegeben, ich habe Arbeit investiert, es kling anders - also klingt es besser."


    Ich persönlich habe schon Probleme nach einer kurzen Umbaupause und Pegelabgleich Verstärkerunterschiede zu verifizieren. Andere bauen ihr Auto auseinander und wieder zusammen und hören danach ohne Pegelabgleich Unterschiede.


    Daher meine Frage nach Messungen. Dass dann auch noch die Weisheit zum Tragen kommt "wer viel misst, misst Mist", steht auf einem anderen Blatt.


    Aber letztlich sollte man (die kritischen Stimmen) auch zugestehen, dass es ja manchmal auch der Spaß am Basteln ist und somit erlaubt ist, was gefällt.

    Nur ein paar Beispiele, Auflistung nicht vollständig, zum Teil für umme, zum Teil aus dem Profilager


    HobbyBox , MLS Lautsprechermessung , Lautsprecherbau , Audio-Software


    https://www.hifi-selbstbau.de/grundlagen-mainmenu-35/softwaremesstechnik-mainmenu-66/85-arta-und-seine-spieesellen-steps-und-limp-fortgeschrittene



    CARMA – AUDIONET - Computer Aided Room Analyser.
    CARMA (Computer Aided RooM Analyser) ist das Audionet Programm zur Erfassung und Beurteilung akustischer Gegebenheiten in Hörräumen sowie zur Ermittlung und…
    www.audionet.de


    DRA Laboratories - MLSSA Acoustical Measurement System




    In der Regel haben die Messprogramme entsprechende Messsiganle implementiert. Das heißt, dass eine Duplex-Soundkarte eingesetzt werden muss. Grund: Das Signal wird losgeschickt und sofort gemessen. Aus- und Eingang der Soundkarte werden also gleichzeitig genutzt.


    "Irgendein" Mic ist nicht so prickelnd, weil in der Regel Mic einen mehr oder weniger verbogenen Frequenzgang haben. Das heißt, dass dieser fehlerhafte Frequenzgang in die Messung einfließt. Besser sind Mess-Mic, die für den Heimbereich nicht sooo teuer sind. Am häufigsten wird das Behringer ECM8000 im Hobbybereich eingesetzt:
    https://www.thomann.de/de/behringer_ecm_8000.htm


    Das hat zwar ebenfalls einen "schiefen" Frequenzgang, viele Mess-Softis haben aber für dieses MIc eine Korrekturkurve eingebaut.


    Größtes Problem: Die mir bekannten Mess-Mic sind Kondensator-Mic, d. h., sie benötigen eine Versorgungsspannung. In der Regel wird diese Versorgungsspannung über das Mic-Kabel eingespeist. Dazu werden aber Soundkarten benötigt, die eine sog. Versorgungsspannung für Mic anbieten. Oder man setzt externe USB-Interfaces ein, hier einige Beispiele:
    https://www.thomann.de/de/usb_audio_interfaces.html


    PS
    Versorgungsspannung = Phantomspannung


    Ich habe unabhängig vom System das Gefühl, das über 50 km/h sowieso alles in Nebengeräuschen untergeht, wenn man nicht gerade Konzertlautstärke hört.


    Wenn da jemand einen Trick kennt, wäre ich auch interessiert ;-).

    Längere Zeit oberhalb von ~80 Km/h nutze ich so etwas - funzt super :D
    https://www.scheinhardt.de/geh…/dlo-silikon-gehoerschutz



    Da machen sich ja einige richtig viel Arbeit, da werden ganz viele Bilder gemacht, erklären jeden einzelnen Arbeitsschritt - Hut ab.


    Viel Interessanter wären aber auch mal Messungen:
    1) Fahrzeug im Stand, Motor aus, Dach offen/geschlossen, möglichst ruhige Umgebung (Garage)
    2) Alle Klangregler auf neutral.
    3) Mess-Mic in Kopfhöhe auf dem Fahrersitz.


    Dass diese Messungen natürlich vor/nach dem Umbau sinnvoll sind, erklärt sich von selbst.


    Daraus lassen sich dann Werte ablesen wie z. B: Pegel, Amplitudengang, Impulsverhalten, Zerfallsspektrum.


    Das würde ich übrigens auch von einem Fachhändler verlangen, wenn er mir ein "besseres" System aufquatschen will. Genau so, wie es legitim ist, von einer Motortuningfirma Messdiagramme vorher/nachher zu verlangen.

    Schei... aber sowas passiert nun mal.


    ... weil ich dachte es wäre (leider mal wieder) Fahrerflucht. Als ich dann den Zettel von meinem Nachbarn am Briefkasten fand war ich beruhigt.


    Rein rechtlich ist das ebenfalls eine Unfallflucht! Kommt niemals auf die Idee, es genau so zu machen. Passiert ein Parkdetscher und ihr könnt den Halter nicht ermitteln, fahrt zum nächsten Polizeirevier oder ruft die Polizei zum Ort.


    Eine gute Zusammenfassung:
    https://www.anwalt.de/rechtsti…-reicht-nicht_004274.html


    Ein Grund ist der, dass niemand überprüft, ob die anegegeben Daten überhaupt stimmen.