Beiträge von hifi_nok

    Falls jemand denkt, dass das frei erfunden ist, was ich geschrieben habe....


    Frankreich, Normandie, Alabasterküste bei Etretat, Juli 26.


    Eine aberwitzige Steiküste

    Klippe.jpg



    Überall stehen Schilder in drei Sprachen: "Bleiben sie auf den Wegen, gehen sie nicht an die Abbruchkante". Und was sieht man in der Ausschnittvergrößerung:

    Klippe_Ausschnitt.jpg




    Ob das die Steilküste, die Gumpen am Pragser Wildsee sind oder ob man ein Edelweiß abreißt, ist egal. Und dann noch schnell in Badelatschen zum Gipfelkreuz....


    Obendrauf die Denkverweigerer mit ihren leergeräumten Auspufftöpfen und Touri-Scharen, die über die Almen laufen, wo die Kühe mit ihren Kälbern stehen. Dass da den Anwohnern irgendwann der Hut hochgeht, ist nachvollziehbar.

    Klar, die "Verkehrsteilnehmer" mit ihren Krawalltüten.... Das ist EIN Problem.


    Was ich aber in den letzten Jahren viel beobachtet habe, sind die "Selfie-Jäger". Mein Eindruck: Da kommt's gar nicht auf die Umgebung oder die Geschichte an. Hauptsache ein "geiles Bild" und wieder weg.


    Am Pragser Wildsee werden Zäune überklettert, um sich in den Gumpen zu fotografieren. Auf unserer F-Rundfahrt vor ein paar Wochen haben wir es überdeutlich erlebt. Da machen sich einige aus der Damenwelt mit wallendem Kleid "unglaublich schön", um sich auf einem deutschen Bunker an der D-Day-Küste in absolut lächerlichen Posen zu fotografieren. Ein asiatischer Tourist stieg aus seinem Leihauto, stellte sich für's Foto vor einem alten US-Panzer mit ausgestrecktem rechten Arm, setzte sich wieder ins Auto und fuhr weiter.


    Vor jedem Tauchgang wird ein Briefing gemacht. Was sieht man, wie ist die Strömung, welche Gefahren lauern usw. Die asiatische Damenwelt mit ihrer HighTech-Ausrüstung hat sich lieber krellbunt geschminkt, rein ins Wasser, auf's Riff gesetzt, Selfie, wieder auf's Boot. Dauer des "Tauchgangs" ca. 10 Minuten. Wir kamen nach einer Stunde wieder auf's Boot und standen vor einem leergefressenen Buffet.


    Insgesamt muss ich feststellen, dass es eine immer stärker werdende Rücksichtslosigkeit gegenüber der Natur und den vor Ort lebenden Menschen gibt.

    Im Juli 2024 war morgens um 10:00 Uhr in der Woche kein Durchkommen mehr. Die Polizei sperrte die Auffahrt zu den Drei Zinnen komplett ab. Nicht mal Motorräder durften durch. Zwischen Misurina und der Zufahrtstraße STAND eine ca. 1 km lange Fahrzeugkolonne.


    Und der Wahnsinn wurde ganz offensichtlich noch schlimmer:

    https://www.focus.de/reisen/video-zeigt-mega-warteschlangen-in-den-dolomiten_a70ce008-f3fc-4318-aa71-671bbe27cda2.html


    Wer zu den Drei Zinnen will:

    Tre Cime di Lavaredo car park: information, how to book
    Book your parking online to reach the Tre Cime di Lavaredo in summer 2025. Access only with reservation.
    auronzo.info


    Dolomiten in der Ferienzeit....? Nein danke!

    Das Teilstück der A115 bei Potsdam ist eine absolute Katastrophe ! Ich habe die Öhlins von Michael XXX in meinem RF und trotzdem hoppelt er auf diesem BAB-Stück rum. Das soll mWn am kurzen Radstand des MX-5 liegen. Im Wohnmobil oder E30 ist die Strecke halb so schlimm.



    LG Uwe

    Ich kenne das Teilstück auch. Richtig "lustig" war die Passage mit einem einachsigen Motorradanhänger am "Wolfsburger" - trotz adaptiven Fahrwerk.


    Eine noch "schönere" Strecke gab's auf einer kleinen Landstraße im Norden Berlins. Dort konnte man mit dem MX5 im wahrsten Sinne des Wortes erfahren, was eine Resoanzkatastrophe ist. Zumindest entstand bei ~60 Km/h der Eindruck, dass die Fuhre seitlich umgeworfen wird. Auf diesem Stück Landstraße hatte mich dann mal ein 30-Tonner von hinten angehupt, weil ich ihm wohl zu langsam war.


    Es hängt hier wirklich sehr viel mit dem Achsabstand zusammen. Wenn's "gut läuft", ist die "Wellenlänge" der Bodenwellen optimal passend zum Achsabstand. Das kannst du am Fahrwerk basteln wie du willst - es bringt nix. Hier sind die Straßenbauer gefragt.

    Bei meinen hinteren Öhlins merkt man kaum bis gar nicht die Rasterung, wenn man "zu schnell" dreht.


    Wirlich mit "spitzen Fingern" und sehr langsam drehen.

    Dabei mit der freien Hand etwas die Ummantelung der Welle festhalten, auch wenn sie mit Kabelbindern angebracht ist.


    Ansonsten probiere es wie in meinem Beispiel mit der kleinen Farbmarkierung auf dem Stellrad: 2,5 Umdrehungen = 15 "Klicks" (unter der Voraussetzung, dass Öhlins daran nichts geändert hat).


    Vorne ist's etwas "einfacher", vorausgesetzt, du hast keine Hände in Baggerschaufelgröße. Problem hierbei: du siehst nix bei der Einstellarbeit - wegen der Halterung der Domstrebe.


    - Taste dich erst einmal so vor, dass du das kleine und deutlich geriffelte Einstellrädchen mit einem Finger erfühlst... oder

    du schaust dir die Sache erst einmal mit einem kleinen Spiegel an.

    - Dann versuchst du das kleine Rädchen "im Blindflug" zu drehen, auch hier gilt: langsam

    - Im Uhrzeigersinn drehst du den Dämper zu = hart

    - Ist das Rädchen am Anschlag, nicht mit Gewalt weiterdrehen (alte Schrauberweisheit: nach ganz fest kommt ganz ab).

    - Dann langsam gegen den Uhrzeigersinn drehen und die feinen "Klicks/Rastungen" bis 14 mitzählen.


    Zu den hinteren Streben und den Türdingern findest du im Forum jede Menge Infos und Erfahrungen.

    Zur Imprägnierung....


    Wie viele hier, nutze ich auch das Sonax aus der Profiline. Wer mit der Schaumstoffrolle arbeitet, sollte nicht die billigsten Rollen verwenden.


    Ich hatte bei der letzten Versiegelung so'n Billigkram: 10 Rollen = 1 Euro, nochwas


    Ich habe für das kleine Dach 7 Rollen verbraucht! Das Imprägniermittel löste wahrscheinlich die Verklebung zwischen Schaumstoff und Achse an. Dadurch rutschte der Schaumstoff immer von der Rolle.

    Kurz: Achtet beim Rollenkauf darauf, dass sie lösemittelbeständig sind.

    Wichtig ist immer, dass du Vogelsche..., und ähnlichen Dreck schnellstmöglich abwäschst. Zur Not einfach das billigste Mineralwasser aus dem Supermarkt holen. Ist der Vogeldreck angetrocknet, keine große "Rubbelaktionen", sondern ein nasses Tuch rauflegen und anweichen lassen.


    Kein Witz, ich habe sogar mal normales und preisgünstiges (silikonfreies) neutrales Haarschampoo genommen. Ging auch.


    Wie Hueni auch schon schrieb: Wichtig ist immer mit viel Wasser gut spülen.

    Abgesehen von persönlichen Feineinstellungen liegst du mit


    vorne 14 Klicks offen

    hinten 16 Klicks offen


    als Ausgangsbasis nicht komplett verkehrt.


    Das heißt also, das Wägelchen ist vorne ein klein wenig härter eingestellt als hinten, was insgesamt ein ausgewogenes Dämpferverhalten ergibt. Davon kannst du etwas abweichen (z. B. Urlaubsgepäck, Trackeinsatz, Straßenzustand, Regen...), allerdings sollte man das auch nicht zu wissenschaftlich mit Nachkommagenauigkeit sehen, insbesondere bei Urlaubsfahrten mit Gepäck.


    Generell ist aber deine Beobachtung völlig korrekt: Das Öhlins ist "härter" als das Serienfahrwerk. Es hält sich aber noch in Grenzen.


    Wie das mit dem Dämpferverhalten vorne/hinten zu verstehen ist:


    Im i-net findest du ein paar Filmchen, wie man ein Motorradfahrwerk gut einstellt. Klar, das Motorradfahrwerk ist nicht ganz so komplex wie das Fahrwerk im MX, aber es gibt bei der EInstellung der Dämpfer ein schönes Beispiel, was man sich auch als Gedankenmodell ganz gut vorstellen und auf's Auto übertragen kann.


    Beim Motorrad hält einer das Motorrad fest, der zweite drückt im Bereich des Tanks (Nähe Schwerpunkt) das Motorrad kurz aber sehr kräftig in die Federn. Dabei muss das Motorrad gleichmäßig vorne/hinten schnell einfedern und langsamer aber gleichmäßig vorne/hinten ausfedern ohne nachzuschwingen. Dann sind Federn und Dämpfer optimal aufeinander abgestimmt.


    Völlig klar, das ist ein Gedankenmodell, denn wir können ja unseren japanischen Kleinwagen nicht im Bereich des Schalthebels in die Federn drücken und das Ein-/Ausschwingen beobachten. Beim Auto muss man sich auf die erfahrenen Fahrer mit sensiblen Hintern verlassen, die diese Einstellungen erarbeiten. Aber das Motorrad-Beispiel zeigt, worauf es dabei ankommt. Daher auch die "Basis-Einstellung" beim MX, vorne etwas härter, was genau dieses gleichmäßige Dämpferverhalten ergibt.

    Für diejenigen, die sich erst noch einen Einbau überlegen oder wer nicht genau weiß, wie das mit der Einstellung funktioniert.


    Nachfolgendes gilt für die Öhlins-Dämpfer, die vor ca. 1 Jahr verbaut wurden. Sollte Öhlins daran etwas verändert haben, muss man ein klein wenig flexibel sein :)


    Die kleine Welle zur Dämpfereinstellung baumelt ziemlich unmotiviert im Kofferaum und wenn's doof läuft, kann die auch Klappergeräusche verursachen, weil sie ans Blech trommelt. Wie schon oben erwähnt, helfen hier kleine Klebepads mit einem Kabelbinder.


    Hier mal in der Übersicht, wie es in meinem Kofferraum aussieht.

    ubersicht.jpg


    Rot umkringelt die Welle mit der Stellschraube.



    Im Detail sieht man das Klebepad mit dem Kabelbinder

    detail.jpg



    Weiterhin habe ich eine kleine Farbmarkierung auf dem Stellrad aufgemalt, was die Einstellarbeit etwas erleichtert. Ich habe die Farbmarkierung so angebracht, dass bei "geschlossen" die Markierung oben steht.


    Eine Umdrehung des Stellrades sind 6 Klicks/Rasterungen. Bei 15 Klicks offen sind das also 2,5 Umdrehungen, die Markierung steht dann unten. Es reicht also ein kurzer Blick, um zu sehen, wo die persönliche Grundeinstellung ist, um nach evtl. kurzfristigen Anpassungen wieder in die "Grundstellung" zu kommen.