Die Verkokung der Einlassventile ist bei Direkteinspritzern konzeptbedingt immer gegeben. Es gibt einiges, was man dagegen unternehmen kann, aber ganz abstellen lässt es sich nie.
Ein großer Teil der Ablagerungen stammt tatsächlich aus der Kurbelgehäuseentlüftung, dort werden die Öldämpfe nicht zu 100% abgefangen und es verbleibt Restöl in der Ansaugluft, das sich dann auf den Ventilen ablagert. Eine Möglichkeit das einzudämmen wäre eine Oil-Catch-Can. Dazu gibt es hier schon einige Themen.
Das AGR - wenn vorhanden - spielt natürlich auch eine Rolle. Die Abgase werden in der Regel vor jeglicher Filtrierung zurückgeleitet und entsprechend befinden sich Rußpartikel in der Luft. Zumindest beim G160 gibts kein AGR, daher fällt das weg.
Das Tanken von spezifischen Kraftstoffen und Beifügen von Additiven trägt nur zur Reinigung der Einspritzventile und des Brennraums bei, die Einlassventile werden hierbei nicht gereinigt. Im Konzern gibt es mittlerweile Motoren mit Hybrideinspritzung, also Direkt- und Saugrohreinspritzung um das Beste aus beiden Systemen rauszuholen. Ist allerdings kostenintesniv.
Zu Empfehlen sind regelmäßige chemische (z.B Bedi) oder mechanische Reinigungen der Einlassventile. Der Vorteil der Chemischen besteht darin, dass man das Saugrohr nicht abbauen muss, der Vorteil der mechanischen, dass sie gründlicher ist. Spätestens dann, wenn man Mikroruckler im Warmleerlauf feststellt ist eine mechanische Reinigung erforderlich, die Chemische schafft das dann nicht mehr. Der schöne Vorteil daraus: Der Motor bekommt wieder besser Luft, das Kraftstoff / Luft-Verhältnis stimmt und der Verbrauch kann sogar ein wenig sinken.