Beiträge von harkpabst

    Ich möchte wirklich niemandem den Spaß an seinen 18-Zöllern verderben. Manche gefallen mir auch ganz gut und auch da gibt es ja durchaus mehr oder weniger schwere Exemplare. Meine 16" Winterfelgen sind zum Beispiel vom Gewicht her echte Klopper. Es gab damals leider noch nicht viel Auswahl und ich war leider noch gar nicht auf die Idee gekommen, die Serienfelgen für Winterreifen zu nehmen und mir für den Sommer etwas anderes zu kaufen.


    Die potenziellen Vorteile großer Felgen und flacher Gummis (zumindest theoretisch höhere Lenkpräzision) habe ich auch unerwähnt gelassen. Von mir aus darf jeder fahren, was er will, wenn es eine bewusste Entscheidung für das eine oder gegen das andere ist.


    In diesem Sinne darf sich hier jeder wünschen, was ihm gefällt. :) Mir zum Beispiel meine 16" Alleggeritas. :D

    Glaube ich auch nicht, denn dann müssten sie gar nicht erst diesen Heckmeck veranstalten, dass die Karte nach 100 km (oder waren es nur 50?) mit der VIN des Autos verdongelt wird und in anderen Fahrzeugen mit MZD Connect nicht mehr benutzt werden kann.


    Mich hat aber immer noch gewundert, dass du keinen Fehler in der Diagnose bekommst, obwohl du nicht geklont hast. Meine beiden (durch Dateikopie erstellten) Ersatzkarten funktionieren zwar sowohl im Auto als auch beim Update einwandfrei, aber trotz laut Diagnose identischem "Lizenznamen" und "Lizenzcode" wie bei der Originalkarte (und natürlich identischer gespeicherter VIN) werden beide Karten als "ungültig" bezeichnet.


    Also habe ich noch einmal ganz von vorne angefangen und einfach mal (unter Windows 10) nach bestem Wissen und Gewissen "alles richtig gemacht". ;)


    Ausgangssituation:
    Original-SDCard in Rev. 04 (8 GB) und eine Ersatz-SDCard (16 GB).

    • Windows Explorer: Menü Ansicht -> Optionen -> Ansicht -> "Geschützte Systemdateien ausblenden" ausgeschaltet (hab ich normalerweise an)
    • Original-SDCard eingelegt.
    • cmd.exe aufgerufen und in den Pfad der SDCard (in meinem Fall J:/) navigiert.
    • xcopy * D:/SDBackup /E /V /C /G /H /R
    • Original-SDCard entfert und frisch formatierte Ersatz-SDCard eingelegt.

    Der erste Versuch, die Daten mit xcopy auf die Ersatzkarte zu kopieren, hat überraschenderweise nicht funktioniert, daher beschreibe ich hier nur den funktionierenden zweiten Versuch. Das Zurückkopieren auf die Ersatz-SDCard hat nämlich nur funktioniert, wenn ich den Command Prompt ausdrücklich als Administrator gestartet habe.

    • cmd.exe, Rechtsklick -> Als Administator ausführen und in den Pfad D:/SDBackup navigiert.
    • xcopy * J: /E /V /C /G /H /R

    Danach in gespannter Erwartung die Diagnosefunktionder Toolbox angeworfen und siehe da:
    Diagnose abgeschlossen = SD-Karte ist gültig


    Danach kam der schwierigste Teil. Ich musste mich noch einmal überwinden zu nachtschlafender Zeit und bei Eiseskälte zum Auto zu latschen und die Kopie zu testen. Der Kartendeckel ist bei mir nicht immer leichter sondern immer schwieriger zu öffnen. War vielleicht auch nur festgefroren, ich musste noch mal hoch und einen kleinen Schraubendreher holen. Wie kaum anders zu erwarten funktioniert die gültige Kopie nicht weniger gut als die ungültige. ;)


    Was lernen wir daraus?


    Ich ziehe hiermit offiziell die Behauptung zurück, nur eine geklonte Karte würde die Diagnose fehlerfrei bestehen. Klonen und Kopieren sind zwar immer noch nicht dasselbe, aber ich sehe keinen Vorteil im Klonen. Ob es mit Rev 05 oder noch neueren Karten eventuell anders aussieht, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Aber es scheint so, dass weder die Toolbox noch das MZD Connect irgendwelche Sauereien veranstalten (lesen der Volume ID, Prüfen bestimmter Sektoren, Abfrage der Partitionsgröße oder -grenzen oder was weiß ich), die das Klonen der Karte notwendig machen würden.


    Im Gegensatz zum Klonen bleibt beim Kopieren auch die Originalgröße der Ersatz-SDCard nutzbar. Davon hat man zwar im Moment nicht viel, aber es schadet auch nicht.


    PS:
    Eigentlich wollte ich noch den xcopy Parameter /K (Mitkopieren des Attributs "schreibgeschützt") setzen. Hatte ich aber vergessen, hat auch so funktioniert.

    Und je tiefer der Schwerpunkt umso besser ist es doch, oder

    Unter der Annahme, dass die Frage ernst gemeint war: Im Prinzip ja, wenn das Auto ein fester Klotz wäre.


    Aber da ist ja noch die Federung. Während der (Kurven-)Fahrt wirken permanent Kräfte, die den gefederten Aufbau bewegen. Die kurveninnere Seite wird entlastet, die Federn entspannt, die kurvenäußere Seite wird belastet, die Federn komprimiert. Je höher der Schwerpunkt liegt, desto größer ist der Hebel über den bei gleicher Geschwindigkeit die Federn komprimiert werden.


    Jetzt kommt der erste wichtige Punkt: Entscheidend ist dafür nur Schwerpunkt des gefederten Teils des Systems. Alles was karosserieseitig hinter den Anlenkungspunkten der Aufhängungsteile liegt, zählt vollständig zur gefederten Masse. Räder, Radträger, Bremsscheiben zählen praktisch komplett zur ungefederten Masse (dass das Gummi der Reifen eine gewisse Federwirkung bietet, spielt hier noch keine Rolle). Alle Teile dazwischen (z.B. Querlenker, Stoßdämpfer, Federn usw.) zählen teilweise zur ungefederten Masse, umso weniger, je näher sie an den Lagerpunkten an der Karosserie liegen.
    Wenn man sich als Extrembeispiel ein Auto vorstellt bei dem die gesamte Masse des Aufbaus auf einen Punkt einen Meter über dem Boden konzentriert wäre (der Schwerpunkt) und das dann gedanklich um die Kurve fahren lässt, kann man sich leicht vorstellen, was mit den Federn passiert. Genauso kann man sich leicht vorstellen, dass schwerere Räder daran rein gar nichts ändern.


    Schwere Räder senken also nicht den Schwerpunkt (des relevanten Teilsystems), bieten hier also keinen Vorteil, aber dafür haben sie zwei weitere Nachteile.


    Nächster wichtiger Punkt: Ein schweres Rad, dass von einem Buckel in der Straße nach oben beschleunigt wird, hat einen höheren Impuls und somit mehr Energie als ein leichtes Rad. Stoßdämpfer und Feder arbeiten gegen diesen Impuls und die Feder hat die Aufgabe, das Rad möglichst schnell wieder in Kontakt mit dem Boden zu bringen. Je mehr Energie der Stoß nach oben hat, desto länger dauert es, bis die Feder das Rad wieder nach unten auf die Straße bringt. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Dämpfung des Stoßdämpfers, damit es kein Überschwingen gibt.
    Umgekehrt verliert das schwere Rad bei einer Mulde eher den Bodenkontakt und damit die Haftung, weil die Aufhängung dem Verlauf der Straße nicht so schnell folgen kann. Hier spielt jetzt allerdings auch noch die Federwirkung der luftgefüllten Reifen eine Rolle, weil der Stoß nicht vollständig elastisch an das Fahrwerk weitergegeben wird. Je niedriger der Reifenquerschnitt und je höher der Luftdruck, desto weniger plastische Verformung ist möglich, desto weniger arbeitet der Reifen. Dummerweise verwendet man zwangsläufig um so schmaleres Gummi, je größer und damit schwerer die Felgen werden, weil der Abrollumfang nicht steigen darf (und wegen der Optik).
    Diese Mechanismen sind es, die den Fahrkomfort und die Traktion verschlechtern. Wenn wir uns jetzt wieder vorstellen, dass das Ganze auch noch während der Kurvenfahrt passiert, dann erkennt man die verringerten Seitenführungskräfte. Auf eine spiegelglatten Rennstrecke wäre das nicht entscheidend.


    Aber selbst auf der superflachen Straße ohne Huckel und Dellen wirkt sich der zweite negative Effekt aus: Schwerere Räder weisen normalerweise ein höheres Trägheitsmoment auf. Dieses muss durch ein angelegtes Drehmoment überwunden werden, damit das Rad sich dreht. Mehr Trägheitsmoment = geringere Beschleunigung. Tatsächlich ist für das Trägheitsmoment nicht einfach das Gesamtgewicht entscheidend, sondern wie sich das Gewicht von der Rotationsachse ausgehend verteilt. Gewicht, das weit von der Rotationsachse entfernt platziert ist, wirkt sich stark aus, Gewicht nahe der Rotationsachse nur wenig. Der Anteil wächst quadratisch mit dem Abstand. Das Felgenbett, oft die schwerste Komponente, liegt besonders weit von der Rotationsachse entfernt, erhöht also das Trägheitsmoment besonders stark.
    Einschränkend muss man erwähnen, dass außer der Felge natürlich auch der Reifen zum Trägheitsmoment beiträgt. Da die Lauffläche den größtmöglichen Abstand von der Rotationsachse hat, wirkt sie sich auch besonders stark aus. Bei 16" oder 17" Reifen in MX-5-üblicher Breite sind Gewichte zwischen 7,5 und 12 kg möglich. Niemand, der alle Sinne beisammen hat, würde empfehlen, lieber einen leichten Reifen mit wenig Grip als einen schwereren mit viel Grip zu fahren, nur um das Trägheitsmoment klein zu halten. Das ist aber ein Punkt, den man nur bedingt beeinflussen kann, wenn man bestimmte Reifeneigenschaften will. Auf die Wahl der Felge, die mit dem Grip nichts zu tun hat, kann man aber Einfluss nehmen. Den Unterschied zwischen einer 6,5 kg Felge und einer 7 kg Felge wird man vermutlich nicht erfahren können, wenn ein 10 kg Reifen montiert ist. Trotzdem trägt jedes Gramm ein bisschen bei und das führt zu der abschließenden Erkenntnis ...


    ... dass jeder für sich entscheiden muss, was im wichtiger ist und was ihm das Wert ist. Ich kann jeden verstehen und respektieren der sagt, "mir ist die Optik wichtiger" oder zur Not auch "ich spüre den Unterschied nicht". Was ich nicht so gut haben könnte wäre die Aussage "man spürt den Unterschied nicht" oder "wir sind ja nicht auf der Rennstrecke" (Begründung siehe oben).


    Und Hand aufs Herz, ich würde meine OZ Alleggerita HLT in 16" mit den fetten Toyo Proxes R1R 205/50R16 im Sommer auch nicht fahren, wenn sie mir nicht auch optisch gefallen würden. Geschmackssache. Nur die Physik hinter der ganzen Geschichte, die lässt sich nicht wegdiskutieren.

    Wiz dis ent det,ordentlich Gleitgel
    in der Friese und speckigen Illusionen (=

    :D:thumbsup::D:thumbsup::):thumbsup:


    Das war jetzt zwar völlig off-topic, aber zu gut, um nicht kommentiert zu werden. Aber es kommt ja noch was OT: Habe heute zum ersten Mal den RF in echt gesehen.


    • Matrixgrau unterscheidet sich zumindest im Kunstlicht der Ausstellung tatsächlich auch meiner Beobachtung nach viel weniger von graphitgrau, als man den Fotos und Videos nach annehmen würde.
    • Das sogenannte "Nappaleder" fühlt sich auf den ersten Griff dicker und hochwertiger an, als das Leder meiner Standardledersitze. Schwarz gefällt mir persönlich aber farblich besser.
    • Die Kofferraumöffnung ist nicht (wie ich anderswo gemutmaßt hatte) "länger" von vorderem zu hinterem Gummi gemessen. Der Kofferraumausschnitt ist demzufolge tatsächlich einfach nur kleiner als beim Roadster (aber ich war auch weltweit der einzige, der anderes vermutet hatte). Nach einem Blick auf die Gesamtkonstruktion ist meine Vermutung, dass dies zur Wahrung der Steifigkeit in diesem Karosseriebereich notwendig war, denn die nach hinten laufenden Fastback Finnen nehmen Platz weg, wo vorher Blech war.
    • Schon das Öffnen und Schließen der Tür kam mir vom Sound Design akustisch solider vor, als beim daneben stehenden G 131 Center-Line Roadster. Möglicherweise auch hier mehr Dämmung.
    • Ich habe ihn nur offen probegesessen und angesehen, finde ihn in geschlossen aber nach wie vor hübscher. Ich teile nicht die Zweifel an der von Mazda erwarteten Absatzquote von 45 %, denn das ist ein sehr fesches Auto, das auch noch alle bedient, die es etwas komfortabler haben wollen, aber ...

    ... ich persönlich warte nicht. Ich bleibe bei meinem polizeilich beglaubigten Mazda Roadster.

    Ich weiss, das Ergebnis ist falsch, da es ja keine SD-Karte ist sondern ein USB-Stick. Aber warum sollte es denn mit der SD-Karte nicht genauso funktionieren? Jetzt wäre es nur noch interessant, ob das MZD den Stick auch als Navi schluckt.

    Ernst gemeinte Frage: Originalkarte wirklich wieder aus dem Kartenleser gezogen, bevor die Toolbox losgelaufen ist?


    Zitat

    Also ist copy&paste doch wohl dasselbe oder gleiche wie klonen, wenn man es richtig macht, oder?

    Da gibt es schon zu viele Gegenbeispiele. Ich könnte jetzt z.B. die Ergebnisse von meinem Diagnoselauf posten, aber ich hab um die Zeit noch viel weniger Lust, noch mal zum Auto zu rennen. ;) Wird also verschoben.