Ich habe noch nie so viele Autobahnunfälle wie in Belgien gesehen (120KM/h) und war noch nie so einschlafgefährdet wie auf Schweizer Autobahnen. Auch 120KM/h, aber durch die vielen Tunnels, Brücken, etc. meist nur 100 oder sogar 80.
Das deckt sich nicht mit meinen persönlichen Erfahrungen und meines Wissens auch nicht mit dem Stand der Wissenschaft. Das Argument "das ist so langsam, da schlafe ich ein" ist a) uralt und wendet sich b) meiner Meinung nach immer gegen den, der es benutzt. Das alles ist natürlich nicht persönlich gemeint und da wir uns nicht persönlich kennen, schätze ich dich lediglich nach deinen Beiträgen und deiner Tätigkeit hier im Forum ein. Diese Einschätzung lautet: Du bist so ein vernünftiger Mensch, dass ich dir in diesem Punkt zwar theoretisch widerspreche, aber praktisch bin ich ganz sicher, dass du so vernünftig fährst, wie ich mir das von allen wünschen würde.
Darüber hinaus ...
ZitatIch bin ganz klar gegen ein Tempolimit - zumindest gegen 130KM/h.
... bin auch ich gegen ein generelles Tempolimit. Vielleicht nicht mit ganz genau derselben Überzeugung, aber dennoch aus festen Prinzipien. Für mich ist das Fehlen eines generellen Tempolimits ein Zeichen von Freiheit. Nicht in dem billigen, plakativen Sinn, dass ich beliebig schnell fahren kann. Sondern in dem Sinn, dass ich die Verantwortung dafür habe, wie schnell ich fahre. Ich hoffe, der (subtile?) Unterschied ist deutlich genug.
Unabhängig davon weiß hoffentlich jeder Autofahrer, dass seine Versicherung ihm bei jedem Unfall, der bei einer Geschwindigkeit oberhalb der Autobahnrichtgeschwindigkeit (ich liebe dieses Wort) stattfindet, eine Teilschuld zuweisen darf.
Weil ich gerade so schön in moralisierender Laune bin: Rücksicht bedeutet auch, mit den Fehlern anderer zu rechnen und sie hinzunehmen.