Alles anzeigenWie der Begriff DSP (Digital Sound Prozessor) ja bereits aussagt, ist er für die digitale Klangverarbeitung zuständig, das beinhaltet nicht nur Laufzeitanpassungen, sondern u.a. auch die Frequenztrennung zu den einzelnen Chassis.
Das kann ein DSP deutlich besser als eine passive Weiche: variable Einstellungen, höhere Flankensteilheit, usw.
Wenn die Weiche rausfliegt, dann nur deswegen, weil den Job der DSP übernimmt, der es deutlich besser kann.
Das Bose-System setzt wohl nur aus Kostengründen immer noch auf passive Weichen, sonst müsste der Bose-DSP höherwertig ausgeführt werden.
Wodurch verdient er sich eigentlich die Bezeichnung DSP?
Damit das so funktioniert, wie du es richtig beschreibst, brauchst du aber auch erst einmal für jedes einzelne Chassis eine eigene Endstufe. Und die hat das Bose-System genausowenig wie das Standardsystem. Hochtöner und Tiefmitteltöner hängen links wie rechts an einem gemeinsamen Endstufenkanal. Somit ist die Realsierung der Filter per DSP von vorne herein ausgeschlossen.
Jetzt kann man natürlich wieder sagen, nur aus Kostengründen. Das ist auch nicht falsch, aber das ist eben auch die absolut übliche Konfiguration. Der eingesetzte DSP muss auch über ausreichend Rechenleistung verfügen, um Entzerrung
Zu guter Letzt gibt es auch bei digital realisierten Weichen noch einen Grund, den Hochtöner wenigstens noch mit einem Serienkondensator zu versehen, den Bauteilschutz. Jeder nicht perfekt unterdrückte Einschaltplopp der Endstufe, vielleicht auch nur beim Verkabeln hervorgerufen, kann den HT grillen.