Beiträge von Chipmonk77

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    Beim Betrieb im Auto (am Kabel) kann man sich das aber natürlich nicht aussuchen, d.h. je nach Ausgangszustand (oder auf langen Fahrten) kann es tatsächlich regelmäßig passieren, dass der Akku des Smartphones eigentlich zu voll geladen wird.

    Unter iOS13 verfügt das iPhone über einen intelligenten Ladezyklus, der erstmal nur bis 80% lädt und danach adaptiv arbeitet.
    Funktioniert auch während CarPlay :thumbup:
    https://support.apple.com/de-de/HT210512

    Wäre schön wenn du dabei wärst. Ich hab kulinarisch ganz nette Erfahrungen im noch UK gemacht.
    Beim Wein, wenn du keine Unsummen bezahlen willst, musst du abstriche machen.
    Fish&Chips können mit gutem Fisch und Pommes auch mal ganz lecker sein.

    Man kann in England sehr gut essen, wenn man weiß was und wo... und im Lake District gibt es mMn mit die spannendste, ehrliche Küche zu entdecken.
    In dieser damals ziemlich archaischen Gegend waren die Engländer nicht mit viel Reichtum und Vielfalt an Nahrung gesegnet. Als dann im 17.Jahrhundert in Whitehaven einer der wichtigsten Handelshäfen entstand, wurde die dadurch neu gewonnene Vielfalt dankend angenommen.
    Daraus entstand dann die typisch cumbrische Küche mit vielen, vielen Gewürzen und (damals) exotischen Zutaten.
    Die Cumberland Sausages sind in einem ordentlichen Gasthof immer ein Favorit... sehr würzig mit verschiedenen Pfeffersorten und Ingwer, nur das Beste vom Schwein drin und immer grob gehackt (nicht gewolft)... gerne auch mal >50cm ;) Da kamen karibische Einflüsse aus dem Rum-/Sklavenhandel mit der Wurstleidenschaft eingewanderter deutscher Kohleminen-Arbeiter zusammen... und das Ganze schmeckte wohl so gut, dass die lieben Engländer fortan auch gerne zum Frühstück vor der schweren Arbeit die ein oder andere Wurst verdrückten ;)
    Cumberland Rum Nicky kann auch richtig was... geiler würziger Kuchen mit Datteln, Ingwer, braunem Zucker und Rum. Dazu gibt‘s dann Ingwertee und einen ordentlichen Schlag Rum-Butter... lecker :D


    Ich krieg schon wieder Fernweh... und Hunger ;)

    Da hast Du vollkommen recht... wenn Du im nächsten Jahr nochmal mit anderen MX-5 auf den Heidbergring unterwegs bist, dann bin ich auf jeden Fall dabei :thumbup:

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    Wahrscheinlich reden wir hier aneinander vorbei, aber vielleicht ist das Thema auch etwas zu schwierig, um es ohne die richtige Terminologie zu verschriftlichen. Das sollten wir mal besprechen, wenn wir uns mal treffen ;)

    Warum das?
    Das angetriebene Rad braucht immer Schlupf um überhaupt Moment zu übertragen. In der Kurve ist der Schlupf kurveninnen höher als kurvenaußen. D.h. es findet mit Sperre ein Drehmomenttransfer nach außen statt.


    Mit aktiven Sperren kann man damit sogar echtes Torque Vectoring betreiben, wie z.B. im Golf GTI mit aktiver Vorderachsquersperre.

    Unser LSD reagiert nicht auf Schlupfdifferenzen oder drehzahlunterschiede, sondern lediglich auf das reine Antriebsdrehmoment. Unter Last aus dem Antriebsstrang werden diese Momente verteilt. Wenn Du die gleiche Kurve im Bereich der reinen Schlepplast fährst, reagiert das LSD nicht oder nur kaum anhand einer evtl. geringen Vorspannung.
    Torsen-/Visko-Differentiale arbeiten da anders... aber das ist auch nicht mein Thema hier und andere können das besser erklären.
    Ein Sperrdifferential kann unter Last einen Drehimpuls um die Gierachse auslösen... vollkommen unabhängig davon, ob und ggf. wie stark das Fahrzeug gerade unter-/übersteuert.
    Mir ging es nur (in meinem ganz subjektiven Erleben) um diesen leichten, initialen Eindreheffekt abhängig von der gerade angelegten Last... ergo auf‘s Gas gehen im/nach dem Kurvenscheitelpunkt z.B. Da wird IMHO der Lenkwinkel (zumindest kurzzeitig) kleiner...


    Fällt mir auch nur auf, da ich gerade frisch umgestiegen war... mit Sicherheit ist das nach ein paar hundert Kilometern einfach in „Fleisch und Blut“ übergegangen und fällt nicht mehr auf. Es ging mir ja auch nur um die Lenkwinkel mittig der Kurve beim Gasgeben...

    Klaro, wen das kurveninnere Rad die Gripgrenze überschreitet.


    Im normalen Fahrbetrieb müsste die Sperre aber das Untersteuern unter Last fördern.


    Klärt mich auf 8|

    Im Prinzip hast Du Recht, auch wenn dass immer noch sehr auf Bauart und Abstimmung des jeweiligen Sperrdifferentials ankommt.
    Ich habe auch nicht von unter-/übersteuern gesprochen... in der Hinsicht finde ich den MX-5 übrigens relativ neutral unter angemessenen Strassen- und Betriebsbedingungen. Wer partout ein loses Heck will bekommt es auch, mehr oder weniger stark provoziert jedenfalls ^^


    Der Effekt, den ich beschrieb ist das sogenannte Gier-Moment...
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    Heute bin ich weitere 250km offen und teilweise ziemlich „engagiert“ auf den Landstrassen in meinem Revier unterwegs gewesen... weitere Eindrücke gesammelt und vor allem genossen smile.png


    Erstmal möchte ich nochmal klar stellen, dass ich hier lediglich ein paar vollkommen subjektive Eindrücke teile, die Interpretation der Informationen ist auch von meinem persönlichen Geschmack und Fahrgefühl durchfärbt.
    Anlass war vor allem der Vorschlag von @Big-J gewesen, dem ich gerne nach gekommen bin. Jérôme ist ja auch einen G131 CL gefahren mit gut über 100Tkm Fahrerfahrung. Darüberhinaus ist er ja auch bekannt dafür, wie er mit seinem Kleinen so umgehen konnte und hat auch sonst schon so Einiges an Fahrerfahrung mit verschiedensten Spassautos gesammelt.
    Da ging es mir eher darum, die gefühlten Unterschiede zu teilen und nicht konzeptionell zu vergleichen...


    Du sagst, dass dir die Wirkung des Sperrdiffs auch bei normaler Fahrt oder höheren Geschwindigkeiten auffällt? Woran machst du das fest? Nur mal interessehalber, denn ich kenne das Auto halt nur mit Sperrdiff.

    Das LSD beim MX-5 ist rein drehmomentfühlend. Es hat also keine konstante Sperrwirkungsrate sondern stattdessen einen festen Faktor mit welchem das Drehmoment maximal umgeleitet wird... ich glaube der Faktor ist 1,5 (Torque Bias Ratio). Das ganze funktioniert beim MX-5 nur unter Last im Antriebsstrang, sprich Beschleunigung. Eine (wenn auch geringe) Sperrwirkung ohne Last, also z.B. beim Bremsen oder auch nur rein im Schiebebetrieb ist mit einer definierten Vorspannung möglich... ist aber beim MX-5 ND mWn nicht drin.
    Bei 1,5 übertragt das (meist kurvenäussere) Rad mit mehr Traktion maximal 50% mehr Drehmoment als das Rad mit geringerer Traktion (meist innen). Das ergibt über den eigentlichen Lenkwinkel hinaus einen zusatzlichen Eindrehimpuls und erhöht die Gierrate in der Kurve.
    Heute in Sport- und Allradmodellen als „Torque Vectoring“ bekannt... ist technisch nicht genau dasselbe, aber der Effekt ist vergleichbar.


    Jeder (oder die meisten) von uns hat ja so seine „Stamm-Kurven“ und Lieblingsstrecken, die er gut kennt und weiß wie sich sein MX-5 dort anfühlt und verhält.
    Ich habe da u.a. ein paar sehr langgezogene 90° Kurven, die ich (bei natürlich nur guten Bedingungen ;) ) mit 80-100km/h durchfahren kann. Mit Serienfahrwerk (und guter Spureinstellung) ergab das bisher erstmal eine ordentliche Gewichtsverlagerung nach Aussen bei gleichzeitig sehr neutraler Balance zwischen Vorder- und Hinterachse.
    Beim G131 hat in solchen schnellen Kurven mehr Gas dafür gesorgt, dass er sehr gleichmässig langsam nach Aussen schob bei grob gleichbleibenden Lenkwinkeln.
    Beim G184 sorgt in diesen Kurven mehr Gas zusätzlich für einen, je nach Lenkwinkel mehr oder minder großen, zusätzlichen Drehimpuls um die Gierachse.


    Das, und nur das, war für mich eine Erwähnung wert. Ich bin heute nochmal viel gefahren und habe mich „umgewöhnt“ :) Mit dem LSD ist der G184 innerhalb schneller, weiter Kurven unter Last mit geringeren Lenkwinkeln zu fahren als mein alter G131. Einlenkimpuls und Lenkwinkel in die Kurve rein sind vergleichbar. Halt nur in den oben beschriebenen Situationen, da treibt er nicht mit mehr Gas erstmal nach aussen sondern nun dreht er initial ein wenig ein bevor.
    Ich weiß... schwer zu erklären und wahrscheinlich widerspreche ich mich schon in dem ganzen Geschreibsel... :D

    Bedeutet das nach der vielgelobten Rückbesinnung des ND auf die Qualitäten des NA nun einen Schritt in Richtung NC? :evil:

    Definitiv nicht!!!
    Das Package ist ja gleich geblieben und in den Augen vieler perfekt so. Der NC war da in vielen Belangen einfach anders. Aber der etwas ungehobelte, doch andere Charakter des G131 fällt im Vergleich schon auf. Motormässig ist der einfach näher am Original. Halt nicht nur (erwartbar) leistungsmässig sondern halt auch vom Charakter, Sound, und Fahrgefühl.
    Das sowas bei einer heftigen Leistungssteigerung zum G184 nicht ohne Feintuning und innermotorische Massnahmen endet ist auch irgendwie klar.
    Die NVH des G131 war so auch teilweise erwünscht und konstruiert, beim G184 wären sie mutmasslich viel zu heftig gewesen... daher der Schritt zum ZMS.
    Beim G132 haben die Ingenieure auch heftig modifiziert, das aber gelassen... wäre mal gespannt wie sich der im direkten Vergleich so schlagen würde ?(

    @Chipmonk77. Ich denke bei Deinem Unfall waren ganz andere Kräfte am wirken. Du bist ja noch diagonal durch den Graben gepflügt. Der Wagen ist doch glaube ich gar nicht auf Verzug vermessen worden und nicht in einer Mazdawerkstatt repariert worden, sondern bei einer Vertragswerkstatt der Versicherung. Die waren damit offensichtlich überfordert und haben nur schnell schnell gemacht.


    [...]


    Dann kann man es gut mit ein paar Bildern, dem Gutachten und der späteren Rechnung dokumentieren. Anhand dessen kann ein späterer Käufer das von einem Fachmann einschätzen lassen.

    Das mit den Kräften ist schon richtig und war ja von Anfang an der „Elephant in the room“... nur das Schadensbild sah halt nicht dementsprechend aus. Von dem „verunglückten“ Gutachten abgesehen hat die Werkstatt schlussendlich noch gute Arbeit abgeliefert. Ich war aber auch ein anstrengender Kunde und habe viele, viele Bilder meiner alten Spaltmaße und Spurmesswerte zur Hand gehabt ;) Auf dem Papier ist am Ende äusserlich nicht viel mehr als ein neuer Stossfänger, Scheinwerfer, Unterbodenverkleidung und Lackierarbeiten an Schaden gewesen... kein einziges Blechteil oder Crashelement war kaputt. Und das Protokoll der abschliessenden Karosserievermessung war dann auch ohne Fehler gewesen. Kein Gutachter würde darauf auch nur einen versteckten Schaden vermuten...


    So hab ich das dann auch gemacht. Bilder vom unreparierten Schaden, Gutachten, Rechnung, Messprotokolle Fahrwerk und Karosserie habe ich zur Hand gehabt und dem Händler gegeben... der war ganz entspannt und hat ihn gerne angekauft :D


    @DyeTheMoon empfehle ich trotz allem, bei der vermeintlichen Wahl im Zweifel doch einen Ersatz zu suchen... ist aber auch ne Kopfsache ;) Für mich war mein kleiner Schwarzer nach dem Unfall nicht mehr derselbe gewesen...