Heute bin ich weitere 250km offen und teilweise ziemlich „engagiert“ auf den Landstrassen in meinem Revier unterwegs gewesen... weitere Eindrücke gesammelt und vor allem genossen 
Erstmal möchte ich nochmal klar stellen, dass ich hier lediglich ein paar vollkommen subjektive Eindrücke teile, die Interpretation der Informationen ist auch von meinem persönlichen Geschmack und Fahrgefühl durchfärbt.
Anlass war vor allem der Vorschlag von @Big-J gewesen, dem ich gerne nach gekommen bin. Jérôme ist ja auch einen G131 CL gefahren mit gut über 100Tkm Fahrerfahrung. Darüberhinaus ist er ja auch bekannt dafür, wie er mit seinem Kleinen so umgehen konnte und hat auch sonst schon so Einiges an Fahrerfahrung mit verschiedensten Spassautos gesammelt.
Da ging es mir eher darum, die gefühlten Unterschiede zu teilen und nicht konzeptionell zu vergleichen...
Du sagst, dass dir die Wirkung des Sperrdiffs auch bei normaler Fahrt oder höheren Geschwindigkeiten auffällt? Woran machst du das fest? Nur mal interessehalber, denn ich kenne das Auto halt nur mit Sperrdiff.
Das LSD beim MX-5 ist rein drehmomentfühlend. Es hat also keine konstante Sperrwirkungsrate sondern stattdessen einen festen Faktor mit welchem das Drehmoment maximal umgeleitet wird... ich glaube der Faktor ist 1,5 (Torque Bias Ratio). Das ganze funktioniert beim MX-5 nur unter Last im Antriebsstrang, sprich Beschleunigung. Eine (wenn auch geringe) Sperrwirkung ohne Last, also z.B. beim Bremsen oder auch nur rein im Schiebebetrieb ist mit einer definierten Vorspannung möglich... ist aber beim MX-5 ND mWn nicht drin.
Bei 1,5 übertragt das (meist kurvenäussere) Rad mit mehr Traktion maximal 50% mehr Drehmoment als das Rad mit geringerer Traktion (meist innen). Das ergibt über den eigentlichen Lenkwinkel hinaus einen zusatzlichen Eindrehimpuls und erhöht die Gierrate in der Kurve.
Heute in Sport- und Allradmodellen als „Torque Vectoring“ bekannt... ist technisch nicht genau dasselbe, aber der Effekt ist vergleichbar.
Jeder (oder die meisten) von uns hat ja so seine „Stamm-Kurven“ und Lieblingsstrecken, die er gut kennt und weiß wie sich sein MX-5 dort anfühlt und verhält.
Ich habe da u.a. ein paar sehr langgezogene 90° Kurven, die ich (bei natürlich nur guten Bedingungen
) mit 80-100km/h durchfahren kann. Mit Serienfahrwerk (und guter Spureinstellung) ergab das bisher erstmal eine ordentliche Gewichtsverlagerung nach Aussen bei gleichzeitig sehr neutraler Balance zwischen Vorder- und Hinterachse.
Beim G131 hat in solchen schnellen Kurven mehr Gas dafür gesorgt, dass er sehr gleichmässig langsam nach Aussen schob bei grob gleichbleibenden Lenkwinkeln.
Beim G184 sorgt in diesen Kurven mehr Gas zusätzlich für einen, je nach Lenkwinkel mehr oder minder großen, zusätzlichen Drehimpuls um die Gierachse.
Das, und nur das, war für mich eine Erwähnung wert. Ich bin heute nochmal viel gefahren und habe mich „umgewöhnt“
Mit dem LSD ist der G184 innerhalb schneller, weiter Kurven unter Last mit geringeren Lenkwinkeln zu fahren als mein alter G131. Einlenkimpuls und Lenkwinkel in die Kurve rein sind vergleichbar. Halt nur in den oben beschriebenen Situationen, da treibt er nicht mit mehr Gas erstmal nach aussen sondern nun dreht er initial ein wenig ein bevor.
Ich weiß... schwer zu erklären und wahrscheinlich widerspreche ich mich schon in dem ganzen Geschreibsel... 