Ich sehe es ähnlich wie @Watashi wa Sven desu, kann allerdings auch @Inari‘s Einwand verstehen.
Ich denke, am Ende muss man es differenziert betrachten. Grundsätzlich sollten wir auf öffentlichen Strassen vorausschauend und angepasst unterwegs sein, was nicht unbedingt langsam sein muss. Gerade ein guter Fahrer sollte sich und seine Fahrdynamik nicht durch die vorgegebene Linie beschränkt fühlen müssen, wenn er denn weiß was er tut. Damit meine ich jetzt im Grundsatz natürlich innerhalb der Fahrbahnmarkierungen...
Auf dem Track ist das alles ja grundsätzlich anders. Hier zählt letzten Endes nur die Linie und der Flow... wenn man mit dem vertrauten, performanten Wagen (grundsätzlich jeder MX-5) und einer guten Portion Fahrkönnen unterwegs ist.
Als relativ talentierter Sim-Racer bin ich beinahe täglich auf virtuellen Kursen unterwegs. Hier treffe ich regelmässig auf Fahrer, denen das nicht so einfach fällt. Gerade die Anfänger wählen ihre Linien aus der Landstraßenerfahrung heraus sehr willkürlich, überfahren ihr Auto regelmässig und Nutzen nicht die gesamte zur Verfügung stehende Breite der Strecke aus.
Worauf will ich hinaus?! Für den ungeübten Fahrer ist ein Schneiden der Kurve nicht immer schneller, aber oftmals sicherer als das stoische Halten an das vorgegebene Strassenprofil bei gleichzeitig höherer Geschwindigkeit. Empfehlen tue ich es zwar ausdrücklich nicht, im Sinne des Erlernens von richtigen Fahrlinien und damit verbunden sportlicherer (letztlich auch sichererer) Fahrweise kann man das aber in der passenden, übersichtlichen Situation auch mal machen ![]()
Aus dem gleichen Grund aber sollte jeder mal mit seinem MX-5 auf einer abgesperrten Strecke/Rundkurs unterwegs gewesen sein. Am Ende nimmt man immer ein Mehr an Sicherheit im Vergleich zu erworbener Sportlichkeit mit zurück auf die Landstraße... ![]()