Erste ernsthafte Belastungsprobe und Bewertung der Änderungen ggü. 2023 (weniger Gewicht, geändertes Fahrwerk incl. Geometrie und Endless ME22 Bremsbeläge) auf dem Bilster Berg:
Der Wetterbericht für den Tag wurde im Zuge des Pfingstwochenendes immer besser, also durften die mittlerweile recht ordentlich angefahrenen (Konformität zur gesetzlichen Mindestprofiltiefe je nach Messstelle noch gegeben) AR-1 drauf bleiben. Für die Heimfahrt kommt aber dennoch ein kleiner Twist... 
Abfahrt gen Westen: 5:30... gähn
Nach knapp 200km in 4 Turns erlaube ich mir folgende Urteile zu den Änderungsmaßnahmen:
Querdynamik:
In eher stationären Situationen (insb. im höheren Geschwindigkeitsbereich) zB. Mutkurve oder auch im statischen Teil der Mausefalle hat das Auto trotz der aggressiven Vorderachsgeometrie weiterhin eine leichte Untersteuertendenz. Über Lastwechselreaktionen lässt sich die Hinterachse nun aber (noch) leichter einbinden und das Auto rotiert sehr gut in die Kurve hinein. Für ein noch schnelleres Setup müsste man die Vorderachse vermutlich noch weiter verstärken, meinen Fähigkeiten entspricht das so aber ganz gut. Wankneigung ist trotz der steifen Federn und des harten Stabis an der VA weiterhin vorhanden, allerdings deutlich geringer ausgeprägt. Macht das Auto in meinem Empfinden präziser und williger hinsichtlich Richtungswechseln. Die Dämpfung ist unauffällig, das Räubern über Curbs, Rattersteine und auch die gelegentliche "Agrarlinie" wird gut verdaut. Mit dem aktuellen Kompromiss aus Komforteinbußen und gesteigerter Dynamik kann ich auch auf der Landstraße noch sehr gut leben.
Längsdynamik:
Das reduzierte Fahrzeuggewicht lässt Nuancen einer spürbar besseren Beschleunigung erkennen, RaceChrono vermeldet keine signifikanten Unterschiede. An einem G184er "FullFat" mit 220-PS-Kit aka "S2000-Package" (225 PS auf Rolle) bleibt der leichte G193 aber locker dran, geht sogar eher besser. Ob das jetzt für meinen "Eimer" oder gegen das 220 PS Kit spricht bleibt Geschmackssache.
Aber auch das Fahrwerk wirkt sich auf die Längsdynamik aus: Durch die steiferen Federn sind "Squat" und "Dive" angenehm reduziert.
Das eigentliche längsdynamische Highlight des Autos ist aber in meinen Augen die Bremsperformance. Ich konnte die Bremspunkte nochmal deutlich nach hinten verlagern. Das Auto taucht beim Anbremsen weniger stark ein (Fahrwerk) und ist damit stabiler, das Pedalgefühl ist hervorragend (Endless Beläge) und das System in dieser Konstellation aus Belüftung, Belag, Flüssigkeit und im Streckenprofil "Bilster Berg" komplett frei von Fading. Gegenüber den mE. schon sehr guten Pagid Belägen ist das jetzt nochmal eine massive Steigerung. Ich bin auf die Haltbarkeit der Endless Beläge gespannt. Der "Hype" scheint aber schonmal nicht ganz unbegründet...
Zur Gesamtperformance des Systems Maschine und Fahrer:
Die Rundenzeiten des letzten Jahres konnten (trotz viel Verkehr und wenig freier Runden) weitestgehend bestätigt werden. Im Optimalfall prophezeit der Laptimer eine niedrige 2:04 (Vorjahr 2:04,8). In Anbetracht der begrenzten fahrerischen Fähigkeiten und dem fortgeschrittenen Verschleiß der Reifen ist ein Potenzial erkennbar. Ich habe mich dieses Mal aber auch verstärkt zu freundschaftlichen "Duellen" mit anderen Fahrern hinreißen lassen (Grüße an Z4 3.0si, GR Yaris und natürlich den roten Paderborner) als mich auf solo geflogene Hotlaps zu fokussieren. Immerhin bin ich die schnellste Runde im letzten Turn des Tages gefahren, Konzentrationsvermögen ist also doch etwas vorhanden.
Technische Ausfälle habe ich auch nicht zu vermelden, ein halber Ritt durch das Kiesbett der Mausefalle hat ein paar oberflächliche Macken an den "Track"-Felgen hinterlassen, "such is life".
Alles in allem ein toller Trackday mit netten Menschen, top Organisation und viel Spaß. Ich kann die DSK-Veranstaltungen nur wärmstens empfehlen. Fotos gibt es natürlich auch noch:
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Zum Schluss noch der meteorologische Plottwist:
Heimfahrt mit kräftig Regen und griechischer Zwangspause in Holzminden.
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Es folgte noch eine nasse Querung des Ith auf Semislicks, muss nicht sein. Am Ende hat das Auto es aber dann langsam und sicher in die heimische Garage geschafft.