es stimmt schon, dass unter den verschiedenen Anwaltsspezialisierungen der Verkehrsrechts-Anwalt kein sonderlich hohes Ansehen genießt. Man hat oftmals "Bagatellfälle", wo die Streitsummen (und damit die Provisionen) eher gering sind und muss sich um dutzende oder hunderte Klienten, die alle kein Geld haben, gleichzeitig kümmern. Ein Anwalt für Wirtschaftsrecht arbeitet mit mehreren Kollegen an genau einem Fall für genau einen Klienten (große Firma, die mit irgendwem fusionieren will) und bekommt dafür noch 6-stellige Summen als Bonus.
Nichtsdestotrotz hat jeder Anwalt das Staatsexamen geschafft und damit schon mal einen gehörigen Batzen Kompetenz bewiesen. Wenn man in jedem Feld so schwierige Abschlussprüfungen hätte, hätten wir keinen Fachkräftemangel bei Putzkräften mehr.
Und tut mir leid, aber die Steilvorlage muss ich nutzen, nachdem du dich über die komplette Berufsgruppe der Verkehrs-Rechtsanwälte lustig gemacht hast: viel gelernt hast du bei deinen Profs aber nicht, wenn du erwartest, dass der Zoll dich davor beschützt, dass ein US-amerikanischer Hersteller Schindluder mit E-Nummern betreibt. ![]()
Schonmal vom Zoll gehört?
Entschuldige bitte, die musste ich einfach nutzen.
Auch unter Verkehrsrechts-Anwälten gibt es gute und sehr gute. Gerade auf dem Dorf bzw. in Kleinstädten haben viele Anwälte mehrere Spezialisierungen, weil es dort einfach nicht genügend Klienten für 12 Anwälte mit unterschiedlichen Spezialisierungen gibt. Da macht dann halt der eine Anwalt, den es in dem 50.000 Einwohner-Örtchen gibt, Familienrecht, Versicherungsrecht, Verkehrsrecht und Erbschaftsrecht zugleich. Deswegen sind die aber nicht automatisch alle schlecht