Beiträge von Svanniversary

    Du hast ja nun nicht mal vernünftiges Öl beim Händler einfüllen lassen, sondern das Mazda Ultra 5w40 mit abgesenktem HTHS-Wert mit über 80€ + MwSt. geordert und bezahlt. Bei Amazon kostet dieses Öl als 5 Liter Kanister 30€. Sind über 70€ allein für das Öl in den Hintern der Werkstatt.

    Also das finde ich schon ein bisschen arg eingeschränkt im Standpunkt. Vielleicht gibt es vom Papier her bessere Öle, aber Mazda ist wohl der Meinung, dass die Qualität ausreichend ist. Jetzt kann man sagen, die haben alle keine Ahnung und wissen nicht wie man Motoren baut und betreibt, oder man kann davon ausgehen, dass auch bei Mazda fähige Ingenieure sitzen, die wissen was sie tun.
    Aus meiner Sicht ist "ausreichend" hier das Zauberwort. Besser geht immer, die Frage ist halt, ob es auch sinnvoll ist.
    Mazda gibt drei Jahre Garantie und hat mit Sicherheit auch keinen Spass daran, wenn ihnen nach der Garantie die Motoren kaputt gehen (Imageschaden, je nach Folgefehler Rückruf ...).


    Über Ölpreise beim Händler kann man viel philosophieren, aber am Ende geht es um den Deckungsbeitrag. Heute sind es vielleicht 50 € für den Ölwechsel und 80 € für das Öl.
    Was würde passieren wenn jeder sein Öl mitbringt? Wenn das Öl ca. 30 € im Einkauf kostet ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Ölwechsel in Zukunft dann eben 100 € kostet.
    Das ganze nennt sich Mischkalkulation und ermöglicht es dem Händler, sein Geschäft weiter zu betreiben. Und reich wird man dabei nicht, zumindest wenn ich mir die Händler hier in der Region ansehe.
    Da muss also jeder selbst entscheiden, ob er das Öl selber wechselt, mitbringt und so sein persönliches Optimum sucht, oder ob man einfach damit lebt, vielleicht weil man auch Wert auf gute Beratung und einen Händler vor Ort legt.


    Was mich in dem Kontext immer erstaunt ist, dass genau die Kunden, die so etwas an allen Stellen auf die Spitze treiben, total erstaunt und ärgerlich reagieren, wenn der Händler in Sachen Kulanz und freiwilliger Leistungen dicht macht.

    Und das ist die andere Seite, am Beispiel VW mit variablen Intervallen, aber auch ohne Einfahr- oder Zwischenölwechsel.
    Dafür hat man das Basisintervall dann aber auf 30 tkm erhöht.
    Da kenne ich auch Beispiele bei denen das Auto früher als 30 tkm zum Wechsel wollte, wenn die Betriebsbedingungen sehr ungünstig waren, wie viel Kurzstrecke, viel Stadtverkehr oder viel Vollastbetrieb.
    Der Wechsel erfolgt aber in der Regel trotzdem noch später, als beim alten 15 tkm Festintervall.


    Frühe Ölwechsel bzw. engere Intervalle dienen sicherlich nicht allgemein den Profiten der Industrie.

    Und das belegst Du genau wie? Die Motoren von Mazda gelten als langlebig und ich kenne keine besonderen Probleme oder Auffälligkeiten. Und die haben mit Sicherheit nicht bei jedem Fahrer Ölwechsel außer der Reihe und immer nur Premiumstoff bekommen.


    Du weißt ja, eigene Erfahrungen und glauben kann ja jeder. Da musst Du schon mehr liefern ;-).

    Die Behauptung, dass heute keine Späne mehr im Motor seien liest man öfters. Ist aber Nonsens, da auch heute Motoren nicht aus Mehl und Zucker gebacken werden, sondern aus Metall mit spanabhebenden Verfahren gefertigt werden. Natürlich ist jeder im Prozess bemüht, Grate zu brechen und Späne vor der Montage herauszuwaschen - genauso, wie vor 30 Jahren schon. Klappt aber halt nicht immer. Als Resultat hat es immer noch Späne im Motor, nur sind die heute meistens kleiner und daher eher unsichtbar mit bloßem Auge. Da die Motoren aber auch empfindlicher geworden sind durch engere Toleranzen und technische Finessen tun ihnen die kleineren Partikel nicht gut, genauso wenig wie früher.

    Dafür gibt es dann den Ölfilter im Ölkreislauf und nach mehreren tausend Kilometern sollte der auch alles aufgesammelt haben.
    Bleibt also lediglich das Alterungsverhalten des Öls und da gibt es unterschiedliche Meinungen.
    Ich sehe persönlich keine Notwendigkeit, etwas außerhalb der vorgeschriebenen Intervalle zu tun und es gab auch schon angeregte Diskussion seitens der Umweltschutzorganisationen, ob die relativ kurzen Wechselintervalle nicht eher dem Profit der Werkstatt als dem Motor gut tun, weil moderne Öle schon sehr standfest sind.

    Kennt jemand die App Porsche GTS Routes (bei mir iPhone)?


    Das ist eine Sammlung von Routen, die von Benutzern gefahren wurden und man kann sich zeigen lassen, was in der eigenen Umgebung für Routenvorschläge sind.
    Bei mir in der Umgebung finde ich auf Anhieb den Elm und Harz mit einigen schönen Strecken.

    Nochmal als Nachtrag zur Domstrebe. Mazda gibt an, dass die Steifigkeit der Vorderachsanbindung um 6 % besser ist als beim Vorgänger (4,8 auf 5,1 kN/mm, ohne Domstrebe).
    Ich habe leider im Netz keine anderen Referenzwerte gefunden, kenne aber selber eher Zahlen im 5-stelligen Bereich. D.h. also erstens relativ gesehen ist der ND nur minimal besser als der NC und absolut kämpft er mit dem gleichen Problem, wie alle offenen Autos, dass konzeptbedingt nicht so hohe Werte erreicht werden.
    Bei anderen Herstellern würde man jetzt eher vermuten, dass die Strebe aus Kostengründen weniger verbaut wird als im Vorgänger, es mag aber auch sein, dass die sehr weiche Basisabstimmung ganz gut ohne die Strebe klar kommt. Beim Bilstein-Fahrwerk ist sie ja dann verbaut.


    Bei der Gelegenheit auch nochmal als Beleg, dass ich mit meinen Aussagen nicht so alleine dastehe:
    http://www.volkswagen.de/de/te…arosseriesteifigkeit.html


    Extra für @GarchingS54 auch nochmal ein Zitat zu offenen Autos (Quelle: Technik-Lexikon, www.volkswagen.de:( "Die Steifigkeit fällt bei unterschiedlichen Karosserieformen verschieden aus. Generell kann die Struktur eines offenen Autos nicht die Steifigkeit einer geschlossenen Karosserie erlangen."
    Danke für den völlig unnötigen und nicht belegten Seitenhieb dazu.

    Glaube ich beides eher nicht ;-).


    Der ND ist aber, so wie ich es gelesen habe, an sich schon besser als der NC geworden, was die Steifigkeit angeht.
    Könnte mir schon vorstellen, das Mazda deshalb davon ausgeht, dass das für das Normalfahrwerk und den Normalfahrer ausreicht. Wird es sicher auch, jedenfalls glaube ich nicht, dass jemand damit zum Händler fährt und die Steifigkeit beanstanden wird, allein schon deshalb weil das kaum jemand richtig zuordnen kann.


    Aus fahrdynamischer Sicht wäre die unendliche Steifigkeit optimal, so dass alles hilft, was das Fahrzeug steifer macht. Mir persönlich wäre die Strebe wichtig, in meiner Ausstattung ist sie aber auch drin.