Beiträge von Svanniversary

    Ich denke auch das Wesentliche gesagt, nur noch nicht von jedem.


    Ich find's trotzdem spannend. @EmmiX hat die Eibachs schon im Profil stehen und auch ansonsten ist die nachträgliche Aufrüstung und Verbesserung des MX5 ein Riesen-Thema hier.
    Und dann geht es einmal um ein Teil, dass technisch (zumindest unter Fachleuten) eigentlich nicht umstritten ist, dass der Hersteller ausdrücklich für die größeren Varianten mit Sportfahrwerk vorsieht (auch Mazda wird da Gründe für haben) und gerade zu diesem Teil führen wir dann eine seitenlange Diskussion zur Sinnhaftigkeit.


    Also doch alles Poser und es geht nur um die Optik ;-)?

    Ich habe bisher nicht den Eindruck gewonnen, dass es hier darum geht, irgendein Auto in durchschnittlicher Weise zu bewegen. Vielmehr geht es nach meiner Einschätzung vielen darum, auch das Optimum aus ihrem Mixxer heraus zu holen (vgl. das Thema Fahrwerkseinstellung).
    In dem Kontext kann ich mit meinem technischen Hintergrund nur die Ansicht vermitteln, dass man bei einem Roadster gar nicht genug Karosseriesteifigkeit haben kann, weil er konzeptbedingt in der Hinsicht immer Nachteile ggü. einem konventionellen Fahrzeug hat.
    Es gibt Fahrzeughersteller, die schrauben komplette Versteifungskreuze unter den Unterboden, um die Steifigkeit ihrer Cabrios zu verbessern.


    Aber ich relativiere das gerne in Deinem Sinne. Wer nur durchschnittliche Anforderungen an das Soliditätsgefühl und Fahrverhalten seines Mixxers hat, kommt sicher auch super ohne die Strebe aus. Wer das Fahrzeug ambitioniert bewegen möchte und/oder ein strafferes Fahrwerk einbaut, sollte sich über die Strebe Gedanken machen.

    O.k., und was genau wolltest Du dazu jetzt diskutieren? Es gab eine Frage und die wurde auf Basis technischer Hintergründe und praktischer Erfahrungen beantwortet.
    Welchen hilfreichen Beitrag möchtest Du genau leisten, damit die Frage qualifiziert beantwortet wird? Ich denke ein bisschen technischer Hintergrund und eine Einschätzung aus eigener Erfahrung ist schon mal nicht so schlecht ggü. einer reinen Mutmaßung.

    Verwindungssteifigeit fahre ich normalerweise ohne große Sachkenntnis heraus. Das ist einfach das Gefühl, ob die Karosserie steif ist und nicht vibriert, oder ob da auf Unebenheiten etwas schüttelt und nachschwingt.
    Ein Cabrio/Roadster hat grundsätzlich ein Steifigkeitsproblem, da das Dach fehlt. Ich bin den Sportsline in alter Ausführung mit Strebe gefahren und fand ihn in der Hinsicht ordentlich aber nicht überragend. Da sich das noch einmal verschlechtert, wenn man die Strebe heraus nimmt, betrachte ich sie auf jeden Fall als sehr sinnvoll.
    Sicher kein Kaugummi, aber aus fahrzeugtechnischer Sicht trotzdem sehr weich, was viele Nachteile mit sich bringt.


    Mit dem Grenzbereich hat das erst einmal nicht so viel zu tun, weil ich die Vibrationen auch beim geradeaus rollen auf unebener Straße habe. Genauso leidet auch die Lenkpräzision, der Geradeauslauf und der allgemeine Federungskomfort.


    Klar, ist jetzt schnell gesagt: Merkt man eh nicht, braucht kein Mensch. Das passt dann aber mal eben gar nicht zu den Diskussionen hinsichtlich richtiges Rad, richtiger Reifen, Fahrwerk, Spurplatten, Auspuff, wenn man an einer Stelle wo es technisch wirklich Sinn macht sagt "nicht so wichtig".


    P.S.: Nix Theorie. Praktisch getestet und mit viel Erfahrung und gutem Popometer ;-).

    Die Domstrebe erhöht die Verwindungssteifigkeit der Karosserie.
    Auf der einen Seite werden dadurch die Karosserieverwindungen und Vibrationen auf schlechten Straßen reduziert. Das Auto schüttelt sich also weniger und macht einen solideren Eindruck.
    Auf der anderen Seite ist das Fahrwerk darauf angewiesen, dass die Karosserie steif ist, damit die Radbewegung in den Feder-/Dämpferelementen stattfindet. Ist die Karosserie zu weich tordiert sie auf Unebenheiten und nimmt Energie auf und gibt diese auch ungedämpft wieder ab, so dass sich eine Bewegung ergibt, die die Radbewegung überlagert und dem Fahrwerk die Arbeit schwerer macht.
    Ein richtig gutes Fahrwerk ist nur möglich, wenn auch die Karosseriesteifigkeit dazu passt. Die Auswirkungen sind entsprechend umso schlechter, je mehr das auseinanderklafft. D.h. eine weiche Karosserie mit einem sehr straffen Fahrwerk ist gar keine gute Idee, da irgendwann die Karosserie mehr arbeitet, als das eigentliche Fahrwerk, was ein sehr schwammiges und undefiniertes Verhalten ergibt.


    Mazda sieht da offensichtlich durch die Strebe Optimierungspotential und die Kombination mit dem Sportpaket und insbesondere den Bilsteins macht Sinn. Es würde aber mit Sicherheit auch das Normalfahrwerk davon profitieren.


    Also nach meiner Einschätzung aus technischer Sicht ein sehr sinnvolles Zubehör, bei dem die Vorteile die Gewichtsnachteile bei weitem überwiegen.

    Passt doch perfekt, ich versuche mal ein zwei Aspekte zu ergänzen ;-).


    Durch die höhere ungefederte Masse hat natürlich die Achsaufhängung mehr zu tun, d.h. in der Feder wird mehr Energie gespeichert und der Dämpfer muss diese Energie entsprechend wieder vernichten, insgesamt ist das Kollektiv und der Verschleiß minimal höher.
    Für die Karosserie ändert sich dadurch nicht so viel (Masse Karosserie >> ungefederte Masse), außer dass der Krafteintrag minimal höher wird => also etwas schlechterer Komfort.
    Auf der Radseite heißt dass, dass die spezifische Raddämpfung schlechter wird, also grob gesagt, dass das Rad mehr Eigenbewegungen machen kann und nicht mehr so gut geführt wird. Das erhöht die Radlastschwankungen und sorgt allgemein für etwas weniger Grip auf unebenen Straßen.
    Ich denke die Aufstandsfläche des Reifens kannst Du dabei getrost vernachlässigen. Dabei geht es, wie hier schon einmal richtig geschrieben wurde, dann nur um Verzahnungseffekte und da müsste der Flächenzuwachs schon deutlich größer sein, um sich darüber Gedanken zu machen.


    Zur Drehträgheit ist meine ich alles wichtige gesagt ;-).


    Und jetzt die wichtige Frage (Zitat eines von mir sehr geschätzten ehemaligen Chefs): "Merkt die Omi das?"


    Bei einer Erhöhung der ungefederten Masse von weniger als 10 % würde ich mir da nicht so den Kopf machen. Ja das wird Einfluss haben, und wenn ich auf der Suche nach der letzten Zehntelsekunde wäre, würde ich das nicht machen. Für ein normales Straßenfahrzeug, ambitioniert bewegt, sehe ich da kein großes Problem. Das Fahrwerk sollte das ohne Auffälligkeiten wegstecken.
    Bleibt das schlechte, psychologische Gefühl, nicht die optimale Lösung zu haben.


    Vielleicht als letzte Hilfe: Die Radgewichte (also ohne Reifen), sind doch nicht so gravierend anders. Also kauf Dir Dein Wunschrad schonmal. Mit dem Reifen kann man dann ja sehen und ggf. kommt nach 20 - 30 tkm ein anderer Reifen drauf. Dabei ist natürlich der Ansatz von HJB richtig, man sollte großen Wert auf den richtigen Reifen legen und der sollte dann auf das Wunschrad passen.

    Stimme Euch zu mit einer technischen Korrektur.
    Prinzipiell steht unabhängig von der Federrate der volle Radhub in Ein- und Ausfederrichtung zur Verfügung. Ein anderer Dämpfer oder eine andere Feder oder allgemein eine andere Standhöhe ändern nichts an der Radhüllkurve bzw. dem Radfreigang.
    Kritisch könnte es dann werden, wenn die Achseinstellwerte nach Tieferlegung nicht mehr in den Toleranzen liegen, die ohne Tieferlegung erreicht werden können.


    Es sollte dann genau die Aufgabe des Prüfers sein zu erkennen, ob sich Teile bzw. ABEs gegenseitig beeinflussen oder nicht.