Mal anders gefragt:
Wenn ich weiß, dass der Reifen bei Nässe zu abrupten Gripverlust neigt, speichere ich das nicht auch in meinem Fahrprofil ab? Ähnlich wie es bei den Fahrbahnbeschaffenheiten_ trocken, nass, Schnee, auch der Fall ist. Da fahre ich ja auch jeweils anders.
Das macht den Reifen in dieser Situation nicht besser, reduziert aber effektiv die Gefahr in ev. Grenzsituationen zu kommen.
Klar, so muss man das machen bzw. so macht der erfahrene Fahrer das. Das schützt Dich aber nicht davor, dass es z.B. im Herbst mit Laub auf der Straße oder Reif in einer Kurve doch einmal viel glatter ist als gedacht.
Am besten ist man dann unterwegs, wenn man die Fahrweise anpasst und trotzdem weiß, wie man reagieren muss, wenn etwas unvorhergesehenes passiert, wie z.B. ein stürzendes Kind auf dem Fahrrad oder ein Wildwechsel, oder ...
In dem Kontext vielleicht mal ein Hinweis auf eine Statistik, die unter Fahrzeugtechnikern immer gerne genannt wird. Der normale Fahrer nutzt eine trockene Straße ca. zu 30 % aus, eine Nasse zu 90 % und eine verschneite oder vereiste zu 100 %. Das zeigt schon, dass das mit der angepassten Fahrweise nicht ganz so einfach ist. Oder anders gesagt, wenn es glatt wird, sind die Leute deutlich dichter am Limit unterwegs, als ihnen bewusst ist.