Beiträge von Svanniversary

    Häh? Natürlich hat das etwas mit unterschiedlicher Auffassung von Sicherheit zu tun.

    Nein, hat es nicht. Das sind einfach zwei technisch unterschiedliche Ausführungen:

    - Autolauf + Einklemmschutz

    - kein Einklemmschutz, daher auch kein Autolauf


    Beides seitens ISO26262 (FuSi) absolut in Ordnung und betriebssicher. Da gibt es keine unterschiedlichen Auffassungen zur Sicherheit.

    Dann beschäftige Dich in der Tat mal mit dem Auto. Technisch ist das eher A0, also Polo-Klasse, was Mazda da verbaut hat, außer da wo es bei so einem Auto wichtig ist, wie Fahrwerk, Motor, etc.

    An sich sehr gut gemacht, mit Abstrichen an Stellen, die normalerweise nicht so weh tun.

    Man muss aber definitiv andere Maßstäbe anlegen, als bei anderen Autos.

    Stabis wurden erfunden, um bei Autos mit hohem Schwerpunkt die Themen Wanken und Federn zu trennen. Das gelingt aber auch nur sehr eingeschränkt. Ein steifer Stabi überträgt Kräfte von einer Seite auf die andere und macht damit die Vorteile einer Einzelradaufhängung zunichte und verschlechtert den Komfort durch Wankkopieren.

    Bei Fahrzeugen mit niedrigem Schwerpunkt sind Stabis sehr ineffizient. D.h. wenig Vorteil, viele Nachteile.


    Ja, Stabis sind sinnvoll, wenn es rein um den Komfort geht und man alles sinnvoll auslegt. So etwas bekommt man mit dem Serienfahrwerk.


    Wenn man es wirklich sportlich möchte, dann sind härtere Federn bei einem Auto mit so niedrigem Schwerpunkt wie beim MX-5 normalerweise das Mittel der Wahl, genauso wie es bei allen Gewindefahrwerken gemacht wird.

    Serie mit Stabi kann eine Alternative sein, mit schlechterer Fahrdynamik, aber ggf. minimal besserem Komfort.

    Von Federn und Stabis rate ich für normale Setups grundsätzlich ab. Das ganze wird dann sehr steif, unbeweglich und schlecht fahrbar. Kann man machen für die Rennstrecke, funktioniert aber auf der Landstraße nicht mehr so schön, insbesondere wenn die Asphaltqualität mal schlechter ausfällt.


    Ob das Auto auf Unebenheiten fein reagiert und das Fahrwerk gut anspricht, hängt übrigens in allererster Linie davon ab, dass ein sehr guter Dämpfer verbaut ist. Steifere Stabis verschlechtern das eher, insbesondere durch die Übertragung auf die andere Seite und das Wankkopieren.


    Also auch hier wie immer, Zielkonflikte und Vor- und Nachteile.


    Domstreben sorgen dafür, dass die Karosserie steifer wird und Kräfte, die durch Unebenheiten eingeleitet werden, nicht, bzw. weniger, zu Verformungen in der Karosserie führen. Diese stützt das Fahrwerk dann besser, was diesem die Arbeit erleichtert. Die Energie geht dann dahin wo sie hin soll, in das gedämpfte Fahrwerk und nicht in die (ungedämpfte) Karosserie.

    Eine hohe Karosseriesteifigkeit ist überhaupt erst die Voraussetzung dafür, dass das Fahrwerk gut abgestützt ist und gut arbeiten kann. Das ist beim MX-5 für ein Cabrio schon sehr gut, aber wenn man ein härteres Fahrwerk einbaut, dann macht es auch viel Sinn, die Karosserie weiter zu versteifen, damit die höheren Kräfte auch gut aufgenommen werden können.

    Für die schnelle Runde fühlte ich mich neben Porsche 9ff, diversen M‘s und Exiges etwas untermotorisiert ;(

    Ging mit Öhlins, BPS und dem G184 sehr gut beim letzen Mal. Kommentar des führenden AMG nachdem ich die ersten Runden hinter ihm gefahren bin und das Tempo bestimmen konnte - „das war richtig schnell“. Auch der Cayman GT4, der dann später vor mir war, konnte sich nicht so richtig absetzen.

    Unser kleines Auto kann schon richtig viel, wenn man ihn entsprechend bewegt ;) .


    Wünsche Euch viel Spass und hoffe, dass ich das nächste Mal wieder dabei bin.