Beiträge von Svanniversary

    Die Sturzwerte kann man so fahren, aber die Spurwerte sind ziemlich daneben.

    Hinten zu stark abweichend, vorne zu hoch.

    Ich würde das nachbessern lassen, ggf. nach ein paar tausend km, wenn sich alles gesetzt hat.


    Ich würde Dir die folgende Empfehlung als Zielwerte geben:

    Sturz VA L/R -1°15'

    Nachlauf L/R 7°30'

    Spur VA gesamt 0°10' (Einzelspur L/R 0°5'/0°5')


    Sturz HA L/R -1°30'

    Spur HA gesamt 0°24' (Einzelspur L/R 0°12'/0°12')

    Das direkte Folgen der Straße, aufgrund schlecht ansprechender Dämpfer, bei kleinen Unebenheiten zeigt im Prinzip nur das Bilstein Fahrwerk.

    Das SPS ist besser, während das im Öhlins im Prinzip gar nicht mehr der Fall ist, weil die Dämpfer sehr fein ansprechen.


    D.h. der Aufbau folgt dann nicht jeder kleinen Unebenheit, sondern das Federbein spricht an und leitet den Impuls natürlich auch weiter, aber der wird deutlich abgerundet und es mündet mehr in ein leichtes Schwingen der Karosserie (übertrieben beschrieben und davon abhängig, wie die Dämpfer eingestellt sind).


    Solche Nickbewegungen auf der Autobahn werden dann auch deutlich reduziert, da das Fahrwerk anspricht und die Bewegung stark bedämpft, im Gegensatz zum Bilstein-Fahrwerk.

    Sorry, wer sich an dem Haken in der Serie stört, der wird auch mit Tieferlegungsfedern nicht glücklicher werden ;) .

    Nun erlebt man als ehemaliger NC-Fahrer dieses konträre Fahrverhalten, wo man die Lenkung wieder aufmachen muss da der Wagen sich unter Gas mehr „eindreht“ als erwartet. Vorher war man gewöhnt, dass die HA etwas einlenkt, wenn man einfedert und dieser „Mitlenkeffekt“ durch Gas geben wieder aufgehoben wird und das Gefühl von mehr Stabilität gibt.

    Da bist Du jetzt falsch abgebogen. Vorspur an der Hinterachse hat physikalisch den gleichen Effekt wie ein verlängerter Radstand. D.h. mehr Vorspur durch Wanklenken und Traktion bewirkt, dass der Schwimmwinkel reduziert wird und das Auto WENIGER agil ist, also stabiler und leichter zu fahren.

    Das ist die normale Auslegung, wie sie bei gefühlt über 90 % aller Autos gemacht wird und wie man sie als normaler Fahrer auch kennt.

    Das hat nichts mit dem beschriebenen Effekt zu tun, sondern reduziert ihn im Gegenteil sogar.

    Insgesamt führt das zu einem deutlich konsistenteren Fahrverhalten, als beim NC. Das was sie da gemacht haben, hatte für mich eher einen show and feel Effekt, als dass es fahrdynamisch wirklich sinnvoll ist, vor allen Dingen mit der Spurumkehr im Wanklenken, bzw. unter Traktion. Wenn man das wirklich sportlich für den Profi machen will, dann würde man nur mit Nachspur arbeiten, was allerdings insbesondere beim Hinterradantrieb sehr ungewöhnlich ist, da es Stabilität und Traktion kostet. So etwas macht man eigentlich nur bei Fronttrieblern, um ihnen das Untersteuern auszutreiben.

    Klar kann man sich auch an das NC Fahrwerk adaptieren, aber das ist eher eine Krücke. Mit dem ND lernt man vernünftig mit Gas und Lenkung umzugehen und sauber zu fahren.

    Der ND lässt quasi den kontraproduktiven Schlenker beim Einlenken einfach weg und geht gleich in stabilere Vorspur. Der trainierte Fahrer steuert die Agilität dann über Lenkgeschwindigkeit und -impuls und erreicht ähnliche Effekte, wenn er möchte.


    Das was Du beim ND beschreibst würde ich eher zu viel Traktion, also Schlupf, oder der Sperre zuschreiben.

    Kenne ich übrigens auch nicht, wenn ich das Auto sauber fahre, weder mit Serie, noch mit Gewindefahrwerk. Wenn ich das Auto nicht mit zu viel Traktion überfordere, dann brauche ich auch den Lenkwinkel nicht zu korrigieren.

    Richtig, die Hinterachsfeder ist härter und damit ist die Steuertendenz deutlich weniger untersteuernd, also schon das, was man gemeinhin als sportlicher bezeichnen würde.


    Das schlechte Ansprechen hat nach meinem Empfinden den Grund darin, dass Mazda über die Dämpfer mehr Wankabstützung macht. Das fühlt sich auf jeden Fall sportlicher, für viele auch angenehmer, an und das Auto hängt direkter, besser an der Lenkung.


    Bis auf den Diskomfort durch das Ansprechen möchte ich auch nichts schlechtes über das Fahrwerk sagen. Es kann mit der richtigen Fahrwerkeinstellung auf jeden Fall etwas mehr als die normale Serie und gibt auch ein direkteres Fahrgefühl.

    Die Kollegen bei Mazda und Bilstein, die das entwickelt haben, wussten schon was sie tun.

    Der, der ausdrücklich und erklärtermaßen kein anderes Fahrwerk einbauen will aber vielleicht doch.

    Naja, damit leben muss er dann ja. Ob er damit glücklich wird, muss er selber sehen ;) .

    Mir ist das nicht gelungen, obwohl ich lange entschlossen war, kein Gewinde einzubauen. Ich bin ein 3/4 Jahr Serie gefahren, habe das mehrmals eingestellt und mir schön getrunken, aber es hat nicht gereicht ;) .