Der Sturzgewinn durch mehr Nachlauf ist überschaubar, insbesondere im höheren Geschwindigkeitsbereich mit sehr geringen Lenkwinkeln kleiner 6° (ca. 90° am Lenkrad). Das kann man ggf. auch durch höhere statische Sturzwerte bei der Fahrwerkeinstellung ausgleichen.
Auch der Einfluss auf die Lenkungshaptik und die Lenkkrafte ist beim ND mit der elektromechanischen Servolenkung relativ gering. Werte um die 7° +/- 1° sind gut fahrbar und die wenigsten Fahrer werden die Unterschiede bemerken.
Der einstellbare Nachlauf wird einerseits durch die Einstellbarkeit an sich beschränkt, da er vom Sturz anhängig ist und von der Tieferlegung. Je tiefer das Auto steht und je mehr Sturz eingestellt wird, umso weniger Nachlauf ist einstellbar.
Andererseits muss ich mit dem Freigang aufpassen, damit es nicht schleift.
6°30‘ sind bei den meisten Tieferlegungen einstellbar und freigängig. Daher steht dieser Wert in den Empfehlungen. Wenn man weniger Tieferlegung wählt, kann man sich an etwas größere Werte wagen und 7°00‘ bis 7°30‘ sind bei moderaten Tieferlegungen erreichbar.
Wirklich große Vorteile hat man davon nach meiner eigenen Erfahrung nicht und ich fahre inzwischen selber eher geringere Nachläufe im Bereich zwischen 6°30‘ und 7°00‘.
Die Federwege verändern sich sicherlich. Was du meinst sind die unteren Endanschläge. Diese können bei Gewindefahrwerken tatsächlich wohl etwas niedriger als in der Serienauslegung ausfallen.
Du meinst die Druckanschläge, oder? Ja, die können variieren, aber wenn die Werte im Gutachten eingehalten werden, dann geht das Rad im Zenit auch frei und erreicht eine ähnliche Position wie beim Serienfahrwerk. Nur vorne und hinten ggf. nicht, abhängig vom Nachlauf. Das ist in der Regel auch das Problem, dass das Rad vorne oder hinten im Radhaus schleift und nicht im Zenit.
Die Bahnkurve des Rades an sich ist immer identisch, begrenzt durch die Lage der Anschläge.